Hamburger Persönlichkeiten - Wohlfahrt
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Amandus Augustus Abendroth  
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Geboren 16. Oktober 1767
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 17. Dezember 1842
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen. 
Lokale Referenzen
Amandus Augustus Abendroth wurde am 9. Februar 1799 Mitglied der Hamburger Freimaurer-Loge "Absalom zu den drei Nesseln". In dieser Loge war er mit seinem Freund aus Jugendjahren, Schwager und Bürgermeister der Stadt Hamburg, Johann Heinrich Bartels, sehr aktiv tätig. Er feierte 1842 - im gleichen Jahr wie sein Schwager - die 50-jährige Hochzeit mit Johanna Magdalena geb. von Reck.
Auch sein Vater, der Advokat und Prokurator Judic. Ord., Abraham August Abendroth (1727-1786) gehörte dem Bund der Freimaurer an. Er wurde am 3. Dezember 1774 von der Loge "Emanuel zur Maienblume" aufgenommen.
 
Spuren in Hamburg:
- am Schlussstein einer Fensterwölbung im Obergeschoss der Rathauses ist das Wappen der Familie Abendroth

 
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein 1 Quelle Johanneum.PDF
Text Latein 2 Quelle Johanneum.PDF
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Überarbeitung Heinz A. E. Schröter 2010.pdf
Podcasts Sprecher Heinz A. E. Schroeter 2010 20.mp3
Medaillen
Kategorien Politik
Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Bürgermeister/in: 29. Juni 1831 - 14. Dezember 1842
Senator/in: 1800 -
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Helene Marie Antonie Amsinck  
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Geboren 08. Februar 1848
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 08. März 1921
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Die Tochter des Kaufmanns und Getreidemaklers Gustav Lattmann heiratete 1866 Erdwin Amsinck, den älteren Bruder von Gustav Amsinck. Acht Jahre später kehrte das Ehepaar aus New York nach Hamburg zurück, wo Erdwin Amsinck 1850 die Firma L. E. Amsinck als Agentur der väterlichen Firma Johannes Schuback & Söhne eröffnet hatte. Beide lebten fortan als Privatiers An der Alster in einem komfortablen Wohnhaus, in dem Erdwin eine bedeutende Gemäldegalerie anlegte. Das kinderlose Ehepaar reiste viel, so. z.B. nach Frankreich und Italien, wo sie diverse Künstler besuchten, außerdem in die Türkei, nach Ägypten, Palästina und Russland. Nach dem Tod Antonie Amsincks 1921 – ihr Mann war bereits 1897 gestorben – wurde aus dem Teil des hinterlassenen Vermögens die Erdwin Amsinck-Stiftung gegründet. Diese existiert noch heute und unterstützt vor allem junge Künstler. Die Gemäldegalerie, deren Wert auf 4.524.500 Mark geschätzt wurde, erhielt die Hamburger Kunsthalle. Für Jahrzehnte war es das letzte Mal, dass dieser eine geschlossene Privatsammlung vermacht wurde. 
Literaturhinweise Literatur zu Antonie Amsinck.pdf
Kategorien Wohlfahrt
Funktionen
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Albertine Assor  
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Geboren 22. März 1863
Geburtsort Zinten/Ostpreußen 
Gestorben 22. Februar 1953
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Albertine Assor kam aus einer baptistischen Pastorenfamilie. Beruflich war sie als Schneiderin tätig, eignete sie sich jedoch auch kaufmännische Kenntnisse an. Viele Jahre arbeitete sie für verschiedene Diakonien, unter anderem auch als Oberin. 1907 gründete sie den Diakonissenverein Siloah, welcher spätere in Albertinen-Diakoniewerk e.V. umbenannt wird. Der Verein war ursprünglich ein Heim für junge erwerbstätige Mädchen und Träger des ersten baptistischen Krankenhauses.

 
Lebensbeschreibungen Albertine Assor.pdf
Kategorien Wohlfahrt
Funktionen
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Rudolf Karl Augstein  
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Geboren 05. November 1923
Geburtsort Hannover 
Gestorben 07. November 2002
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Rudolf Augstein war Gründer des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. Der seit 1947 in Hannover erscheinende „Spiegel“ zog 1952 nach Hamburg. Hier baute Augstein den „Spiegel“ zu einem der führenden Politmagazine der Bundesrepublik auf und prägte damit den Medienstandort Hamburg entscheidend mit. 1962 sorgte die sogenannte „Spiegel“-Affäre bundesweit für Aufsehen, nachdem die „Spiegel“-Titelgeschichte „Bedingt abwehrbereit“ die Politik des Verteidigungsministers Franz Josef Strauß kritisch ins Visier genommen hatte. Die Vorwürfe des Geheimnisverrats führten zur vorübergehenden Inhaftierung Rudolf Augsteins. Die unrechtmäßige Durchsuchung der Redaktionsräume wurde zu einer Bewährungsprobe der Pressefreiheit. Der Verlag entwickelte sich in den Folgejahren zu einem modernen vielseitigen Medienunternehmen. 1990 wurde die Spiegel-TV-GmbH gegründet. Am 25. Oktober 1994 erschien „Der Spiegel“ als erstes Nachrichtenmagazin weltweit online, seitdem wurden die Aktivitäten des Verlags im Bereich Multimedia stetig ausgebaut. Augstein leitete das Unternehmen bis zu seinem Tod 2002. 1994 wurde Rudolf Augstein zum Ehrenbürger der Stadt Hamburg ernannt. Am Speersort, dem Standort des Pressehauses, wurde ihm zu Ehren eine Gedenktafel errichtet. Ausführlichere Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument „Rudolf Karl Augstein“. 
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
- Pressehaus, Speersort 1 ist seit 2008 eine Gedenktafel von der Patriotischen Gesellschaft
 
Lebensbeschreibungen Rudolf Karl Augstein.pdf
Podcasts Sprecher Heinz A. E. Schröter Augstein.mp3
Kategorien Wohlfahrt
Medien
Funktionen Journalist/in: -
Verleger/in: -
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Eduard Bargheer  
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Geboren 25. Dezember 1901
Geburtsort Hamburg, Finkenwerder 
Gestorben 01. Juli 1979
Todesort Hamburg, Blankenese 
Kurzbiographie

Schon früh präferierte Eduard Bargheer die Technik des Aquarells, und obwohl er auch in Öl malte, sollte das Aquarell seine „ureigenste“ Technik bleiben, die ihn zu nationalen und internationalen Erfolgen führte. Landschaften spielten sicher eine besondere Rolle in Bargheers Werk, er malte jedoch auch Porträts und einige Stilleben. Vor allem durch seine Reisen in den Süden, speziell nach Italien, eröffnete sich ihm das Thema „Licht“ als zentraler Impuls seines Lebenswerkes. Sein frühes Schaffen orientierte sich noch sehr an einem tonigen Impressionismus, bei dem ein Einfluss seiner Lehrer Friedrich Ahlers-Hestermann und Paul Kayser spürbar ist.  Etwa um 1930 prägte Bargheer in Hamburg den so genannten „Sezessions-Stil“ entscheidend mit: vor allem  durch flächige, oft matte Farbigkeit wird das Motiv erfasst, erst dann werden starke Konturen gesetzt. Dieser auch vom Expressionismus beeinflusste Stil weicht in den 1940er Jahren einer anderen Bildstruktur, auf der er sich in kubistischen Formen vor allem mit mediterranen Stadtansichten auseinandersetzte. Er selbst verwendete das Wort „Gewebe“ für die die Stadtformen umschließenden Linien, die oft in hellen und lichten Farben gesetzt sind.  Diesen unverwechselbaren Stil sollte Bargheer bis in die 1970er Jahre hinein beibehalten. Ausführliche Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument „Eduard Bargheer.“

 
Lebensbeschreibungen Eduard Bargheer.pdf
Kategorien Kunst
Wohlfahrt
Funktionen Maler/in: -
Grafiker/in: -
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Alfred Beit  
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Geboren 15. Februar 1853
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 16. Juli 1906
Todesort Tewin Water, England 
Kurzbiographie Ein Finanzgenie hat man Alfred Beit genannt. Als er 1875 ins spätere Kimberley nach Südafrika geht, ahnt niemand, dass der Sohn konvertierter Hamburger Juden schon bald einer der reichsten Männer seiner Zeit sein wird - durch die Diamanten von Kimberley und das Gold von Witwatersrand. 1878 machte sich Beit selbstständig und bereits ein Jahr später wurde Cecil Rhodes auf ihn aufmerksam. Beide Männer verband fortan eine enge „finanzielle Freundschaft“. 1888 errichteten sie die berühmte De Beers Consolidated Mines Ltd. Im selben Jahr ließ sich Beit in London nieder und nutzte große Teile seines Vermögens zur Unterstützung verschiedener Wohltätigkeits- und Bildungseinrichtungen in Hamburg, London und Südafrika. Eine beträchtliche Summe investierte er in seine seit 1888 zusammengetragene Kunstsammlung. Die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung verdankt ihre Gründung einer seiner spektakulärsten Schenkungen: Beits Spende von zwei Millionen Mark bildete den Grundstock ihres Stiftungskapitals. Seit 1898 britischer Staatsbürger, versuchte Beit in den aufkeimenden Konflikten zwischen Kaiserreich und Empire politisch zu vermitteln - erfolglos. Ausführliche Biographie 
Lokale Referenzen

Spuren in Hamburg:

- seit 1962 ist in Harvestehude der nach ihm Benannte Alfred-Beit-Weg

 
Literaturhinweise Literatur zu Alfred Beit.pdf
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Luise Friederike Bohlen  
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Geboren 21. Dezember 1853
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 15. März 1949
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Die Tochter des Großkaufmanns und Reeders Carl Woermann heiratete 1877 Johannes Friedrich Eduard Bohlen. Dieser trat 1880 als Teilhaber in die Firma C. Woermann ein und wurde fünf Jahre Vorstand der Woermann-Linie. Außerdem war er Direktionsmitglied der Deutschen Ostafrika-Linie. In den Jahren 1889, 1892 und 1895 gehörte Eduard Bohlen der Handelskammer an. Von 1892 bis 1900 war er Generalkonsul des Kongostaates in Hamburg. Nach der Heirat wohnte das Ehepaar Bohlen zunächst am Schweinemarkt 47b, seit 1881 in der Armgartstraße 12. 1892 zog es nach Harvestehude in die Badestraße 42 um, wo Luise auch nach dem Tod ihres Mannes (1901) wohnen blieb. Der Ehe entstammten vier Kinder: Margarethe, Thekla, Melita und Lothar. Luise Bohlen engagierte sich in vielfältiger Weise für soziale, wissenschaftliche sowie kulturelle Zwecke und gehörte dem Kreis um Kunsthallendirektor Alfred Lichtwark an. 
Literaturhinweise Literatur zu Luise Bohlen.pdf
Kategorien Wohlfahrt
Funktionen
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Ludger Born  
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Geboren 15. Juni 1897
Geburtsort Duisburg 
Gestorben 26. November 1980
Todesort Münster 
Kurzbiographie

Ludger Born war ein katholischer Geistlicher und Angehöriger des Jesuitenordens. Der Sohn eines Buchbindemeisters begann am 26. Juni 1915 im Bonifatiushaus in ‘s-Heerenberg bei Emmerich sein Novizitat. Als Freiwilliger nahm er ab September 1915 am Ersten Weltkrieg teil, wurde Vizefeldwebel und erhielt das Eiserne Kreuz. Von 1922 bis 1924 absolvierte er in Köln, anschließend bis 1925 im Breslauer Internat ein Praktikum. Am 27. August 1928 wurde er zum katholi­schen Priester geweiht und arbeitete von 1929 bis 1933 in der Düsseldorfer Residenz in der „RuRAG“ für religiös-wissenschaftliche Zeitfragen. Nach dem Tertiat in St. Andrä/Kärnten wurde er an die Hamburger Niederlassung des Jesuitenordens beim Schlump versetzt. Dort leistete er Priester- und Schwesternseelsorge, gab Konvertitenunterricht und wurde 1935 Superior. Am 17. Oktober 1934 wurde Born zudem vom Osnabrücker Bischof zum katholischen Studentenseelsorger an der Hambur­ger Universität ernannt. Born lehrte an der Hochschule für Lehrerbildung in Hamburg katholische Religionsleh­re. Aufgrund von Protesten Hamburger Lehrer wurde ihm der Lehrauftrag 1938 entzogen.

1939 wurde Born nach Wien in die Residenz am Universitätsplatz versetzt, wo er als Prediger, Beichtvater und Priesterseelsorger amtierte. Im Dezember 1940 wurde die Erzbischöfliche Hilfsstelle für „nichtarische“ Katholiken gegründet, die Born leitete. Zunächst ging es darum, bei der „Auswanderung“ beratend Hilfe zu leisten. Seit den Deportationen im Herbst 1941 stand die Überlebenshilfe für „nichtarische“ Christen im Vordergrund. Born und seine Mitarbeitenden versorgten im Untergrund Lebende mit Lebensmitteln, Medikamenten, Kleidung und Decken. Zudem versuchten sie, den Kontakt mit Deportierten aufrecht zu erhalten. Dabei half Born konfessions- und religionsübergreifend verfolgten „Nichtariern“. Auch nachdem die offizielle Zuständigkeit für „nichtarische“ Katholiken 1942 auf den „Ältestenrat der Juden in Wien“ übergegangen war, unterstützte Born diese weiterhin und konnte ungehindert bis 1945 arbeiten. Alle zwei Wochen zelebrierte er im Ordenshaus der Jesuiten eine Gemeinschaftsmesse mit den „nichtarischen“ Katholiken.

Von 1946 bis 1949 koordinierte Born den Wiederaufbau der Katholischen Hochschu­le Sankt Georgen/Frankfurt, von 1949 bis 1960 war er in Dortmund, an­schlie­ßend bis 1966 in Essen Seelsorger für Priester, Akademiker und Ordens­angehö­rige; von 1966 bis 1976 arbeitete er in Wien an einer Dokumentation über die von ihm im „Dritten Reich“ geleitete Hilfsstelle für „nichtarische“ Katholiken, die von Lothar Groppe abgeschlossen wurde.

1973 erhielt Born die Ehrennadel der Widerstandsbewegung in Wien verliehen.

 
Literaturhinweise Born Literatur.pdf
Kategorien Wohlfahrt
Religion
Bildungswesen
Funktionen Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: 27. August 1928 - 1966
Hochschullehrer/in: 1946 - 1949
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Margarete Luise Elfriede Braun  
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Geboren 15. Dezember 1893
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 22. April 1966
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Margarete Braun war eine lutherische Theologin. Braun legte im Februar 1913 am Oberlyzeum in Wiesbaden die Reife­prü­fung ab und besuchte dort anschließend die Seminar­klasse, die sie 1914 mit dem Examen für das Lehramt ab­schloss. Ab Herbst 1914 arbeitete sie ein Jahr lang als Lehrerin in Wiesbaden und legte die Ergänzungsprüfungen in Latein und Griechisch ab. Vom Winterse­mester 1915/16 bis zum Sommersemester 1921studierte sie an den Univer­sitäten Frankfurt am Main, Breslau, Jena und Marburg Philologie und Theologie. 1919 erhielt sie die mini­sterielle Genehmi­gung, das erste theolo­gische Examen vor der Marburger Fakultät abzule­gen, das sie im Frühjahr 1921 bestand.

