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Wilhelm Christian Ludwig Heuer  
Abbildung
Geboren 06. November 1813
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 15. April 1890
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Vor allem die technische Qualität und die topografische Genauigkeit seiner Werke machten Wilhelm Heuer zu einem der erfolgreichsten Lithografen Hamburgs des 19. Jahrhunderts. Es entstanden Ansichten Hamburgs und Schleswig-Holsteins, aber auch Darstellungen von Trachten, Porträts und Landkarten.

Christian Ludwig Wilhelm Heuer wurde als Sohn eines Schneiders zur Zeit der französischen Besatzung Hamburgs geboren. Um 1828/29 begann er seine Ausbildung bei den Gebrüdern Suhr. Bei Christoffer Suhr lernte er dabei Zeichnen und Panoramamalerei, bei Peter Suhr die Technik des Lithografierens und bei Cornelius Suhr die Ansichtenaufnahme mittels der Camera obscura. Um vor allem auf dem Gebiet der Lithografie seine Ausbildung zu vervollständigen, ging er nach Wien, damals Hochburg dieser Kunst, wo er an verschiedenen lithografischen Werkstätten arbeitete. 1837 heiratete er hier Maria Grisenberger, eine Österreicherin. Das Paar ging 1842 gemeinsam nach Hamburg, das gerade den Großen Brand durchlebt hatte. Sein erstes Werk, das in der Hansestadt entstanden war, sollte ihm große Aufmerksamkeit bescheren: Vom Turm 

der Katharinenkirche aus gesehen fertigte er ein großformatiges Panorama der zerstörten Stadt. Sicher half ihm dieses Werk, um nun erfolgreich als Zeichner und Lithograf freiberuflich in Hamburg Fuß zu fassen; gerade nach dem großen Brand war der Bedarf an Ansichten und Lithografien erheblich. Schnell begann er, mit dem bekannten und renommierten lithografischen Institut Charles Fuchs zusammenzuarbeiten, sowie mit dem Buchhändler und Hamburgensien-Verleger Carl Gassmann, bei dem auch das bekannte „Hamburg und seine Umgebungen“ ab 1853 erschien. Ein erstes chromolithografisches Werk veröffentlichte Charles Fuchs ab 1844 in dreizehn Lieferungen bis 1847: „Malerische Ansichten von Schleswig, Holstein und Lauenburg“. 1845 hatte Heuer das Bürgerrecht erworben. Weiter war Wilhelm Heuer auch als Zeichenlehrer tätig: So unterrichtete er Johann Theobald Riefesell, eventuell auch Eugen Krüger. Schon ab den 1870er Jahren ging die Produktion von lithografischen Ansichtswerken zugunsten der Fotografie zurück. In seinem späten Schaffen fertigte er vor allem Autografien, welche technisch weniger aufwendig waren.

 
Literaturhinweise Wilhelm Heuer_Literatur.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Grafiker/in: -
Lithograph/in: -
Zeichner/in: -
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