Zwischen 1921 und 1925 arbeitete Braun als Pfarrgehilfin in der Jugendarbeit der Wiesbadener Ringkirchengemeinde. 1926 wechselte sie in gleicher Stellung an die Hauptkirche St. Nikolai in Hamburg und bestand dort im September das zweite theologische Examen. 1928 wurde ihre Stelle in die einer Pfarramtshelfe­rin umgewandelt. Ihr Aufgabenbe­reich lag in Andachts- und Bibelstun­den vor Frauen und Jugendlic­hen, im Abhalten von Kindergottes­dien­sten, in der Vorberei­tung und Mitar­beit am Konfirman­denunter­richt sowie in der seelsorgerli­chen und sozialen Gemein­dear­beit an Frauen und Mädchen. Daneben übernahm sie die Schriftleitung des Gemeinde­blattes „St. Nikolai Bote“, in dem sie zahlreiche kleinere Artikel publizierte, und erteilte Religionsunter­richt am Caspar Voght Gymnasium. 1931 gründete sie die erste deutsche Gliederung des „Zonta-Clubs“ in Hamburg mit, der sich überkonfessionell dem Dienst am Menschen verpflichtet hat und die Stellung der Frau verbessern will.

1934 wurde Braun gegen ihren Willen durch Landesbischof Simon Schöffel zur Betreuung der weiblichen Insassen des Allgemeinen Krankenhauses Eppendorf und der Mädchenanstalt Feuerbergstraße in Ohlsdorf versetzt. 1947 wurde sie als Vikarin mit der Betreuung von Mädchen und jungen Frauen im Heim Feuerbergstraße, in der Haushaltungsschule Volksdorf, im Mädchenheim Schwanenwik sowie in den Jugendheimen Reinbek und Wentorf beauftragt. 1959 ging sie in den Ruhestand und widmete sich der Betreuung der Stifte und Altersheime im Bezirk der Eppendorfer St. Marti­nus-Gemeinde.

 
Literaturhinweise Braun Literatur.pdf
Kategorien Wissenschaft
Wohlfahrt
Religion
Funktionen
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Justus Brinkmann  
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Geboren 23. Mai 1843
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 08. Februar 1915
Todesort Hamburg-Bergedorf 
Kurzbiographie

Justus Brinkmann war die maßgebliche Persönlichkeit bei der Gründung des Museums für Kunst und Gewerbe  in Hamburg 1874. Brinkmann war der Sohn des Heidelberger Privatdozenten Karl Heinrich Ludwig Brinkmann (1809–1855). Nach einigen Auslandsreisen begann er Naturwissenschaften, Staatsrecht und Nationalökonomie in Leipzig und Wien zu studieren. Brinkmann entwickelte in der Zeit eine Leidenschaft für die Kunstgeschichte. Er schloss das Jurastudium ab und wurde Anwalt in Hamburg. Seit seiner Jugendzeit sammelte er viele Kunstobjekte und plante ein Museum für Kunst und Gewerbe aufzubauen. So wurde 1874 das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg gebaut. Er hatte bis zu seinem Tod den Vorsitz als Direktor inne. Brinkmann war dreimal verheiratet und hatte insgesamt aus allen drei Ehen zwölf Kinder. Seiner letzten Frau Henriette Hahn verbot er die Arbeit als Künstlerin. Sie konnte den Beruf erst nach seinem Tod ausüben.

 
Lokale Referenzen

 Justus-Brinckmann-Straße, Bergedorf, seit 1947

 
Kategorien Wohlfahrt
Funktionen Kunstsammler/in: -
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Barthold Heinrich Brockes  
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Geboren 22. September 1680
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 16. Januar 1747
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Diese als Dichter in die hamburgische Geschichte eingegangene Persönlichkeit hat sich von 1720-1747 auch als Senator Verdienste um die Vaterstadt erworben. Er wurde am 22 September 1680 in Hamburg als Sohn eines angesehenen Kaufmanns und Nachkomme bedeutender Lübecker Senatoren geboren. Nach der Rückkehr von juristischen Studien und Reisen widmete er sich seit 1704 in Hamburg neben rechtswissenschaftlichen Arbeiten der edlen Dichtkunst, deren Werke zuerst 1712 erschienen. Nach seiner Berufung in den Senat 1721 gebührte seine Aufmerksamkeit ganz den daraus erwachsenden Aufgaben. Seine diplomatischen Fähigkeiten stellte er schon 1721 unter Beweis, als er den Bürgermeister Sillem bei der Gesandtschaft nach Wien an den kaiserlichen Hof begleiteteund dem Kaiser ein Bittgedicht überreichte. Auch auf weiteren Gesandtschaften erfreute er sich fürstlichen Verhandlungspartnern durch seine Gedichte. Die Prätur versah er zwei Jahre mit großer Sorgfalt. Von 1735-1741 verwaltete er Ritzebüttel und sorgt für regelmäßige jährliche Erntedankgottesdienste. Auch der Schifffahrt und den Schulen galt seine Fürsorge bis er 1747 starb. 
Lokale Referenzen Brockesstraße, St. Georg, seit 1942
 
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Johanneum.PDF
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Überarbeitung Heinz A. E. Schröter 2009.pdf
Podcasts Sprecher A. E. Heinz Schröter 2009 03.mp3
Literaturhinweise Barthold Heinrich Brockes - Liste lieferbarer Werke.pdf
Kategorien Politik
Literatur
Wohlfahrt
Funktionen Senator/in: 1720 - 1747
Dichter/in: -
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Karl Anton Martin Gerhard (Gerd) Bucerius  
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Geboren 19. Mai 1906
Geburtsort Hamm, Westfalen 
Gestorben 29. September 1995
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Gerd Bucerius prägte Hamburg maßgeblich sowohl als Verleger als auch als Stifter und Mäzen. Die 1971 gegründete Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius fördert Wissenschaft, Kunst und Kultur sowie Bildung und Erziehung. Sie ist Trägerin des Bucerius Kunst Forums und der internationalen Bucerius Law School in Hamburg. Gerd Bucerius baute den Medienstandort Hamburg mit auf und gehört zu den großen deutschen Publizisten der Nachkriegszeit. Er gründete und leitete als Herausgeber die renommierte Wochenzeitung „Die Zeit“, wurde schon früh Mehrheitseigner des Hamburger Magazins „Stern“, gründete später gemeinsam mit John Jahr und Richard Gruner den bis heute bedeutenden Hamburger Verlag Gruner+Jahr und schließlich den Zeit-Verlag. Heute gehört die Wochenzeitung „Die Zeit“ zur Verlagsgruppe Georg-von-Holtzbrinck, was Gerd Bucerius noch kurz vor seinem Tod persönlich verfügte. 1986 wurde Gerd Bucerius zum Ehrenbürger Hamburgs ernannt. Ausführlichere Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument "Gerd Bucerius". 
Lokale Referenzen Buceriusstraße, Altstadt, seit 2006
 
Lebensbeschreibungen Gerd Bucerius.pdf
Podcasts Sprecher Heinz A. E. Schröter Bucerius.mp3
Literaturhinweise Facettenbroschuere_ZEIT.pdf
Zeitzeugenbroschuere_ZEIT.pdf
Kategorien Wohlfahrt
Medien
Funktionen Verleger/in: -
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Wilhelm Antony Carstens  
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Geboren 14. Dezember 1885
Geburtsort Flensburg 
Gestorben 24. Januar 1958
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Wilhelm Carstens war der Sohn von Johann Jacob Carstens und seiner Frau Dorothea. Im Jahr 1912 zog er nach Hamburg und gründete am 1. April 1912 seine erste Firma. Am 20. November heiratete er Erna Auguste. Das Ehepaar hatte einen Sohn. Die Firma „Wilhelm Carstens GmbH“, die im Laufe der Zeit zu einer Gesellschaft wurde, stellte Isoliermaterial, Lacke, Glimmer usw. her. Später übernahm er noch eine zweite Firma.Wilhelm Antony Carstens hatte nach seinem Tod einen erheblichen Teil seines Vermögens in eine gemeinnützige Stiftung überführt. Die Wilhelm Carstens Gedächtnis-Stiftung betreibt eine Seniorenwohnanlage in Wilhelmsburg. Er beschrieb detailliert in seinem Testament, wie die Stiftung aufgebaut werden sollte und welchem Zweck sie dienen musste. Der Stifter legte folgendes fest: „In diesem Altersheim sollen in erster Linie unbescholtene, mittellose und verlassene alte Ehepaare oder Einzelpersonen, vorzugsweise aus Kreisen der geistigen Berufe, die nicht mehr arbeitseinsatzfähig sind, aufgenommen werden.“

 
Lokale Referenzen

 

 
Kategorien Wohlfahrt
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Johann Friedrich Nikolaus Danzel  
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Geboren 02. Februar 1792
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 10. November 1847
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Friedrich Nikolaus Danzel, geb. 2.2.1792 in Hamburg, gest. 10.11.1847 ebd., Sohn des Schulleiters Nikolaus Alexander Danzel und der Margaretha Elisabeth Brütt. Nach Studium der Medizin 1814 Promotion zum Dr. med. in Göttingen. Seitdem als Arzt in Hamburg tätig. Vermählt 4.1.1817 mit Anna Katharina Westphalen. 
Lokale Referenzen
Johann Friedrich Nikolaus Danzel gehörte dem Bund der Freimaurer an. 1842 wird er in der Matrikel der Johannis-Loge "Zu den drei Rosen" geführt. In dieser Loge hatte er über viele Jahre das Amt des Redners, sowie das Amt des abgeordneten Logenmeisters inne.
 
Kategorien Wohlfahrt
Funktionen
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Marion Hedda Ilse Gräfin Dönhoff  
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Geboren 02. Dezember 1909
Geburtsort Schloss Friedrichstein, Ostpreußen 
Gestorben 11. März 2002
Todesort Schloss Crottorf, Friesenhagen 
Kurzbiographie Marion Gräfin Dönhoff zählt zu den namhaften Journalisten und Publizisten der deutschen Nachkriegszeit. Als Redakteurin und spätere Chefredakteurin und Herausgeberin der Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ gestaltete sie seit 1946 eine der wichtigsten deutschen Zeitungen maßgeblich mit. Aufgewachsen auf einem preußischen Adelsgut, beteiligt am Widerstand gegen die Nationalsozialisten, bei Kriegsende geflohen aus Ostpreußen, in den Nachkriegsmonaten Berichterstatterin von den Nürnberger Prozessen – solche vielfältigen Erfahrungen beeinflussten den journalistischen Werdegang der Gräfin Dönhoff. Sie entwickelte sich in Hamburg zu einer kritischen Beobachterin des Zeitgeschehens. Ihr besonderes Interesse galt der Ostpolitik der Bundesrepublik Deutschland. Marion Gräfin Dönhoff gab „Die Zeit“ von 1973 bis 2001 heraus. 1999 wurde sie zur Ehrenbürgerin der Stadt Hamburg ernannt. Zudem war sie Ehrensenatorin der Universität Hamburg. Schließlich gründete die Gräfin ihre eigene Stiftung, die „Marion Gräfin Dönhoff-Stiftung“. Die Stiftung unterstützt gemeinnützige Zwecke. Beispielweise fördert sie die Wissenschaft und Forschung, die Jugendhilfe, die Bildung, kulturelle Vorhaben und Einrichtungen. Am Speersort, dem Standort des Pressehauses und Sitz der „Zeit“, wurde ihr zu Ehren 2009 eine Gedenktafel errichtet und in Hamburg-Blankenese benannte sich ein Gymnasium nach Marion Gräfin Dönhoff. Ausführlichere Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument „Marion Gräfin Dönhoff“. 
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
- Pressehaus, Speersort 1 ist seit 2008 eine Gedenktafel von der Patriotischen Gesellschaft
- Im Bezirk Hamburg-Mitte Stadtteil Hamburg-Altstadt wurde 2018 die von der Rückseite des Gebäudes Alter Wall 12 nach Nordwesten über das Alsterfleet führende und in die Wegefläche Alsterarkaden - in Höhe des Gebäudes Neuer Wall 41 - einmündende, neu einzufügende Fußgängerbrücke Marion-Gräfin-Dönhoff-Brücke benannt.
 
Lebensbeschreibungen Marion Gräfin Dönhoff.pdf
Podcasts Sprecher Heinz A. E. Schröter Dönhoff.mp3
Kategorien Wohlfahrt
Medien
Funktionen Journalist/in: -
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Johanna Margaretha Edings  
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Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie Johanna Margaretha Eding war eine Hamburger Bürgerin, die 1762 in ihrem Testament verfügte, dass nach ihrem Tod ihr gesamtes Vermögen in Höhe von 850 Mark die St. Jacobi Kirche erhalten sollte. Der Hauptpastor von der St. Jacobi Kirche sollte jedes Jahr zu Weihnachten zwölf Wäschegarnituren an bedürftige Frauen verteilen. Das  Testament von Johanna Margaretha Eding hat folgenden Inhalt: „solange die Sonne scheint und der Wind weht“ soll die Stiftung für zwölf bedürftige Frauen je ein "Hemd" von dem Geld und deren Zinsen kaufen. Mit dem Begriff "Hemd" ist nicht das Hemd im üblichen Sinne gemeint, sondern eine Art Unterkleid, das stellvertretend für das Minimum an Habseligkeiten steht. Im Laufe der Jahre ist das Unterkleid nicht mehr existent und wurde gegen die heutige Unterwäsche aus getauscht. Inzwischen wurde das Stiftungsvermögen aufgebraucht. Allerdings wurde die Gemeinde durch eine richterliche Anordnung, dazu verpflichtet, den letzten Willen aus dem Testament von Johanna Margaretha Eding auch weiterhin zu erfüllen. Die Gemeinde hat daraufhin die Weihnachtsaktion erweitert und verschenkt nun auch Unterwäsche an den kirchlichen Verein „Herz As“. Die Gemeinde wird mittlerweile auch von privaten Spendern unterstützt. 

 

 
Lokale Referenzen

 

 
Kategorien Wohlfahrt
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Minna Froböse  
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Geboren 22. Februar 1848
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 07. Juli 1917
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Minna Schierloh, geboren am 22.02.1848 in Hamburg, gestorben am 07.07.1917 ebd., Tochter des Claus Schierloh und der Elise Gätgens. Gelernte Schirmmacherin. 1875 Heirat mit dem Schirmfabrikanten Ernst August Froböse. Gründerin der "Ernst und Minna Froböse Stiftung" zur Unterstützung Behinderter. 
Lokale Referenzen Ihr Grabstein steht im Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof
 
Kategorien Wohlfahrt
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Wilhelm Martin von Godeffroy  
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Geboren 09. April 1834
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 29. November 1904
Todesort Lehmkuhlen 
Kurzbiographie Wilhelm von Godeffroy – der jüngere Sohn von Carl Godeffroy, des hanseatischen Ministerresidenten der drei Hansestädte am russischen Hof in St. Petersburg – studierte Jura in Bonn, wurde zum Dr. jur. promoviert und war einige Zeit als Advokat in Hamburg zugelassen. Nach dem Tod seiner Muttter Marianne (geb. Jenisch) 1871 wurde er einziger Erbe eines beträchtlichen Vermögens, das er in den letzten 33 Jahren seines Lebens noch einmal verdoppeln konnte. Das von den Eltern geerbte Stadthaus an der Esplanade 36 bewohnte er selten, das Weiße Haus in Dockenhuden (Elbchaussee 547) fast nie. Im Sommer lebte er auf dem Gut Lehmkuhlen bei Preetz, den größten Teil des Jahres verbrachte er in seinem Stadtpalais in Berlin in der Wilhelmstraße 59. Spät, mit Mitte fünfzig, heiratete Godeffroy die Tochter des englischen Generalkonsuls in Hamburg, Millicent Annesley, die Ehe blieb kinderlos. 1901 wurde Godeffroy in den erblichen preußischen Adelsstand erhoben. Als er 1904 starb, war er einer der reichsten Männer des Deutschen Reiches, der ein Vermögen von fast 50 Millionen Mark hinterließ. Die mit einem Teil hiervon begründete Dr. Wilhelm Martin von Godeffroy-Familien-Fideikommiß-Stiftung wurde 1905 durch Beschluss des Hamburger Senats genehmigt. 1906 sagte Senator Dr. Carl August Schröder, der die Stiftung verwaltete, seinem Kollegen Werner von Melle eine Spende für die geplante Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung zu. 
Literaturhinweise Literatur zu Martin Godeffroy.pdf
Kategorien Wohlfahrt
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Professor Dr. Dr. h.c. Helmut Greve  
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Geboren 02. Juni 1922
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 03. Juli 2016
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Am 19.7.2016 haben bei einer großen Trauerfeier in der St. Michaelis Kirche rund 800 Gäste von dem Hamburger Ehrenbürger Prof. Dr. Dr. h. c. Helmut Greve Abschied genommen. Der im Alter von 94 Jahre verstorbene Hamburger Bauunternehmer (Dr. Helmut Greve Bau und Boden AG) war einer der größten Mäzen und Stifter der Nachkriegszeit. Besonders hervorzuheben ist die zusammen mit seiner Ehefrau Hannelore Greve getätigte Spende zweier neuer Flügelbauten für die Universität Hamburg. Die Kosten hierfür sollen insgesamt rund 35 Millionen Euro betragen haben und stellen damit die größte Spende der Nachkriegszeit an die Hansestadt dar. Ebenso wie die im Jahr 2005 erfolgte Spende in Höhe von 30 Millionen als Grundstock für den Bau der Elbphilharmonie eine der größten Spenden von Privatpersonen darstellt. Darüber hinaus gründete Helmut Greve zusammen mit seiner Frau die Dr. Helmut und Hannelore Greve Stiftung für Wissenschaften und Kultur und die Hamburgischen Stiftung für Wissenschaften, Entwicklung und Kultur in Hamburg. Der evangelischen Freikirche der Mennoniten angehörend wurde Helmut Greve auf dem Hamburger Mennonitenfriedhof in Bahrenfeld beigesetzt.Literaturhinweise/ Quellen: Hamburger Abendblatt, „Helmut Greve war "ein Hanseat durch und durch"“, 5.07.2016. Manager Magazin, „Die reichsten Deutschen Kaufen, bauen, nie verkaufen!“, 31.08.2001. Hamburger Abendblatt, „Foyer der Elbphilharmonie wird nach Ehepaar Greve benannt“, 8.07.16 
Lokale Referenzen Helmut und Hannelore Greve Foyer im 13. Stock der Elbphilharmonie  
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Carl August Heckscher  
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Geboren 26. August 1848
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 20. April 1941
Todesort Mountain Lake, Florida 
Kurzbiographie August Heckscher gründete bereits 1864 in Hamburg eine Importfirma. Als sein Vater, der Hamburger Anwalt und Politiker Moritz Heckscher, 1867 starb, wanderte der getaufte Jude in die USA aus. Zunächst arbeitete er dort in der Steinkohlenmine seines Cousins Richard Heckscher, dann gründete mit diesem die Firma Richard Heckscher & Company. Später wandte er sich der Zinkgewinnung zu und etablierte die Zinc and Iron Company, wo er den Posten des Vizepräsidenten übernahm. 1897 vereinigte sich diese mit anderen Gesellschaften zur New Jersey Zinc Company mit Heckscher als Manager. 1904 begründete er die Vermont Copper Company, deren Präsident er wurde. Auch in zahlreichen anderen Gesellschaften war er als Präsident tätig, u.a. in der Anahama Realty Corporation, die in New York mit Grundeigentum und Immobilien handelte. Heckscher engagierte sich sowohl im sozialen als auch im kulturellen Bereich: So entwickelte er z.B. in New York City Modellunterkünfte für Bedürftige. In Huntington erwarb er den später nach ihm benannten Heckscher State Park. 1919 ließ er dort ein Kunstmuseum errichten, für das er 185 Kunstwerke aus verschiedenen Epochen spendete (das heutige Heckscher Museum of Arts). 1922 schenkte er der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung einen Betrag von zehn Millionen Mark, verbunden mit der Auflage, diese Zuwendung unter der Bezeichnung Dr. Moritz Heckscher Fonds gesondert vom sonstigen Stiftungsvermögen zu verwalten. 
Lokale Referenzen Heckscherstraße, Hoheluft-West, seit 1948
 
Literaturhinweise Literatur zu August Heckscher.pdf
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Kaufmann/-frau: -
Kunstsammler/in: -
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Salomon Heine  
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Geboren 19. Oktober 1767
Geburtsort Hannover 
Gestorben 23. Dezember 1844
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie
Salomon Heine wurde als Stifter und Wohltäter weit über Hamburg hinaus bekannt. Geschäftstüchtigkeit und Mäzenatentum vereinigten sich in seiner Person auf vortreffliche Weise. 

Sein Aufstieg zu einem der bedeutendsten Merchant-Banker Hamburgs war außergewöhnlich. Die Stadt war bereits eine wichtige Handelsmetropole als Salomon Heine im Alter von 16 Jahren mittellos aus Hannover kommend seine Lehre im Bankhaus von Meyer Wolf Popert antrat, einem Verwandten seiner Mutter. 1797 gründete er zusammen mit Marcus Abraham Heckscher (1770-1823) das Privatbankhaus Heckscher & Co. 1818, inzwischen alleiniger Geschäftsführer, änderte er den Namen der Firma in Salomon Heine. Insbesondere in der Franzosenzeit, als Napoleon mit der Kontinentalsperre versuchte, England zu isolieren, machte er sein Vermögen. Obwohl Salomon Heine als Jude in dieser Zeit gesellschaftlicher Außenseiter war, erwarb er sich dank seines international verzweigten Netzwerks – seine Firmenkontakte reichten von Schweden bis Portugal, von Russland bis Brasilien – und dank seines umsichtigen Handelns, Ansehen und Reichtum. Man nannte ihn den „Rothschild von Hamburg“. Das Bankhaus wurde nach Heines Tod durch dessen Sohn Carl (1810-1865) weitergeführt und ging nach dessen Tod in Liquidation. 

Privat war Salomon Heine ein großzügiger Gastgeber und Kunstliebhaber, aber auch ein gefürchteter Choleriker. Sein Landhaus, das er seit 1808 in den Sommermonaten bewohnte, hatte er im westlich von Hamburg und Altona gelegenen Ottensen an der Elbchaussee. Das zugehörige Gartenhaus, das seit 1962 unter Denkmalschutz steht, ist heute ein Veranstaltungsort, das zur Stiftung Historische Museen gehört, mit dem Namen Heine-Haus. Allgemein bekannt wurde er als der reiche Onkel seines berühmten Neffen, des Dichters Heinrich Heine, dem er eine Lehre bei Heckscher & Co. ermöglichte. Der Bankier Heine finanzierte trotz seiner Vorbehalte gegen die brotlose Dichtkunst dessen Jurastudium und gewährte ihm bis zu seinem Tode regelmäßige finanzielle Unterstützung.

Salomon Heines steile Karriere und seine Beliebtheit bei Hamburgern aller Glaubensrichtungen waren außergewöhnlich. Er gehörte zu den bedeutendsten Wohltätern und Spendern der Stadt. Das von ihm zur Erinnerung an seine Frau Betty gestiftete Israelitische Krankenhaus auf St. Pauli, in dem heute das Ortsamt sitzt, ist seit seiner Gründung bis heute sehr angesehen. Dem Wunsch Heines entsprechend mussten damals Kranke aller Konfessionen aufgenommen, unbemittelte israelitische Patienten unentgeltlich behandelt werden.

Vor allem aber gilt er als Retter der Kreditwürdigkeit Hamburgs nach dem großen Brand 1842. Er beteiligte sich mit seinem Privatvermögen am Wiederaufbau der Hansestadt. Unter anderem gab er bekannt, dass er von jedem in Not geratenen Kaufmann Wechsel bis zu 15.000 Mark Banco annehme. Damit war die Krise vom Tisch. Und dann hat er noch gerufen: "Was ist denn verloren? Ist die Elbe abgebrannt? Es ist doch nichts verloren, solange wir die Elbe noch haben". Darüberhinaus ließ er unabhängig von ihrem Glauben die Opfer des Brandes versorgen, stiftete namhafte Beträge für den Wiederaufbau der zerstörten christlichen Gotteshäuser St. Petri und St. Nikolai und verzichtete auf die Versicherungssumme für sein am Jungfernstieg gelegenes Haus, das gesprengt worden war. Dennoch musste er vergebens auf eine Ehrung der Stadt warten. Als Jude durfte Heine nicht einmal ein Haus in der Stadt kaufen. Von einem Bürgerrecht war keine Rede - ganz zu Schweigen von einer Ehrenbürgerwürde. Zumindest ernannte die Patriotische Gesellschaft Salomon Heine 1843 zum Ehrenmitglied. Sie hatte zuvor nie einen bekennenden Juden aufgenommen. Was diese Ausnahmepersönlichkeit für Hamburg aber wirklich bedeutet hatte, zeigte sich eindrucksvoll erst bei seiner Beerdigung: Tausende Hamburger, Juden wie Christen, begleiteten ihn auf seinem letzten Weg. Trotz großzügiger Spenden zu Lebzeiten verblieb bei seinem Tod ein großes Vermögen. Er hinterließ umgerechnet 110 Millionen €. Die Liste der Institutionen, die er in seinem Testament bedachte, ist lang.

 
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
- in der Rathausdiele befindet sich an einer Säule sein Portrait-Relief
- in Eppendorf ist seit 1967 der nach ihm benannte Salomon-Heine-Weg
- vor dem Israelitischen Krankenhaus am Orchideenstieg ist seit 1968 das Salomon-Heine-Denkma
- Jungfernstieg 30 ist seit 1997 eine Gedenktafel von der Patriotischen Gesellschaft
 
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Bankier: -
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Joachim Herz  
Abbildung
Geboren 25. August 1941
Geburtsort  
Gestorben 31. Mai 2008
Todesort USA 
Kurzbiographie Joachim Herz war der zweitälteste Sohn des Tchibo-Gründers Max Herz. Nach dem Tod seines Vaters erbte er 15 Prozent des Familienkonzerns Tchibo Holding AG, die die Mehrheit  sowohl an der Tchibo GmbH als auch an der Beiersdorf AG hält. 1981 lernte er seine zweite Ehefrau Petra Herz kennen, die er 1984 heiratete. Sie hatten keine Kinder und entschieden sich eine Stiftung, die „Joachim Herz Stiftung“, zu gründen. Die Stiftung soll die gemeinnützigen Zwecke wie Bildung, Wissenschaft und Forschung fördern. Allerdings starb Joachim Herz vor der Gründung an einem Unfall. Beim Schwimmen abseits des Schwimmbades im Hauptkanal des Stausees Lake Rabun in der Nähe von Atlanta wurde er von einem Wasserski-Sportboot überfahren und dabei so schwer verletzt, dass er an den Folgen starb. Aber seine Frau führte die gemeinsame Idee fort. Die Stiftung wurde im Juli 2008 mit einem finanziellen Grundstock von rund 1,3 Milliarden Euro errichtet. Dieser beinhaltet vor allem eine Beteiligung an der Beiersdorf AG. 
Kategorien Wohlfahrt
Funktionen Kaufmann/-frau: -
Anfang

 
Ernst Jung  
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Geboren 18. Mai 1896
Geburtsort Briensdorf (Ostpreußen) 
Gestorben 08. Januar 1976
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Ernst Jung war ein bedeutender Hamburger Mineralölkaufmann. Einer breiten Öffentlichkeit sind er und seine Frau Claere aber auch als großherzige Stifter mit insgesamt vier Stiftungen bekannt. Die Familie Jung wollte ursprünglich 1897 nach Amerika auswandern, jedoch wurde der Einschiffungshafen Hamburg zur Endstation und Hamburg zur Heimat. Ernst Jung hatte noch vier Geschwister und wurde trotz seiner einfachen Schulausbildung ein erfolgreicher Kaufmann, der eine eigene Firma gründete. Er war Reeder und Unternehmer. 1967 gründete er die „Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung“. Die Stiftung vergibt jährlich, neben anderen bedeutenden Auszeichnungen für Medizin-Wissenschaftler, einen der höchstdotierten deutschen Mediziner-Preise, den "Ernst Jung-Preis für Medizin". Des Weiteren war Jung Ehrensenator der Universität Hamburg und Träger des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

 
Lebensbeschreibungen Ernst Jung.pdf
Kategorien Wohlfahrt
Funktionen Kaufmann/-frau: -
Reeder: -
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Kurt A. Körber  
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Geboren 07. September 1909
Geburtsort Berlin 
Gestorben 10. August 1992
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Kurt A. Körber war ein bekannter deutscher Stifter und bedeutender Unternehmer im Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus. 1928 schloss er sein Studium im Bereich der Elektrotechnik in Mittweida ab. Im Jahr 1946 gründete Körber in Hamburg-Bergedorf die Hanseatische Universelle „Hauni Maschinenfabrik Körber & Co KG“, deren Maschinen weltweit rund 90 % aller Filterzigaretten hergestellten. Die insgesamt zwanzig Firmen umfassende Körber-Group beschäftigte rund 6800 Mitarbeiter. Körber machte sich auch als Kunststifter einen Namen und geschätzt, weil er 1957 den Wiederaufbau des Thalia Theaters stiftete (Stiftung zum Wiederaufbau Thalia Theaters Hamburg). 1959 erfolgte die Gründung der Kurt-A.-Körber-Stiftung. Die Stiftung verfolgt das Ziel, eine Technische Akademie zur Ausbildung von Führungskräften für industrielle Praxis aufzubauen. Im Jahr 1969 gründete er die Hauni-Stiftung und elf Jahre später erfolgte dann die Verschmelzung der Kurt-A.-Körber-Stiftung und der Hauni-Stiftung zur gemeinsamen Körber-Stiftung. 

 
Lokale Referenzen Spuren in Hamburg:
- in Bergedorf ist seit 1998 die nach ihm benannte Kurt-A.-Körber-Chaussee
 
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Industrieproduzent/in: -
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Sophie Christine Laeisz  
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Geboren 30. Juni 1831
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 12. Februar 1912
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Sophie, die fünfte Tochter des Schiffsmaklers Christian Ludwig Knöhr, heiratete 1852 den Reeder, Kaufmann und Assekuradeur Carl Heinrich Laeisz. Nach dessen Tod 1901 blieb sie Inhaberin von dessen Firma F. Laeisz. In der Folgezeit kümmerte sie sich um die Erziehung ihrer beiden Enkel, die nach dem frühen Tod ihres Sohnes Carl Ferdinand im Jahr 1900 verwaist waren. Sophie Laeisz war sowohl in sozialer Hinsicht wie auch im Bereich der Kultur sehr aktiv: Die 1901 gegründete Sophie-Laeisz-Stiftung unterhielt das bereits 1860 errichtete F. Laeisz-Stift in St. Pauli, welches bedürftigen Personen Unterkunft bot. Im gemeinschaftlichen Testament der Eheleute war bestimmt, dass 1,2 Millionen Mark zur Erbauung einer Musikhalle in Hamburg gespendet werden sollten. Dessen Umsetzung veranlasste Sophie schon kurz nach dem Tod ihres Mannes und stockte die Bausumme auf zwei Millionen Mark auf. Nach der Eröffnung 1908 wurde das Gebäude schnell zum Mittelpunkt des Hamburger Konzertlebens. Ausführliche Biographie 
Lokale Referenzen Laeisz-Halle 
Literaturhinweise Literatur zu Sophie Laeisz.pdf
Kategorien Musik
Wohlfahrt
Funktionen
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Fritz Landmann  
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Geboren -
Geburtsort  
Gestorben 1974
Todesort  
Kurzbiographie

Fritz Landmann führte das väterliche Unternehmen fort, welches er nachträglich zu einer erfolgreichen Unternehmensgruppe ausbaute. Des Weiteren hat Fritz Landmann die Altonaer Wellpappenfabrik geleitet und daraus entstand die Unternehmensgruppe Panther Wellpappe, die sich heute Panther Packaging nennt. Kurz vor seinem Tod im Jahr 1974 vermachte Fritz Landmann einen Teil seines Vermögens der „Fritz Landmann Stiftung“. Die Stiftung ist für die Förderung von Aus- und Weiterbildung in der papierherstellenden und papierverarbeitenden Industrie verantwortlich. Gefördert werden Institutionen, die Fachwissen und praktische Fähigkeiten in Berufsbildern wie z.B. Papiermacher oder Verpackungsmittelmechaniker lehren.  Mit dem Bau von zwei Internaten ermöglichte die Fritz Landmann Stiftung der Papier- und Verpackungsindustrie einen landesweiten Know-how-Transfer. Die Finanzierung von Laboreinrichtungen und die Förderung verschiedener Forschungsprojekte ergeben immer wieder neue Erkenntnisse, die der gesamten Branche zugutekommen. Bisher hat die Stiftung bundesweit über 10 Million Euro gespendet.

 
Lokale Referenzen

 

 
Kategorien Wohlfahrt
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Johannes August Lattmann  
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Geboren 05. Oktober 1858
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 19. Januar 1936
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Der Bruder von Antonie Amsinck, wurde, nachdem er in Hamburg sowie in Spanien, Portugal und New York kaufmännische Kenntnisse erworben hatte, 1886 Teilhaber des Handelsunternehmens und Finanzhauses G. Amsinck & Co. in New York. 1901 kehrte er nach Hamburg zurück, lebte hier als Privatier und engagierte sich vor allem im sozialen Bereich. Der als fortschrittlich geltende Lattmann wurde 1912 Senator und bekleidete dieses Amt bis 1919. Er war u.a. Präses der Armenanstalt, der Behörde für öffentliche Jugendfürsorge und des Fortbildungsschulwesens sowie im Vorstand des Vereins Asyl für obdachlose Männer und des Kinderschutzbundes. 1913 wurde maßgeblich auf sein Bestreben hin die Gesellschaft für Wohltätigkeit gegründet, der er bis 1924 vorstand. Aus dieser Tätigkeit ging die Anregung zur Gründung der Sozialen Frauenschule hervor. Lattmann war von Beginn an, seit 1916, Vorsitzender des privaten Trägers dieser Einrichtung, des Vereins Soziale Frauenschule und Sozialpädagogisches Institut. Ab 1920 war Lattman wieder in der Wirtschaft tätig, als er von Max Warburg und Paul von Mendelssohn-Bartholdy zum Vorstandsvorsitzenden der neu gegründeten Deutschen Warentreuhand AG berufen wurde. Diese Tätigkeit übte er bis 1928 aus und wechselte dann in den Aufsichtsrat, dem er bis 1936 angehörte. Ausführliche Biographie 
Literaturhinweise Literatur zu AugustLattmann.pdf
Kategorien Politik
Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Kaufmann/-frau: -
Senator/in: 1912 - 1919
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Alfred Lichtwark  
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Geboren 14. November 1852
Geburtsort Hamburg-Reitbrook 
Gestorben 13. Januar 1914
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie
Der Sohn des Müllers Friedrich Carl Lichtwark und seiner zweiten Frau Helene Johanne Henriette, geb. Bach, kam im Alter von zwölf Jahren mit seiner Familie nach Hamburg, nachdem der Vater Hof, Mühle und Vermögen verloren hatte. Nach Schulabschluss war Alfred Lichtwark seit 1867 als Hilfslehrer tätig. Erst im Alter von 27 Jahren konnte er nach intensiven Privatstudien ohne Abitur die Universität Leipzig besuchen. 1885 wurde er dort mit der Arbeit "Die Kleinmeister als Ornamentisten" promoviert. Ein Jahr später wurde er zum ersten Direktor der Hamburger Kunsthalle berufen, die seit 1869 von einer Kommission verwaltet worden war. Er entwickelte diese in wenigen Jahren zu einem der führenden Museen Deutschlands. Dazu baute er u.a. die Gemäldegalerie mit deutscher Malerei des 19. Jahrhunderts und das Kupferstichkabinett aus. 1897 kaufte er als erster deutscher Museumsleiter ein Gemälde von Claude Monet. Alfred Lichtwark gilt als einer der Wegbereiter der Reform- und Museumspädagogik. Sein Blick beschränkte sich dabei nicht nur auf die hohe Kunst und die Kunsthalle, sondern galt auch Dingen wie der Amateurphotographie oder der Gartenkunst.
 
Kategorien Wissenschaft
Kunst
Wohlfahrt
Funktionen Kunstgeschichtswissenschaftler/in: -
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Carl Paul Malsch  
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Geboren 20. Mai 1916
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 13. September 2001
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Carl Malsch war ein evangelisch-lutherischer Theologe und von 1965 bis 1981 Hauptpastor der Hamburger Kirche St. Petri. Seine Eltern waren Anhänger der pietistisch ausgerichteten Landeskirchlichen Gemeinschaft Friedrich Heitmüllers (1888-1965). In der zugehörigen Sonntagsschule wurde Malsch durch den Jugendbund für entschiedenes Christentum geprägt, dessen Mitglieder sich als Bruderschaft mit dem Motto „Für Christus und die Kirche“ verstanden. Die Annäherung Heitmüllers an die Nationalsozialisten 1933 führte dazu, dass die Gruppe 1934 aus der Gemeinschaft austrat. Sie akzeptierte auch die Überleitung der evangelischen Jugend in die Hitler-Jugend nicht. Malsch übernahm bis zu seinem Abitur 1936 an der Oberrealschule St. Georg die Leitung der nun an die Hammer Kirchengemeinde angebundene Gemeinschaft.

Da ihm ein Lehramtsstudium aus politischen Gründen verwehr wurde, lernte Carl Malsch 1936 an der Kirchlichen Hochschule Bethel Latein, Griechisch und Hebräisch. Aufgrund einer Erkrankung wurde er nicht zum Militärdienst eingezogen. Ab 1938 studierte er Evangelische Theologie in Rostock, Berlin und Erlangen. Er gehörte zur Bekennenden Kirche und engagierte sich in der Studentengemeinde. 1939 wurde er Reichsobmann der Evangelischen Studentengemeinden. Im März 1941 absolvierte Carl Malsch das erste theologische Examen in Hamburg, wirkte im Reisedienst der Studentengemeinde, war Vikar in Hamburg-Hamm und bestand im März 1943 die zweite theologische Prüfung. Am 13. Juni 1943 wurde er durch Volkmar Herntrich ordiniert und zum Hilfsprediger ernannt; ein Jahr später wurde er zum Pastor ernannt. 1943 heiratete er die Pastorentochter Elisabeth Crusius. 1944/45 betreute Malsch Hamburger Evakuierte in Landshut/Isar in Bayern.

1945 kehrte er zurück und amtierte als Hilfsprediger, seit 1947 als Pastor an Maria Magdalenen in Klein Borstel. Von 1954 bis 1960 war er Studentenpastor an der Hamburger Universität. In dieser Funktion gründete er 1957 den Verein für ökumenische Studentenwohnheime, seit 2016 Carl-Malsch-Stiftung e.V., dessen Vorstand er auch nach seinem beruflichen Wechsel aktiv angehörte. Malsch wollte die Wohnungsnot der Schwarzafrikaner an der Universität lindern und durch das Zusammenleben von ausländischen und deutschen Studierenden die Völkerverständigung fördern.

Ab dem 1. Oktober 1960 wirkte Carl Malsch fünf Jahre als Propst an der Erlöserkirche in Jerusalem sowie als Bischof der Evangelisch-lutherischen Kirche in Jordanien, so dass er monatlich auch in Damaskus bzw. Amman predigte.

1964 wurde Carl Malsch zum Hauptpastor an St. Petri berufen, als der er von Dezember 1965 bis 1981 amtierte; zugleich war er Leiter der Hamburger Stadtmission. Als amtsältester Hauptpastor wurde Malsch 1975 der letzte Senior der Evangelisch-lutherischen Kirche im Hamburgischen Staate und vertrat den Bischof. In dieser Funktion wurde er Vorsitzender der Schule-Kirche-Kommission und des Kuratoriums sowie Mitglied des Verwaltungsrates des Rauhen Hauses.

Bei seiner Amtseinführung als Hauptpastor lernte er den damaligen Hamburger Innensenator Helmut Schmidt (1918-2015) kennen, wodurch eine freundschaftliche Verbundenheit entstand; Familie Schmidt besuchte regelmäßig dessen Weihnachtsgottesdienst in St. Petri. Malsch betonte die enge Verbindung von Amt und Gemeinde. Ihm war die Alltagskirche wichtig, daher führte er an Werktagen musikalisch umrahmte Andachten zu Alltagsthemen ein. Zu Beginn einer Legislaturperiode bot er Bürgerschaftsgottesdienste an. 1969 gründete er mit Pastor Dr. Gunnar von Schlippe (1927-2018) das Beratungs- und Seelsorgezentrum an St. Petri. Das von ihm mitbegründete Studentenwohnheim in Othmarschen wurde noch zu seinen Lebzeiten Carl-Malsch-Haus benannt.

 
Literaturhinweise Malsch Literatur.pdf
Kategorien Wohlfahrt
Religion
Funktionen Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: 1945 -
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Johann Friedrich Lorenz Meyer  
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Geboren 22. Januar 1760
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 21. Oktober 1844
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Friedrich Lorenz Meyer, geboren 22.1.1760 in Hamburg, gestorben 21.10.1844 ebd., Sohn des Hamburger Kaufmanns Johann Lorenz Meyer und dessen zweiter Frau Catharina Maria Kern. 1777-1782 Jurastudium in Göttingen mit abschließender Promotion. Nach ausgedehnten Auslandsreisen seit 1785 als Domherr in Hamburg ansässig. Vermählt 12.4.1785 mit der Professorentochter Friederike Amalie Sophie Boehmer. Umfangreiche literarische und gemeinnützige Tätigkeit. Johann Friedrich Lorenz Meyer publizierte u. a. 1801-02 die „Skizzen zu einem Gemälde von Hamburg“. Meyer hielt die Grabreden auf Friedrich Gottlieb Klopstock und Friedrich Ludwig Schröder
Lokale Referenzen
Johann Friedrich Lorenz Meyer war ein äußerst aktiver Freimaurer. 1779 wurde er während seines Studienaufenthaltes in Göttingen von Georg Ludwig Boehmer - sein Doktorvater und späterer Schwiegervater (siehe oben) - zum Freimaurer aufgenommen. 1780 beförderte ihn Boehmer zum Gesellen und 1781 erhob er ihn zum Meister. Am 7. März 1801 wurde Meyer in Hamburg von der Loge "Absalom zu den drei Nesseln" angenommen. In dieser Loge führte er als Meister vom Stuhl von 1804 bis 1806 den Hammer. Am 4. Februar 1811 war Meyer Mitbegründer der "Großen Loge zu Hamburg" und übernahm neben dem Großmeister Johann Philipp Beckmann das Amt des ersten Großaufsehers.
 
Kategorien Wirtschaft
Literatur
Wohlfahrt
Religion
Funktionen Kaufmann/-frau: -
Autor/in: -
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Professor Dr. h.c. Werner Otto  
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Geboren 13. August 1909
Geburtsort Seelow, Mark Brandenburg 
Gestorben 21. Dezember 2011
Todesort Berlin 
Kurzbiographie Prof. Dr. h.c. Werner Otto flüchtete nach dem zweiten Weltkrieg mit seiner Familie nach Hamburg, wo er zunächst eine Schuhfabrik gründete. Im August 1949 folgte die Gründung des „Werner Otto Versandhandel“, aus dem sich die heutige Otto Group entwickelte – eine von Hamburg aus weltweit tätige Unternehmensgruppe. Nur rund fünfzehn Jahre später, im Jahr 1965 gründete Werner Otto das Immobilienunternehmen Werner Otto Vermögensverwaltung GmbH, das heute unter dem Namen ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG firmiert und eines der erfolgreichsten europäischen Immobilienunternehmen ist. Daneben baute Werner Otto insbesondere das New Yorker Immobilienunternehmen Paramount Group, Inc. auf. Als Stifter trat Werner im Jahr 1969 mit der Gründung der "Werner Otto Stiftung" in Erscheinung. Diese fördert die medizinische Forschung in Hamburg. Darüber hinaus unterstützte Werner Otto diverse Projekte nicht nur in Hamburg, wo er beispielsweise auch die Neugestaltung des Jungfernstiegs unterstütze – er spendete zusammen mit seinem Sohn Alexander Otto 5 Millionen Euro. Werner Otto hat von der Universität Hamburg die Ehrendoktorwürde verliehen bekommen und die Freie und Hansestadt Hamburg würdigte Werner Otto mit dem Professorentitel. Er starb im Alter von 102 Jahren im Dezember 2011. Literaturhinweise/ Quellen: Stiftung „Lebendige Stadt“, Die Renaissance des Jungfernstieg“ Offizielle Webseite zu Werner Otto: www.werner-otto.de Webseite der Otto Group: www.ottogroup.com 
Lokale Referenzen

Spuren in Hamburg:

- Werner-Otto-Saal, Hamburger Kunsthalle

- seit 2014 ist im Bezirk Wandsbek die Werner-Otto-Straße

 
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Kaufmann/-frau: -
Anfang

 
Wilhelm David Otto Patow  
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Geboren 15. Februar 1847
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 29. April 1932
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Nach Beendigung der Lehre bei der Firma G. J. H. Siemers & Co. ging Otto Patow 1866 in die Vereinigten Staaten, zunächst nach New York, später nach Mobile, Alabama. 1869 kehrte er nach Hamburg zurück und trat er als Kommis in die Weinhandlung seines Vaters Hermann Ferdinand Otto Patow ein. Zu Beginn des Jahres 1878 liquidierte er diese und wurde Teilhaber der Weinhandlung seines Onkels Gerhard Julius Cords, D. A. Cords Söhne. Von 1893 bis 1899 war Otto Patow Mitglied der Handelskammer. Der Hamburgischen Bürgerschaft gehörte er von 1895 bis 1919 an (bis 1917 der Fraktion der Rechten, danach der Fraktion der Nationalliberalen) und der Finanzdeputation von 1899 bis 1907. Laut deren Staats- rat Leo Lippmann zeigte Patow „stets Verständnis für alle sozialen Fragen“ und war er der Auffassung, „daß öffentliche Gelder nicht nur für das unbedingt Lebensnotwendige verwandt werden dürften, sondern auch für die Förderung geistiger Belange“. So setzte er sich in der Kommission zur Erbauung eines Museums für Hamburgische Geschichte für den Bau eines repräsentativen Museumsgebäudes ein. Seit 1915 war er Mitglied der Kommission für Kriegsversorgung – einer besonderen Behörde für die Lebensmittelversorgung. Dem Kuratorium der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung gehörte er von 1910 bis 1929 an. 1918 zog sich Otto Patow aus dem aktiven Geschäftsleben zurück.

 
Literaturhinweise OttoPatow.pdf
Kategorien Politik
Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Kaufmann/-frau: -
Bürgerschaftsmitglied: 1895 - 1919
Anfang

 
Rudolf Hieronymus Petersen  
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Geboren 30. Dezember 1878
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 10. September 1962
Todesort Wentorf 
Kurzbiographie Rudolf Petersen wurde am 30.12.1878 in eine traditionsreiche Hamburger Familie geboren. Er war der Bruder des Ersten Bürgermeisters von Hamburg Carl Petersen. Erste Berufserfahrungen sammelte er in Paris und Sibirien als Kaufmann. 1911 gründeter er die Firma Rudolf Petersen & Co. Aus gesundheitlichen Gründen vom Kriegsdienst befreit, war er vor allem in der Betreuung russischer Kriegsgefangener tätig. Von der Berliner Regierung wurde er nach dem Frieden von Brest-Litowsk nach Moskau geschickt und mit der Heimschaffung der Kriegs- und Zivilgefangenen beauftragt. Als Petersen hiervon zurückkehrte, gründete er in Hamburg den „Bund zur Wahrung der Interessen aus russischer Gefangenschaft Heimgekehrter“. In den 1920er Jahren war im Übersee-Club, Hamburger Nationalclub von 1919 und Exporteur-Verein tätig. Nach Kriegsende im Mai 1945 wurde Petersen von den britischen Besatzern zum Ersten Bürgermeister ernannt. Nachdem die Gründung einer „Partei der Arbeit“ und „Union der Christlichen und Freien Demokraten“ gescheitert war, trat er der CDU bei. Petersen hatte das Amt als Bürgermeister bis Oktober 1946 inne, Mitglied der Bürgerschaft blieb er noch bis 1949. In der darauffolgenden Zeit war er Mitglied diverser Aufsichtsräte, Vizepräses der Handeslkammer und Präsident des Übersee-Clubs. Er verstarb am 10.9.1962 in Wentorf. 
Literaturhinweise Rudolf Petersen_Literaur.pdf
Kategorien Politik
Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Bürgerschaftsmitglied: -
Bürgermeister/in: 15. Mai 1945 - 15. November 1946
Anfang

 
Georg Poensgen  
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Geboren 07. Dezember 1889
Geburtsort Düsseldorf 
Gestorben 11. Januar 1974
Todesort Heidelberg 
Kurzbiographie Der Direktor des Städtischen Kurpfälzischen Museums Georg Poensgen studierte Kunst und Kunstgeschichte und promovierte zum Doktor der Philosophie. Seine Verdienste und seine Verbundenheit zur Universität Heidelberg erklärte sie ihn zum Ehrensenator und Ehrenbürger. Zudem gründete das Ehepaar Poensgen noch zu Lebzeiten die „Georg und Emma Poensgen- Stiftung“ mit dem Zweck der Altenpflege.  
Lebensbeschreibungen Georg Poensgen.pdf
Kategorien Wohlfahrt
Funktionen Kunstgeschichtswissenschaftler/in: -
Anfang

 
Dr. phil. Dr. h.c. Friedrich Gottlieb Theodor Rode  
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Geboren 21. Juli 1855
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 14. Juni 1923
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Friedrich Rode war als Hauptpastor der Kirche St. Petri einer der markantesten Prediger in Hamburg und ein einflussreicher Politiker, der theologischen Liberalismus mit politischen Konservatismus verband. Nach der Reifeprüfung am Hamburger Johanneum studier­te er Theo­logie und Philosophie in Zürich, Leipzig und Jena, wo er 1877 zum Dr. phil. promo­viert wurde. 1878 legte er die Theologische Prüfung ab und wurde 1880 zum dritten Diaco­nus an der Hamburger Hauptkirche St. Pe­tri ernannt. Vier­zehn Jahre nach seinem Amtsantritt wurde er dort 1894 zum Haupt­pastor berufen. Von 1910 an war Rode Mit­glied des Kir­chenra­tes, dane­ben gehörte er der Synode an und hatte ab dem 27. Oktober 1920 das Amt des Seniors der Landeskirche inne; von 1919 bis 1921 war er Mitglied des Deutschen Evangelischen Kirchentages.

Rode wollte die Entfremdung von den einfa­chen Leuten und die Loslö­sung der Gebildeten von der Kirche überwinden. Er bemühte sich um eine Hebung der Schulbildung und eine Verbesserung der Wohnverhältnisse der einfachen Bevölkerung. Er war Vorsitzender der Pestalozzi-Stiftung sowie des „wohlthätigen Schulvereins zu Hamburg“; während der Choleraepidemie von 1892 engagierte er sich als Helfer.

1895 wurde Rode in die Hamburgi­sche Bürger­schaft ge­wählt, wo er sich der Frak­tion der Rechten an­schloss und 1918 die Natio­nalli­be­ralen führte. Von 1919 bis zu seinem Tode 1923 war er Frakti­onsvor­sitzender der Deut­schen Volks­par­tei. Darüber hinaus leitete er zeit­weise den „Reichstagswahlverein von 1884“ und war Schrift­führer, seit 1898 Vorsit­zender des Hamburger Hauptver­eins sowie ab 1912 Mitglied des Zentral­vor­standes des „Evan­geli­schen Bundes“. Im Januar 1919 unterzeichnete er den Gründungsaufruf für eine Ortsgruppe Hamburg der Antibolschewistischen Liga. Rode engagierte sich politisch vor allem in Bildungsfra­gen und sozialen Angelegenheiten. ­ Seit 1892 war er Mit­glied der Ober­schul­behör­de und als sol­ches ab 1897 in der Kommis­sion für das Allge­meine Vorle­sungswe­sen, wo er seitdem Theologie lehrte. Von 1914 bis 1917 leitete er eine gemischte Kommis­sion aus Vertretern der Oberschulbehörde und der Schulsynode, die über re­formpäd­agogische Schul­versuche berieten. Von November 1918 bis Januar 1919 zählte Rode zu einer Kommis­sion der Ober­schul­­be­hör­de, die über die Forderungen des revo­lutionären Lehrer­ra­tes beraten soll­te. Weiter­hin gehör­te er u.a. dem Bürgerausschuss, der Behör­de für öffentli­che Ju­gend­für­sorge, dem Waisen­haus­kollegi­um, der Kommis­sion für das Museum für Hamburgische Ge­schichte und dem Kurato­rium des Schwesternverbandes der ham­burgi­schen Staatskrankenanstalten an.

Zu seinem 25-jährigen Jubilä­um als Pastor rich­teten Freunde und Gemeindemitglieder durch Spenden eine „Haupt­pastor Rode-Stiftung“ ein. 1906 ernannte ihn die Theolo­gische Fakul­tät in Jena zum Ehrendoktor, 1921 wurde er Ehren­mitglied der Hamburgischen Universi­tät.

 
Literaturhinweise Rode Literatur.pdf
Kategorien Politik
Wohlfahrt
Religion
Bildungswesen
Funktionen Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: 1880 - 1920
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Karl Heinrich Schmilinsky  
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Geboren 15. Juni 1818
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 20. April 1891
Todesort Montreux 
Kurzbiographie Karl Heinrich Schmilinsky, geboren 15.6.1818 in Hamburg, gestorben 20.4.1891 in Montreux, Sohn des Hamburger Kaufmanns Johann Nicolaus Schmilinsky und der Margaretha Oldenburg. Nach Kaufmannslehre als Kaufmann in Mexiko, später in Hamburg tätig. Vermählt 26.10.1853 mit Cäcilie Tanner. Gründer der Heinrich-Schmilinsky-Stiftung zur Unterstützung unversorgter junger Mädchen während der beruflichen Ausbildung und pensionierter Lehrerinnen und Gouvernanten. 
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
- in St. Georg ist seit 1899 die nach ihm benannte Schmilinskystraße.  Ergänzt 2017 um seine Ehefrau Amalie Cäcilie Schmilisky, geb. Tanner (1833-1916), die gemeinsam mit ihrem Gatten das Stift gründete
 
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Abraham Philipp Schuldt  
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Geboren 09. April 1807
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 29. Februar 1892
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Abraham Philipp Schuldt war ein Hamburger Kaufmann und Stifter. Sein Vater, Joachim Michael Schuldt, war der Alleininhaber der Firma J. C. Haack & Schuldt, einem Kommissions- und Speditionsgeschäft. Überwiegend hat sich die Firma mit dem Import russischen Getreides beschäftigt. Er hatte einen älteren Bruder, Martin Heinrich Schuldt. Die Kindheit verlebten die beiden Brüder in der sogenannten Hamburger Franzosenzeit. Kurz vor seinem Tod gründete er die „Abraham Philipp Schuldt-Stiftung“. Sie soll günstige Wohnungen für bedürftige Hamburger bauen. 

 
Lokale Referenzen Bei Schuldts Stift, Neustadt, seit 1896
 
Lebensbeschreibungen Abraham Philipp Schuldt.pdf
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen
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Dr. Hans-Joachim Siegfried Seeler  
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Geboren 09. August 1930
Geburtsort Lauenburg 
Gestorben 22. September 2015
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Hans-Joachim Seeler war ein Hamburger Jurist und Politiker. Nach diversen kriegsbedingten Schulwechseln legte der Pastorensohn 1949 am Matthias-Claudius-Gymnasium in Wandsbek die Reifeprüfung ab. Er begann das Jurastudium in Kiel und wechselte 1951 nach Hamburg. Im Juli 1953 legte er dort das erste Staatsexamen, 1958 das zweite ab. In Kiel wurde er 1956 promoviert. Seit 1954 war er wissenschaftliche Hilfskraft bzw. Assistent an der Forschungsstelle Völkerrecht der Universität Hamburg. In diesem Zusammenhang verfasste er Abhandlungen zum Staatsangehörigkeitsrecht. Von 1958 bis 1960 war er Richter am Landgericht und in der Gnadenabteilung der Landesjustizverwaltung. Von 1960 bis 1967 wirkte er als Kirchenrat und Oberkirchenrat für Bauangelegenheiten und Finanzen im Hamburger Landeskirchenamt.

1957 trat Seeler in die SPD ein, was für einen Pastorensohn ungewöhnlich war und auch in der Kirche kritisch gesehen wurde. Im SPD-Distrikt Hamburg-Bramfeld-Süd war er Vorsitzender. Von 1968 bis 1980 war er Kreisvorsitzender der SPD-Wandsbek und von 1968 bis 1989 Mitglied des Landesvorstandes der SPD. 1966 zog Seeler als Abgeordneter in die Hamburger Bürgerschaft ein, der er bis 1979 angehörte. Von 1967 bis 1972 war er Senator der Gesundheitsbehörde, von 1973 bis 1974 der Justizbehörde und von 1974 bis 1978 der Finanzbehörde. Von 1979 bis 1989 gehörte er dem Europa-Parlament an, wo er in diversen Ausschüssen mitarbeitete.

Seeler war Mitbegründer, Kuratoriumsmitglied und von 1987 bis 2006 Präsident des Europakollegs. 2010 wurde der Hörsaal des Internationalen Studienprogramms des Europa-Kollegs nach ihm benannt. Seeler war im Präsidium der Europa-Union und veröffentlichte zahlreiche Schriften und Forschungsbeiträge zur Geschichte und Politik Europas.

Seine Ehrenämter waren zahlreich, z.B. war er von 1974 bis 1978 Mitglied des Wissenschaftsrates. Von 1978 bis 1994 war er Vorsitzender der Universitätsgesellschaft Hamburg. Er gehörte seit 1990 dem Vorstand der F.v.S.-Stiftung (Alfred C. Toepfer) an und war Vizepräsident der Stiftung Kreis Herzogtum Lauenburg und Präsident des Kuratoriums der deutsch-französischen Gesellschaft Cluny.

In der Hauptkirche St. Katharinen war er von 1997 bis 2008 im Kirchenvorstand. Er gehörte von 2004 bis 2009 als stellvertretendes Mitglied der Kirchenkreissynode des Kirchenkreises Alt-Hamburg an. Von 1997 bis 2006 war er Mitglied des Kollegiums der Oberalten, wurde 1998 Mitglied des Verwaltungsrates und 2003 Vizepräses.

 
Literaturhinweise Seeler Hans-Joachim Literatur.pdf
Kategorien Politik
Wohlfahrt
Justiz
Religion
Funktionen Richter/in: 1958 - 1960
Senator/in: 1967 - 1978
Bürgerschaftsmitglied: 1966 - 1979
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Heinrich Matthias Sengelmann  
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Geboren 25. Mai 1821
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 03. Februar 1899
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Heinrich Matthias Sengelmann kam in Hamburg zur Welt. Sein Vater war ein Gastwirt und Viehhändler. Nach der Schule fing er an Theologie an der Universität Leipzig zu studieren. Jahre später war er als Hauslehrer in Hamburg tätig. 1853 wurde er Pastor der St. Michaelis-Kirche. In Moorfleet errichtete er eine christliche Arbeitsschule, welche er im Laufe der Zeit immer weiter ausbaute bis es schließlich zu den Alsterdorfer Anstalten wurde. Zu Sengelmanns Lebzeiten wohnten dort mehr als 600 geistig, körperlich und seelisch behinderte Kinder und Erwachsene und 140 Mitarbeiter. Nach Sengelmanns Tod vermachte er sein Vermögen der Alsterdorfer Anstalten, der heutigen Evangelischen Stiftung Alterdorf.  
Lokale Referenzen

Sengelmannbrücke, Alsterdorf, seit 1922

Sengelmannstraße, Alsterdorf, seit 1899

 
Kategorien Wohlfahrt
Funktionen
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Edmund Julius Arnold Siemers  
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Geboren 12. März 1840
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 20. November 1918
Todesort Altona-Othmarschen 
Kurzbiographie Bereits im Alter von 21 Jahren eröffnete Edmund Siemers eine eigene Firma, die sich dem Petroleumimport widmete. 1864 wurde er dann Teilhaber, 1876 Alleininhaber der von seinem Großvater begründeten Firma G. J. H. Siemers & Co. Mit seinem Einstieg 1864 begann deren wichtigste und mit Abstand erfolgreichste Epoche, in der Siemers den Petroleumhandel in Deutschland zu hoher Blüte führte. Als erster Hamburger Reeder ließ er zwischen 1887 und 1890 drei eigene Tankdampfer bauen. Nachdem die Petroleumgeschäfte seiner Firma 1891 auf die Deutsch-Amerikanische Petroleum-Gesellschaft übergegangen waren, spezialisierte er sich auf den Salpeterimport und dessen Vertrieb, in späteren Jahren dann auf Grundstücks- und Baugeschäfte. Vor allem aber trat er in den 1890er Jahren als Stifter in die Öffentlichkeit, der 1896 den Bau einer der ersten Lungenheilstätten in Deutschland ermöglichte, Edmundsthal-Siemerswalde in Geesthacht, und 1907 das Vorlesungsgebäude auf der Moorweide finanzierte, welches bis heute „die Universität“ in Hamburg darstellt. Anlässlich der Einweihung des Gebäudes im Mai 1911 erhielt Siemers die selten verliehene Hamburgische Ehrendenkmünze in Gold. Bereits 1907 hatte der Senat beschlossen, ihm zu Ehren einen Teil der Grindelallee in Edmund-Siemers-Allee umzubenennen. Auch in der bürgerlichen Selbstverwaltung und der hamburgischen Politik war Siemers aktiv. So gehörte er der Hamburgischen Bürgerschaft von 1892 bis 1918 als Mitglied der Fraktion der Rechten und der Finanzdeputation von 1898 bis 1906 an. Ausführliche Biographie
 
Lokale Referenzen

Spuren in Hamburg:

- seit 1907 ist in Rotherbaum die Edmund-Siemers-Allee

- Edmund Siemers-Stiftung

- Villensiedlung Siemershöh

 
Literaturhinweise EdmundSiemers.pdf
Kategorien Wissenschaft
Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Kaufmann/-frau: -
Bürgerschaftsmitglied: 1898 - 1906
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Kurt Siemers  
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Geboren 30. Juli 1873
Geburtsort Övelgönne 
Gestorben 14. Mai 1944
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Kurt Siemers war der Sohn des Kaufmanns und Reeders Edmund Siemers, der Inhaber der Fa. G.J.H. Siemers in Hamburg und seiner Frau Susanne. Er selbst war seit 1904 mit Olga, geb. Donner, verheiratet. Das Ehepaar hatte drei Kinder, eine Tochter und zwei Söhne. Kurt Siemers ging auf die Gelehrtenschule des Johanneums,  später besuchte er das Wilhelm-Gymnasium in Hamburg. Darauf folgte ein Studium der Rechtswissenschaften in Heidelberg, Straßburg und Berlin. Im Jahr 1897 wurde Kurt Siemers Referendar in seiner Heimatstadt Hamburg, im gleichen Jahr wurde er in Leipzig zum Dr. jur. promoviert. 1904 wurde er Mitinhaber der 1811 gegründete Firma G. J. H. Siemers & Co. (Reederei, Bank und Einfuhr) in Hamburg. Nachdem sein Vater verstorben war, wurde er Alleininhaber. Im Jahre 1919 gründete er die Edmund-Siemers-Stiftung. Die Stiftung engagiert sich für folgende gemeinnützige Zwecke: Europäische  Integration, Jugend- und Gemeinwesensarbeit, Natur- und Gewässerschutz sowie Kunst in der Natur.
 
Lokale Referenzen  
Kategorien Wohlfahrt
Funktionen Kaufmann/-frau: -
Reeder: -
Bankier: -
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Helene Sillem  
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Geboren 02. August 1871
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie
 

  
1919 wurde die in der  Hagedornstraße 20 im vornehmen Stadtteil Harvestehude wohnende Helene Sillem zur Kirchenvorsteherin von St. Jakobi gewählt. Sie kam aus einem gläubigen Elternhaus. Ihr Vater, Dr. Carl Hieronymus Wilhelm Sillem, hatte Theologie studiert und später die Bülowsche Erziehungsanstalt für Knaben in Bergedorf übernommen. 1875 war er Oberlehrer an der Höheren Hamburger Bürgerschule geworden und hatte die Geschichte der hamburgischen Reformation geschrieben.
„Fräulein“ Helene Sillem war sechzehn Jahre lang Vorsitzende der im Jahre 1900 gegründeten sozial engagierten  Ortsgruppe Hamburg des Deutsch-Evangelischen Frauenbundes (DEF). Die Konfessionszugehörigkeit spielte für den DEF eine wichtige Rolle. Denn die Mitglieder wollten nicht nur helfen, sondern auch sittlich und religiös wirken.
Helene Sillem kümmerte sich besonders um die Deutsch-Evangelischen Arbeiterinnenvereine. Der DEF gründete in der Marschnerstraße 17 im Stadtteil Barmbek einen Arbeiterinnenverein für Hamburg und Umgebung und in der Freiligrathstraße im Stadtteil Hohenfelde einen Verein für Hausgehilfinnen. Außerdem wurden für Arbeiterinnen Teeabende veranstaltet und ein Abendheim für gewerblich beschäftigte Mädchen eingerichtet. 1902 gründete der DEF an der Jakobi Kirche eine Näh- und Flickschule mit dem Ziel, arbeitslosen Frauen durch Handarbeit Verdienst zu verschaffen und sich in der Näharbeit weiter fortzubilden, um später einen besseren Lohn zu erlangen. 
1923 legte Helene Sillem die Leitung der Ortsgruppe des DEF nieder, blieb aber Vorsitzende des Nordverbandes der neunzehn benachbarten Ortsgruppen, außerdem wurde sie 1931 in den Vorstand des Volkswachtbundes gewählt.
Helene Sillem setzte sich auch für eine bessere Stellung von Theologinnen in der Kirche ein. Nachdem Sophie Kunert (1896–1960) am 5. Februar 1928 von der evangelischen Kirche als erste Theologin eingesetzt worden war, durfte sie weder das Wort verkünden, noch die Sakramente verwalten. Theologinnen erhielten lediglich den Status einer Pfarramtshelferin. Helene Sillem äußerte sich dazu in ihrem Aufsatz „Das Pfarramt der Frau in Hamburg“, der im Mai 1928 in der Evangelischen Frauenzeitung erschien: „So ist der Raum, der dem Pfarramt der Frau in der Hamburgischen Landeskirche zur Entfaltung eingeräumt ist, eng. Dieser jungen Pflanze wird im Garten der Kirche nur ein bescheidenes Plätzchen zugewiesen, und es ist für die Pionierinnen, die dieser Pflanze gern zu raschem Wachstum verhelfen möchten, schwer, sich mit dem engen Raum zu befreunden. Aber ist es nicht so, daß kräftige Pflanzen sich doch in ihrem Wachstum durchsetzen, wenn sie zuerst ihre Wurzeln recht tief und fest in die Erde gesenkt haben?“
Text: Rita Bake
  
 
Kategorien Wohlfahrt
Religion
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Prof. Dr. Dr. h.c. Dorothee Marie Mathilde Hildegard Sölle (eig. Steffensky), geb. Nipperdey, gesch. Sölle  
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Geboren 30. September 1929
Geburtsort Köln 
Gestorben 27. April 2003
Todesort Göppingen 
Kurzbiographie

Dorothee Sölle war eine in Hamburg aktive lutherische Theologin und Schriftstellerin. Von 1949 bis 1951 studierte sie Philosophie, Germanistik und Klassische Philologie in Köln und Freiburg, von 1951 bis 1954 Evangelische Theologie und Germanistik in Göttingen. 1954 wurde sie in Göttingen promoviert und legte das Staatsexamen ab. Von 1954 bis 1960 unterrichtete sie in Köln die Fächer Religion und Deutsch. Sie heiratete den Maler Dietrich Sölle, mit dem sie drei Kinder hatte. 1965 trennten sie sich. 1969 heiratete Sölle den Hamburger Universitätsdozenten Fulbert Steffensky, sie hatten eine Tochter. 1960 wurde sie freie Mitarbeiterin für Rundfunk und Zeitschriften, 1962 bis 1964 war sie Assistentin am Philosophischen Institut der Technischen Universität Aachen, von 1964 bis 1967 Studienrätin im Hochschuldienst am Germanischen Institut der Universität Köln, an der sie sich 1971 mit einer literaturwissenschaftlichen Arbeit über das Verhältnis von Theologie und Dichtung nach der Aufklärung habilitierte. Von 1972 bis 1975 hatte sie einen Lehrauftrag an der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Mainz, von 1975 bis 1987 war sie Professorin für Systematische Theologie am Union Theological Seminary in New York, 1987/88 Gastprofessorin an der Gesamthochschule Kassel und 1991/92 Gastprofessorin an der Universität Basel. An der Universität Hamburg wirkte sie ab 1979 als Lehrbeauftragte für Praktische Theologie, ab 1994 mit dem Professorentitel versehen.

Theologisch führte Dorothee Sölle das Programm der Entmythologisierung Rudolf Bultmanns provokant weiter. 1965 schrieb sie das Buch „Stellvertretung. Ein Kapitel Theologie nach dem Tode Gottes“ und publizierte 1968 Beiträge zur Theologie unter dem Titel „Atheistisch an Gott glauben“. Ihr Ziel war es, Menschen eine Brücke zu bauen, die nicht im kirchlichen Sinne religiös waren. Eine weltweite Friedens- und Gerechtigkeitsvorstellung prägte ihre Theologie. Zusammen mit dem katholischen Theologen Johann Baptist Metz zählt Dorothee Sölle zu den führenden Vertretern der Politischen Theologie – 1971 erschien ihre gleichnamige Schrift, in der sie in der Auseinandersetzung mit der Theologie Bultmanns die Grundlagen einer Theologie nach Auschwitz in einer demokratischen Gesellschaft entwickelte.

Die engagierte Feministin reiste mehrfach nach Lateinamerika, u.a. 1978 als Mitglied einer Menschenrechtsdelegation nach Chile, 1984 als internationale Beobachterin der Wahlen nach Nicaragua, und nach Asien, wo sie mit einer Abordnung der „Hilfsaktion Vietnam e.V.“ im Frühjahr 1974 Vietnam bereiste. Schon frühzeitig engagierte Sölle sich auch politisch: 1958 reiste sie mit einer der ersten deutschen Gruppen nach Auschwitz und setzte sich mit der damals von der Mehrheit der Deutschen verdrängten Schuld an der Judenvernichtung auseinander. Als Reaktion auf den Vietnam-Krieg initiierte sie mit anderen in Köln 1968 das Politische Nachtgebet, das bis 1972 bestand. Nachhaltig engagierte sie sich für die Friedensbewegung und sprach auf zahlreichen Kundgebungen. 1985 und 1988 wurde sie strafrechtlich verurteilt wegen versuchter Nötigung im Kontext der Proteste gegen Stationierung von Pershing-I-Raketen bzw. gegen US-Giftgasdepots in Deutschland.

Sölle besaß viele enge Kontakte in den Bereich der Literatur, u. a. war sie seit 1967 mit Heinrich Böll befreundet. Sie selbst publizierte zahlreiche Gedichtbände, u. a. „Die revolutionäre Geduld“ (1974). Ihre meditativen Texte und Gebete wurden stilbildend und fanden gerade in den feministisch-theologischen Liturgien der achtziger Jahre Eingang. Mit über 40 Büchern, von denen viele ins Englische, Spanische und Japanische übersetzt wurde, war sie eine der meist gelesenen Theologinnen und Theologen Deutschlands und wirkte nachhaltig in den anglo-amerikanischen Bereich. Am 27. April 2003 starb Dorothee Sölle auf einer Vortragsreise; in der Evangelischen Akademie Bad Boll hatte sie ihren letzten Vortrag mit dem Titel „Über das Glück“ gehalten.

Dorothee Sölle wurde vielfach ausgezeichnet: Seit 1970 war sie Mitglied des P.E.N. Zentrums Deutschland. 1974 erhielt sie die Theodor-Heuss-Medaille, 1977 die Ehrendoktorwürde der Faculté Protestante de Paris, 1981 das Stipendium des Lessing-Preises der Freien und Hansestadt Hamburg, 1982 den Droste-Hülshoff-Preis der Stadt Meersburg. 1994 verlieh ihr der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg den Ehrentitel „Professor“. 2005 wurde das Zentrum für Kirche und Diakonie in Altona in Dorothee-Sölle-Haus benannt.

 
Literaturhinweise Sölle Literatur.pdf
Kategorien Wissenschaft
Literatur
Wohlfahrt
Religion
Bildungswesen
Funktionen Hochschullehrer/in: 1964 -
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Ernst Georg Sonnin  
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Geboren 10. Juni 1713
Geburtsort Quitzow b. Perleburg 
Gestorben 08. Juli 1794
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Ernst Georg Sonnin, geb. 10.6.1713 in Quitzow b. Perleburg, gest. 8.7.1794 in Hamburg, Sohn des Pastors Johann Sonnin und der Rahel Elisabeth Struensee. Nach Studium in Halle und Jena 1737 Rückkehr nach Hamburg, zunächst als Hauslehrer tätig, dann Einrichtung einer mechanischen Werkstatt, Tätigkeit als Geodät und Geometer, ab 1750 als Baumeister und Architekt. Sein Hauptwerk in Hamburg der Neubau der Großen Michaeliskirche. 
Lokale Referenzen
Ernst Georg Sonnin soll Mitglied in der Freimaurer-Loge "Absalom zu den drei Nesseln" gewesen sein. Ein verbindlicher Eintrag in einem Matrikel-Verzeichnis liegt nicht vor. Er hat sich mit vielen Personen umgeben, die zu seiner Zeit dem Bund der Freimaurer angehörten. Zum Beispiel mit Johann Georg Büsch, mit dem er am 11. April 1765 die Patriotische Gesellschaft gegründet hatte.
 
Spuren in Hamburg:
- in Hammerbrook ist seit 1843 die nach ihm benannte Sonninstraße
- in der Sonninstraße trägt ein Kontorhaus den Namen Sonninhof
- an die Sonninstraße grenzt der Sonninkanal
- in der Rathausdiele befindet sich an einer Säule sein Portrait-Relief
- an der Hauptkirche St. Michaelis befindet sich sein Portrait-Relief
- in der Carl-Toepfer-Stiftung ist das Haus Peterstraße 32 Ernst Georg Sonnin gewidmet
- an der Fassade des Museums für Kunst und Gewerbe ist sein Portrait-Relief
 
Kategorien Architektur
Wohlfahrt
Funktionen Architekt/in: -
Anfang

 
William Stern  
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Geboren 29. April 1871
Geburtsort Berlin 
Gestorben 27. März 1938
Todesort Durham, North Carolina 
Kurzbiographie

 

William Stern war der Sohn des jüdischen Ehepaares Rosa und Sigismund Stern. Er studierte in Berlin Philologie, Philosophie und Psychologie. Verheiratet war er mit Clara Joseephy, mit der er zusammen drei Kinder hatte. William Stern hat 1912 den Intelligenzquotienten erfunden und erschuf somit ein Instrument zur Messbarkeit der Intelligenz. Des Weiteren war er auch in der Lage, die Entwicklung der Sprache aufzuzeichnen. Zudem bildete er Lehrer aus, testete Piloten, unterstützte Gerichtsgutachter und vermittelte Schüler an die passenden Schulen. Stern war ein internationaler hoch anerkannter Wissenschaftler und wurde daher 1916 auf den Lehrstuhl für Philosophie und Psychologie am Hamburgischen Koloniaintstitut berufen. Dies war eine Vorgängereinrichtung der Universität Hamburg, an deren Gründung William Stern 1919 entscheidend beteiligt war.  
Lokale Referenzen

Sterntwiete, Bergedorf/Lohbrügge, seit 1964

 
Kategorien Wohlfahrt
Funktionen
Anfang

 
Dr. Helga Stödter, geb. Kloninger  
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Geboren 09. März 1922
Geburtsort Berlin 
Gestorben 29. Mai 2011
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Helga Stödter entstammte einer Berliner Familie des Bildungsbürgertums. Die Eltern förderten und erzogen sie zu einer kritischen Haltung gegenüber dem NS-Regime.
Helga Stödter studierte Auslandswissenschaften, wechselte dann zur Volkswirtschaft und später ins Fach Jura.
Helga Stödter war zweimal verheiratet: 1949 heiratete sie in erster Ehe einen Arzt und bekam mit ihm eine Tochter. In zweiter Ehe war sie mit dem Hamburger Reeder und Juristen Rolf Stödter (1909-1993) verheiratet. 
Helga Stödter führte ein Leben als Mutter von drei Töchtern, Ehefrau und Anwältin. Hinzu kamen zahlreiche Ehrenämter, die sie wahrnahm. So widmete sie sich der Situation alleinstehender Mütter und wurde 1972, als sich der „Verband für alleinstehende Mütter Landesverband Hamburg e.V.“ gründete, dessen Vorsitzende. Der Verband erreichte z. B., dass die Wohnungsbaugenossenschaft „Neue Heimat“ im Hamburger Stadtteil Lohbrügge-Nord ein Service-Haus baute, in dem 96 Wohnungen für alleinerziehende Mütter mit Kindern vorgesehen wurden. Es gelang Helga Stödter darüber hinaus gemeinsam mit dem Landesverband Hamburg und einem Hamburger Amtsvormund die Unterhaltsvorschusskasse als Modellversuch in Hamburg einzuführen, die sich dann später bundesweit durchsetzte. Durch diese Kasse können alleinerziehende Mütter Gelder für ihre Kinder bekommen, wenn die Väter keinen Unterhalt zahlen.
1984 rief Helga Stödter gemeinsam mit anderen Frauen und Männern in London das EWMD (European Women’s Management Development Network) ins Leben und wurde zur ersten Präsidentin gewählt. 1987 initiierte sie die Gründung von FIM, der Vereinigung von Frauen im Management. Ein Jahr später, 1988, gründete sie mit einem Stiftungskapital von 50.000 DM die Helga Stödter Stiftung, dessen Ziel ist, Frauen in Führungspositionen zu fördern, Informationen, Beratung, Ermutigung und Unterstützung zu geben. Seit März 2012 zeichnet die Helga Stödter-Stiftung mit dem bundesweit einmaligen Helga-Stödter-Preis der Handelskammer Hamburg für Mixed Leadership Mitgliedsunternehmen aus, die sich vorbildlich für ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern in Führungspositionen einsetzen und das Prinzip des „Mixed Leadership“ in ihrer Personalstruktur realisiert haben.

Für ihr Engagement erhielt sie mehrere Auszeichnungen, so z. B. das Bundesverdienstkreuz am Bande.


 

Text: Rita Bake

 
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Rechtsanwalt/in: -
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Georg Hermann Stoltz  
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Geboren 11. November 1845
Geburtsort Melle 
Gestorben 12. Dezember 1939
Todesort Wentorf 
Kurzbiographie Hermann Stoltz verließ 1863 das Gymnasium Johanneum in Lüneburg mit Primareife. Er begann eine Lehre bei der Bremer Importfirma F. W. Helmers & Sohn, die er nicht beendete, und ging 1866 nach Rio de Janeiro. Dort trat er in die deutsch-brasilianische Handelsfirma Brandes Kramer & Ferreira ein und wurde schon bald deren Teilhaber. 1884 erfolgte die Umbenennung in Herm. Stoltz & Cie., gleichzeitig wurde eine Filiale in Hamburg gegründet und Stoltz zog mit seiner Familie in die Hansestadt. Die Firma eröffnete weitere Niederlassungen, u. a. in Sao Paulo und Recife, und wurde zum bedeutendsten Hamburger Exporteur für Brasilien. Später importierte sie auch brasilianische Waren nach Deutschland. Außerdem beteiligte sie sich an brasilianischen Industrieunternehmen, fungierte als Agent für diverse internationale Versicherungsgesellschaften und war im Schifffahrtsgeschäft tätig. 1915 gründete Stoltz eine Stiftung, deren Erträge Schülern des Johanneums in Lüneburg zugutekamen. Außerdem engagierte er sich für Kirchen und Krankenhäuser. Politisch vertrat er als Mitglied des Hamburger Nationalklubs von 1919 konservativ-autoritäre Gedanken. Ausführliche Biographie
 
Literaturhinweise Literatur zu Hermann Stoltz.pdf
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Ludwig Tillmann  
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Geboren 21. März 1851
Geburtsort Bad Dürkheim 
Gestorben 01. Dezember 1924
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Der aus einer jüdischen Familie stammende Ludwig Tillmann wurde 1881 Direktor der Anglo-Deutschen Bank und 1892 Filialdirektor bei der Dresdner Bank. 1894 machte er sich als Fondsmakler selbstständig und gründete das Bankhaus Ludwig Tillmann. Dieses pflegte hauptsächlich Auslandsbeziehungen zu kaufmännischen Kreditgebern, besonders zum Londoner Bankhaus William Brand’s Sons & Co. Zusammen mit seiner Gattin Rosalie, geborene Baer, und seinen drei Kindern wohnte Tillmann seit 1891 in der Hochallee 70. Er besaß eine der großen Porzellansammlungen in Hamburg und war seit 1917 Mitglied im Kunstverein. Außerdem engagierte er sich in der Patrio- tischen Gesellschaft. Sein Sohn Georg, seit 1910 Mitinhaber des väterlichen Bankhauses, wanderte 1941 in die USA aus und verstarb im selben Jahr in New York. 
Literaturhinweise LudwigTillmann.pdf
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Bankier: -
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Henriette Marianne Timm  
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Geboren 08. Februar 1913
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 01. November 1993
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Marianne Timm war eine evangelische Theologin, die besonders durch ihren Einsatz für junge Menschen sowie ihr Engagement für Israel und die christlich-jüdische Zusammenarbeit bekannt wurde. Sie zählt zu den Vorkämpferinnen für die Gleichberechtigung der Theologin­nen, spielte bis zum Beginn der fünfziger Jahre eine zentrale Rolle in der evangelischen Studen­tinnenbewegung sowie der Studierendenseelsorge und wirkte anschlie­ßend vor allem im Bereich der Religionspädagogik. Nach dem Theologiestudium absolvierte sie 1937 die erste theolo­gische Prüfung in Hamburg und 1939 die zweite in Hannover. Sie konnte als Vikarin in ihrer Hamburger Gemeinde weiterarbeiten und gleichzeitig bis 1949 in der Studenten­seelsorge tätig sein. 1941 begann sie ihre Tätigkeit als Reisese­kretärin für die Evange­lischen Studenten­ge­meinden und organi­sierte mindestens zweimal im Jahr illegale Tagungen für 30 bis 50 Vertrauensstudentinnen. Die dabei gesam­melten Kollekten wurden zum Erwerb von Lebensmittel­gutscheinen für versteckt lebende Juden verwendet. 1946 untersagte ihr die Hamburger Kirchenleitung ihre überregionale Reisetätigkeit und das Abhalten von Andachten und Bibel­stunden, die ihr während des Zweiten Weltkriegs noch zugestanden worden waren. 1949 wechsel­te Timm an die Evange­lische Akademie Hamburg, wo sie für Religions­pädagogik zustän­dig war; später übte sie diese Funktion am neugeschaffenen Katechetischen Amt aus. 1970 wurde sie als erste Theologin in den Kirchenrat gewählt, zugleich gehörte sie der Synode an. Sie gab zahlreiche Bücher und Sammlungen für den Unter­richt in diesem Fach heraus und wirkte in der religionspädagogi­schen Lehreraus- und -fortbildung. Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland berief Marianne Timm als einzige Frau zum Mitglied.

Seit den fünfziger Jahren begleitete sie Lehrergruppen auf Studien­reisen ins Heilige Land und engagierte sich seit 1960 zudem im christlich-jüdischen Dialog. Der Kontakt zu Israel, insbesondere der zu ihren dort lebenden ehemaligen Mitschülerinnen, war ihr ein wichtiges Anliegen und prägte ihr Leben bis in den Ruhestand, der 1979 begann.

 
Literaturhinweise Timm Literatur.pdf
Kategorien Wohlfahrt
Religion
Bildungswesen
Funktionen Theologe/in: 1939 -
Anfang

 
Alfred Toepfer  
Abbildung
Geboren 13. Juli 1894
Geburtsort Altona 
Gestorben 08. Oktober 1993
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Geboren 1894, baute Alfred Toepfer in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts in Hamburg ein erfolgreiches Handelsunternehmen für landwirtschaftliche Produkte auf. Dieses ermöglichte es ihm, sein soziales und kulturelles Engagement zu verfolgen. Ab den 1930er Jahren engagiert er sich über zwei Stiftungen vor allem für Jugendarbeit, Naturschutz, Kultur- und Heimatpflege. Wie viele Menschen seiner Generation war er geprägt von politischen Vorstellungen, die ihn während des Dritten Reichs bewogen, einzelne Ziele, Personen und Organisationen zu unterstützen, die dem Nationalsozialismus nahestanden. Wurden Nachfragen nach seinem Verhalten in dieser Zeit zu Lebzeiten Toepfers noch abwehrend behandelt, begann die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. nach Toepfers Tod mit einer systematischen Aufarbeitung.

 
Lebensbeschreibungen Alfred Toepfer.pdf
Literaturhinweise Literatur zu Alfred Toepfer.pdf
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Antonie Wilhelmine Traun  
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Geboren 06. Dezember 1850
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 28. Oktober 1924
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Antonie Westphal war die älteste Tochter von Carl Wilhelm Ludwig Westphal, Kaufmann und Mitinhaber der Teefirma G.W.A. Westphal Sohn & Co. Einer ihrer fünf Geschwister war der Senator Otto Westphal (Wirtschaft und Verkehr).

1871 heiratete sie den acht Jahre älteren Kaufmann und Harburger Fabrikanten Otto Traun. Durch ihren Onkel Adolf Meyer kam Antonie Traun mit der Politik in Berührung. Er nahm sie zu den ersten Reichstagssitzungen mit. Antonie Traun wurde glühende Bismarck-Verehrerin. Sie war konservativer Gesinnung und gleichzeitig aufgeschlossen für das Neue.
So politisiert, schloss sie sich zuerst der von ihrem Schwager, dem Inhaber der Hamburger Gummiwerke und Senator Dr. Heinrich Traun (1838-1909) geschaffenen Hamburger Volksheime an. 
Antonie Traun wurde auch eine Anhängerin und Aktivistin der bürgerlichen Frauenbewegung. Als sie mit 48 Jahren Mitglied der Ortsgruppe Hamburg des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins wurde, hatte sie in 26 Jahren sechs Kinder geboren, von denen eins im Alter von einem Jahr gestorben war.  Schon bald übte sie im Vereinsvorstand entscheidenden Einfluss aus. 1900 schuf Antonie Traun aus einer Arbeitsabteilung des Vereins den selbstständigen Zweigverein „Die sozialen Hilfsgruppen“. Das Ziel der „Sozialen Hilfsgruppen“ war: Frauen und Mädchen der Oberschicht zur Mitarbeit in sozialen Einrichtungen zu gewinnen, damit sie gesellschaftliches und staatsbürgerliches Verantwortungsbewusstsein erlernten.  
1907, ein Jahr nach dem Tod ihres Ehemannes, wurde Antonie Traun Mitglied des Hauptvorstandes des „Allgemeinen Deutschen Frauenvereins“.
Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, begeisterte sie die Frauen der bürgerlichen Frauenbewegung zum Dienst in der Kriegshilfe. Ein Jahr später schuf sie gemeinsam mit Nanny Goldschmidt den „Bund Hamburgischer Hausfrauen. Ziel des Hausfrauenbundes war: die Vertretung der volkswirtschaftlichen Interessen der Hausfrauen als Konsumenten und Produzenten. Der Bund wollte die Arbeit der Hausfrau mit der Tätigkeit in anderen Berufen gleichsetzen. Dieser Passus wurde jedoch 1918 gestrichen, denn gegen Ende des Ersten Weltkriegs entwickelten sich die Hausfrauenvereine immer mehr zu nationalistischen, konservativen Frauenvereinigungen.

 

 
Kategorien Politik
Wohlfahrt
Bildungswesen
Funktionen
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Augustus Friedrich Vorwerk  
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Geboren 28. November 1837
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 27. November 1921
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Friedrich Vorwerk begann 1854 seine Ausbildung in der väterlichen Firma Hochgreve & Vorwerk in Hamburg. Diese handelte mit „sämtlichen Artikeln“: Exportiert wurden vor allem Leinen und andere Textilien, später traten dann technische Erzeugnisse mehr und mehr in den Vordergrund. Nach der dreijährigen Lehrzeit verbrachte Friedrich ein Jahr in England. 1861 machte ihn sein Vater Georg Friedrich Vorwerk zum Teilhaber. Als der Vater 1867 starb, wurde das Geschäft in Vorwerk Gebr. & Co. umbenannt. Seit 1883 bewohnte Friedrich Vorwerk während der Sommermonate die „Villa Josepha“ in Nienstedten, ein vom Architekten Martin Haller 1873 erbautes Sommer- und Landhaus. Friedrich Vorwerk hatte eine Reihe von Ehrenämtern inne: 1867 wurde er in die Polizeiwachen-Deputation gewählt, 1882 wurde er Steuerschätzungsbürger und von 1866 bis 1891 war er Kirchenvorsteher von St. Petri. Ferner gehörte er den Vorständen der von seinem Vater ins Leben gerufenen Stiftungen an, der Georg Friedrich Vorwerk-Stiftung und dem Asyl Vorwerk. Ausführliche Biographie
 
Literaturhinweise FriedrichVorwerk.pdf
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Georg Friedrich Wilhelm Vorwerk  
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Geboren 27. April 1793
Geburtsort Hildesheim 
Gestorben 04. Februar 1867
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Ursprünglich aus Goslar stammend, wo er auch zur Schule ging, kam Georg Friedrich Vorwerk 1807 nach Hamburg, um bei der Firma „L.H. von Hollen“ eine sechsjährige Ausbildung zu absolvieren. Diese Firma übernahm ihn 1813 als Handlungsgehilfe und verlieh ihm 1817 Prokura. 1823 verließ Vorwerk die Firma, um gemeinsam mit Hermann Michael Christopher Hochgreve, der ebenfalls bei „L.H. von Hollen“ gelernt hatte, das Handelshaus „Vorwerk & Hochgreve“. Das Handelshaus exportierte vor allem englische Baumwollwaren und deutsches Leinen und importierte Kaffee, Tabak und Zucker aus Südamerika, sowie Gewürze aus Fernost. Nach dem Rückzug Hochgreves aus dem Geschäft wurde Vorwerk 1846 alleiniger Inhaber und ein typischer Merchant Banker, der in den Folgejahren das Geschäft nicht nur weltweit ausbaute, sondern betrieb auch eigene Segelschiffe und finanzierte die Geschäfte anderer Kaufleute. Vorwerk war von 1836 an Mitglied der Commerzdeputation, der er 1840 bis 1841 als Präses vorstand. In dieser Zeit setzte er sich entschieden für den Freihandel ein und befürwortete alle Maßnahmen, die Hamburgs Wettbewerbsstellung stärkten. 1848 war er unter den sieben gewählten Vertretern, die Hamburg in das Frankfurter Vorparlament entsandte. Vorwerk war außerdem Mitglied der Gesellschaft Harmonie von 1789, der Patriotischen Gesellschaft und des Komitees für die Erbauung der Kunsthalle. Er war auch Begründer zweier wohltätigen Einrichtungen: der Georg-Friedrich-Vorwerk-Stiftung zur Unterstützung der Ausbildung von Kindern der Katharinen-Gemeinde und des „Vorwerk-Asyls“ mit Wohnungen für Minderbemittelte.

 
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
In St. Pauli ist seit 1857 die Vorwerkstraße nach ihm benannt. In dieser befindet sich auch das Vorwerk-Stift mit Wohn- und Arbeitsräumen für Künstler, das sich aus dem "Vorwerk-Asyl" entwickelt hat.
 
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Handelskammerpräses: Juni 1840 - Juni 1841
Kaufmann/-frau: -
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Gustav Adolph Vorwerk  
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Geboren 18. September 1839
Geburtsort Bahrenfeld 
Gestorben 19. Juli 1919
Todesort Altona Klein-Flottbek 
Kurzbiographie

Adolph Vorwerk begann 1855 bei C. A. Wulff & Baasch seine Lehre und ging anschließend in die väterliche Firma Hochgreve & Vorwerk. 1860 wurde er Teilhaber von Vorwerk & Co. im chilenischen Valparaiso. Diese Niederlassung der Hamburger Firma betrieb vor allem Handel mit Salpeter, der unter harten Arbeitsbedingen in der Atacama-Wüste abgebaut wurde. Erst 1875 trat Adolph Vorwerk als Teilhaber bei Vorwerk Gebr. & Co. ein, wie die Firma Hochgreve & Vorwerk inzwischen hieß. Seit 1889 lag deren Leitung dann ausschließlich in seinen Händen und denen seines Bruders Friedrich. 1885, nach dem Tod der Mutter, erbte Adolph Vorwerk eine vom Architekten Franz Gustav Joachim Forsmann 1841/42 erbaute repräsentative Villa in Klein Flottbek, das „Haupthaus“. Adolph Vorwerk engagierte sich in der bürgerlichen Selbstverwaltung und trat auch als Stifter in Erscheinung: Von 1877 bis 1884 wirkte er als Finanzdeputierter. 1901 gründete er mit 100.000 Mark die Dr. Adolph Vorwerk-Stiftung, zur Erinnerung an seinen Sohn Adolph, der im Jahr zuvor im frühen Alter von 29 Jahren gestorben war. Die Erträge der Stiftung waren für wohltätige Zwecke bestimmt, d.h. für die Unterstützung von Vereinen, Krankenhäusern etc., ebenso wie auch für Stipendien und Hilfen an Bedürftige. Ausführliche Biographie

 
Literaturhinweise AdolphVorwerk.pdf
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen
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Hubertus Wald  
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Geboren 02. Februar 1913
Geburtsort Berlin 
Gestorben 26. Februar 2005
Todesort  
Kurzbiographie

Hubertus Wald war der Sohn eines Kunstmalers. Nach seinem Abitur, einer Lehre und dem Kriegsdienst war er im Kinogeschäft tätig. Dies war der Anfang seiner erfolgreichen Geschäftskarriere. Zudem war Wald als stiller Mäzen in Hamburg bekannt. Viele Jahre unterstützte er verschiedene Projekte mit Spenden. Im Jahr 1993 gründete er seine Stiftung, die „Hubertus-Wald-Stiftung“. Die gemeinnützige Stiftung fördert insbesondere medizinische und kulturelle Zwecke.

 
Lebensbeschreibungen Hubertus Wald.pdf
Kategorien Wohlfahrt
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Moritz Max Warburg  
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Geboren 08. Mai 1838
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 29. Januar 1910
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1863 wurde Moritz Warburg von seiner Mutter Sara, der eigentlichen Chefin Bankhauses M. M. Warburg & Co., als zweiter Teilhaber des 1798 gegründeten Geldinstituts eingesetzt. 1865 übernahm der Bankier jüdischen Glaubens gemeinsam mit seinem Bruder Siegmund dessen Leitung. Die Geschäftsaktivitäten blieben traditionell, da die Bank ein reines Kommissionsgeschäft, vornehmlich im Ausland, betrieb. Dies tat sie jedoch recht erfolgreich: 1898 war das Geschäftskapital auf 5,7 Millionen Mark gestiegen. Moritz Warburg unterstützte mit namhaften Beträgen das auf eine Stiftung Salomon Heines zurückgehende Israelitische Krankenhaus sowie die Talmud Tora Schule. Seiner Energie und Großzügigkeit war auch der Bau der großen, 1906 fertig gestellten Synagoge am Grindelhof zuzuschreiben. Zusammen mit seiner Frau Charlotte (geb. Oppenheim) hatte er fünf Söhne: Aby Moritz (1866-1929), Max Moritz (1867-1946), Paul Moritz (1868-1932), Felix Moritz (1871-1937) und Fritz Moritz (1879-1964). 
Literaturhinweise MoritzWarburg.pdf
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Bankier: -
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Johann Hinrich Wichern  
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Geboren 21. April 1808
Geburtsort Hamburg  
Gestorben 07. April 1881
Todesort Hamburg  
Kurzbiographie

Johann Hinrich Wichern war der älteste Sohn des Notars Johann Hinrich Wichern senior und dessen Frau Caroline Maria Elisabeth geb. Wittstock in Hamburg. Nach dem Besuch des Johanneums und des Akademischen Gymnasiums studierte Wichern mit einem Stipendium 1828–1831 in Göttingen und Berlin Evangelische Theologie. Nach seiner Rückehr nach Hamburg wurde Wichern Oberlehrer an der Sonntagsschule St. Georg. 1833 gründete Wichern in dem Dorf Horn, das damals noch nicht zu der Hansestadt gehörte, das „Rauhe Haus“, welches als Rettungsanstalt für gefährdete Jugendliche aus der Hamburger Unterschicht dienen sollte. 1848–1849 schuf Wichern als die deutschen Landeskirchen übergreifendes Projekt die Innere Mission, in der Evangelisation und karitatives Engagement vereint waren. 1857–1874 stand Wichern, der politisch konservativ dachte und zur Erweckungsbewegung gehörte, in den Diensten des preußischen Staates als für das Armen- und Gefängniswesen zuständiger Ministerialbeamter. Wichern war innerhalb des deutschen Protestantismus ein früher Vertreter der christlich-sozialen Bewegung mit überergionaler Bedeutung.

 
Lokale Referenzen

Wicherns Garten, Hamm, seit 1930

Wichernsweg, Hamm-Mitte, seit 1890. Ergänzt 2001/ 2002 um die ebenso bedeutende Ehefrau Amanda Wichern (1810–1888), Leitende Mitarbeiterin ihres Mannes

 
Lebensbeschreibungen Wichern.JohannHinrich.Biographie.pdf
Literaturhinweise Wichern.JohannHinrich.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Wohlfahrt
Religion
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Friedrich Hermann Walter Kurt Erwin Wiese  
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Geboren 12. Juli 1919
Geburtsort Erfurt 
Gestorben 16. Juli 2006
Todesort Reinbek 
Kurzbiographie

Kurt Wiese war ein Psychologe, der in Hamburg die staatlichen Erziehungsberatungsstellen aufbaute. Nach dem Zweiten Weltkrieg, an dem er als Oberleutnant der Artillerie teilnahm, war er in Kriegsgefangenschaft. Er arbeitete zunächst als Dolmetscher und begann 1946 das Psychologiestudium in Hamburg, das er 1951 mit der Diplomprüfung abschloss. Anschließend war er als Hilfskraft und Assistent am Psychologischen Institut der Universität tätig, wo er 1956 bei Curt Bondy und Kurt Wilde über psychologische Testmethoden promoviert wurde. Kurzzeitig arbeitete Wiese im Prüfungsamt für den öffentlichen Dienst des Personalamtes, in der Schülerhilfe, dann ab dem 1. Juli 1956 für das Jugendamt in der neu gegründeten Psychotherapeutischen Beratungsstelle, später Erziehungsberatungsstelle in Altona. Neben der Berufstätigkeit absolvierte Wiese seine therapeutische Ausbildung. Hauptamtliche Erziehungsberatungsstellen gab es damals kaum in Deutschland. Hamburg begann ein Modellprojekt in dem Gebäude der Baur’schen Stiftung in Altona, die diese Einrichtung auch finanziell förderte. 1958 wurde das erfolgreiche Modellprojekt in die Regelförderung der Jugendbehörde übernommen.

Wiese war der erste Psychologe in Hamburg, dem 1964 als Nachfolger von Dr. med. Gerta Luise Halm die Leitung einer Erziehungsberatungsstelle übertragen wurde; diese Aufgabe übte er bis zu seinem Ruhestand 1984 aus. Als Referatsleiter für Erziehungsberatung in der Jugendbehörde war er fachlich verantwortlich für die Ausstattung aller Bezirke mit bis zu drei Beratungsstellen. 1980 wurden die Erziehungsberatungsstellen in die bezirklichen Jugendämter eingebunden. Wiese übernahm damit auch die Leitung der Einrichtungen in Lurup, Blankenese und Othmarschen.

1962 gründete er die Landesarbeitsgemeinschaft Hamburg der Erziehungsberatungsstellen mit, die er mit großem Einsatz und persönlicher Überzeugungsfähigkeit bis Ende der siebziger Jahre leitete. Zum 80. Geburtstag 1999 erhielt er die Ehrenmitgliedschaft der LAG-HH verliehen.

 
Literaturhinweise Wiese Kurt Erwin Literatur.pdf
Kategorien Wissenschaft
Wohlfahrt
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Hilde Wulff  
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Geboren 07. Januar 1898
Geburtsort Dortmund 
Gestorben 23. Juli 1972
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Hildegard Wulff zählt zu jenen Hamburger Persönlichkeiten, die Bereiche des öffentlichen Lebens maßgeblich beeinflusst und die Geschichte der Stadt entscheidend mitgeprägt haben.
Geboren wurde sie als Tochter eines begüterten Kaufmanns in Dortmund. Im Alter von zwei Jahren erkrankte sie an Kinderlähmung, von der sie eine lebenslange Behinderung zurück behielt. 1920 begann sie eine Ausbildung zur Heilpädagogin. Nach Abschluss der Ausbildung übernahm sie eine leitende Funktion in der von ihr und ihrem Vater ins Leben gerufenen Stiftung „Glückauf für Kinderfürsorge Düsseldorf“. Neben dieser Aufgabe wurde sie 1923 Mitglied im „Selbsthilfebund der Körperbehinderten“ in Düsseldorf und Berlin. Hildegard Wulff setzte sich für die Autonomie von Menschen mit Behinderungen ein. Außerdem belegte sie in dieser Zeit Vorlesungen in Psychologie und Pädagogik an den Universitäten Frankfurt a. M. und Hamburg.
Hildegard Wulff engagierte sich in den 1920er Jahren zunächst in Düsseldorf und später in Berlin insbesondere für eine gute Schulbildung für Kinder mit Körperbehinderungen und für die gemeinsame Erziehung mit "gesunden" Kindern. 1931 gründete sie die "Krüppelhilfe und Wohlfahrt GmbH" in Düsseldorf, die sie aus der Erbschaft ihres Vaters finanzierte. Hildegard Wulff war die alleinige Gesellschafterin und Geschäftsführerin dieser Einrichtung. Von 1933 bis 1935 führte Hildegard Wulff ein Heim für körperbehinderte und sozial benachteiligte Kinder in Berlin. Charlottenburg. Nachdem 1935 der Mietvertrag für das Heim ausgelaufen war, zog sie mit diesen Kindern in die Klöppersche Villa nach Hamburg Volksdorf in den Klosterwisch 8 und gab dem Haus den Namen „Im Erlenbusch“.
Noch im selben Jahr erhielt Hildegard Wulff die staatliche Anerkennung als privat geführtes Kinderheim für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen.
1937 gründete Hildegard Wulff, in deren Heim rund 25 Kinder lebten, eine Heimschule und stellte dazu eine staatlich finanzierte Lehrerin ein.
Gemeinsam mit ihrer Freundin und Vertrauten Hermine Albers (1884-1955), die in der Hamburger Jugendhilfe arbeitete, leistete Hildegard Wulff Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Ihr Heim wurde Zufluchtsort für Kinder kommunistischer inhaftierter Eltern. Auch half Hildegard Wulff vielen jüdischen Emigrantinnen und Emigranten und kommunistischen Widerstandskämpfern.
1941 konnte sie durch hartnäckiges Verhandeln mit den Hamburger Behörden verhindern,, dass ihr Heim 1941 beschlagnahmt wurde.
1945, nach dem Ende des NS-Regimes übergab Hildegard Wulff die Schule an die Schulbehörde.
Ihr Volksdorfer Heim führte sie noch bis 1964 selbst und übergab es dann der Martha Stiftung, die ihre Lebensarbeit seitdem weiterführt.

Text: Rita Bake

 
Lokale Referenzen

Ihr Grabstein steht im Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof.

Seit 2014 gibt es in Hamburg Jenfeld den Hilde-Wulff-Weg.

 
Kategorien Wohlfahrt
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Emilie Wüstenfeld  
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Geboren 17. August 1817
Geburtsort Hannover 
Gestorben 02. Oktober 1874
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Emilie Wüstenfeld war eine bedeutende Frauenrechtlerin, die 1846 einen ökumenischen Frauenverein aufbaute. Zudem gründete sie mit Karl Friedrich Fröbel am 1. Januar 1850 die Hochschule für das weibliche Geschlecht in Hamburg. Es gab in dieser Zeit keine anderen Einrichtungen dieser Art in Deutschland. Zudem war Emilie Wüstenfeld auch die Gründerin des Vereins zur Förderung der weiblichen Erwerbstätigkeit. Auf ihre Initiative hin eröffnete am 1. Mai 1867 die Gewerbeschule für Mädchen.

 
Kategorien Wohlfahrt
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Johann Wilhelm Kellner von Zinnendorf  
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Geboren 10. August 1731
Geburtsort Halle 
Gestorben 08. Juni 1782
Todesort  
Kurzbiographie Johann Wilhelm Kellner von Zinnendorf war ein Feldmedikus im Siebenjährigen Krieg, königlich preußischer Militärarzt, Generalfeldstabsmedikus im Bayerischen Erbfolgekrieg von 1778/79 und Gründer der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland. Beeindruckt vom erschütternden Elend der Kriegsopfer ließ er das Berliner Kriegsinvalidenhaus erbauen.
 
Lokale Referenzen
Zinnendorf war überzeugter Freimaurer und Gründer der "Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland".
Am 13. März 1757 wurde er in seiner Vaterstadt Halle von der Loge "Philadelphia zu den drei goldenen Armen" zum Freimaurer aufgenommen. 1763 nahm ihn in Berlin die Loge "Zu den drei Weltkugeln" auf, deren Meister vom Stuhl er 1765 wurde. 1769 gründete er in Berlin die Loge "Zu den drei goldenen Schlüsseln", die er bis 1776 leitete. In dieser Loge wurde nach dem Schwedischen System gearbeitet. 1770 gründete Zinnendorf in Berlin die "Große Landesloge der Freimaurer von Preußen". Hier übernahm er das Amt des Landesgroßmeisters. 1773 wurde diese Loge als neue Deutsche Großloge von der englischen Großloge anerkannt und damit regularisiert.
 
Spuren in Hamburg:
- in Eppendorf ist seit 1991 die Zinnendorfstiftung der "Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland". Hier haben 21 schwerstpflegebedürftige Menschen im Alter von 18 bis 50 Jahren ihr betreutes Zuhause.
 
Lebensbeschreibungen Johann Wilhelm Kellner von Zinnendorf.pdf
Kategorien Wohlfahrt
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