Nach der Lehre in der väterlichen Holzhandlung wurde Johann Hinrich Garrels 1875 Angestellter in der Firma Siemssen & Co., für die er ab 1877 in Hongkong und Shanghai tätig war. In China wechselte er 1882 zur Firma Meyer & Co., wurde dort Prokurist und ab 1884 Teilhaber. 1897 kehrte Garrels in die Hansestadt zurück. Die Firma Meyer & Co. wurde 1908 nach ihren Hauptteilhabern in Garrels & Börner umbenannt, in Hongkong firmierte sie unter Garrels, Börner & Co. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges zählte Garrels &...
Adolph Godeffroy, geb. 28.11.1814 in Hamburg, gest. 13.12.1893 ebd., Sohn des Hamburger Kaufmanns und Reeders Johann Cesar V Godeffroy und der Sophie Lucie Meyer. Selbst als Kaufmann und Reeder tätig, von 1837 bis 1845 in der kubanischen Niederlassung der Fa. Godeffroy & Co., dann in Hamburg, Mitbegründer der HAPAG. Erste Eheschließung 20.07.1839 mit der Hamburger Kaufmannstochter Antonie Emilie Godeffroy (gest. 1877), Wiederverheiratung 22.03.1879 mit der Hamburger Bankierstochter Harriet Freiin von Schröder, verw...
Portraitmaler und letzter Vertreter der künstlerischen Portraitlithographie in Hamburg. Sein Vater war Schuhmachermeister und dienender Bruder Freimaurer in der Loge "Wittekind" in Minden. Bruder Dr. Meyer von der Loge unterstützte den jungen Friedrich Wilhelm mit einem Stipendium auf drei Jahre, mit dem er nach Berlin wanderte um bei dem Künstler und Freimaurer Johann Gottfried Schadow Historienmaler zu werden. 1853 siedelte Graupenstein nach Hamburg über, wo er vorrangig Bildnisse von Freimaurer-Brüdern malte - s...
Gerhard Hachmann, geb. 10.5.1838 in Hamburg, gest. 5.7.1904 ebd.; Sohn des Arztes Dr. med. Ludwig Hachmann und der Hamburger Kaufmannstochter Emilie Hockmeyer. Nach Jurastudium in Leipzig und Heidelberg 1859 Promotion. Seit 1860 als Rechtsanwalt in Hamburg ansässig. 1868-1885 Mitglied der Bürgerschaft, seit 1885 Senator, seit 1899 Bürgermeister in Hamburg. Heirat 25.10.1861 mit der Kaufmannstochter Maria Henriette Burmester.
Alfred Victor Hermann Hartmeyer war der Sohn von Johann Gustav Hermann Hartmeyer und Hermine Schoeller. Nach seinem juristischem Studium und der Promotion zum Dr. jur. 1903 war er Chef des Druckerei- und Verlagshauses "Hermann's Erben" in Hamburg, das die Tageszeitung "Hamburger Nachrichten" herausgab. Diesen 1821 gegründeten traditionsreichen Hamburger Verlag hatte sein Vorfahr Ambrosius Heinrich Hartmeyer als Verleger geführt. Er war es, der die "Hamburger Nachrichten" zu einem anerkannten, politischen Organ mach...
Ambrosius Heinrich Hartmeyer gründete den Verlag „Hermann’s Erben“, der über vier Generationen die „Hamburger Nachrichten“ herausgab. Die „Hamburger Nachrichten“ waren zwischen 1792 und 1939 eine der wichtigsten, wenngleich nie auflagenstärksten Zeitungen der Stadt. Zwar gründete Ambrosius Heinrich Hartmeyer selbst die Zeitung nicht, aber er war es als Verleger, der die „Hamburger Nachrichten“ zu einem anerkannten, politischen Organ machte und der durch die Gründung eines Familienverlages ihren Bestand und ihr Anse...
Salomon Heine wurde als Stifter und Wohltäter weit über Hamburg hinaus bekannt. Geschäftstüchtigkeit und Mäzenatentum vereinigten sich in seiner Person auf vortreffliche Weise. Sein Aufstieg zu einem der bedeutendsten Merchant-Banker Hamburgs war außergewöhnlich. Die Stadt war bereits eine wichtige Handelsmetropole als Salomon Heine im Alter von 16 Jahren mittellos aus Hannover kommend seine Lehre im Bankhaus von Meyer Wolf Popert antrat, einem Verwandten seiner Mutter. 1797 gründete er zusammen mit Marcus Abraham...
Johann Heinrich Hermann, der im thüringischen Wiehe geboren wurde, aber in Hamburg starb, war ein für die Hansestadt wichtiger Verleger und Buchdrucker. Er begründete das seit 1786 erscheinende Hamburger Adressbuch, das für ihn ein großer wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Erfolg wurde. 1792 rief Hermann eine neue Zeitung ins Leben: die „Wöchentlichen gemeinnützigen Nachrichten von und für Hamburg“, ein Anzeigenblatt mit unpolitischen, aber unterhaltsamen Meldungen über Lokalereignisse und Kuriositäten aus Sta...
Ferdinand Kugelmann machte sich, nachdem er in den 1860er Jahren für die Firmen H. C. Meyer und Heinrich Ad. Meyer tätig gewesen war, 1871 unter dem Namen Ferd. Kugelmann selbstständig. Die Firma (ab 1892: Ferd. Kugelmann GmbH) betrieb Ex- und Importgeschäfte. Exportiert wurde nach Afrika, Australien, Indien und vor allem nach Lateinamerika, und zwar u.a. Baumaterialien, Glaswaren, Lebensmittel und Maschinen. Importiert wurden u.a. Elfenbein, Perlen, Kaffee und Hanf. Von 1881 bis 1885 war Kugelmann Konsul der Argen...
Carl von Leesen, geboren 1804 in Nienstedten, gestorben 6.5.1858 in Hamburg, Sohn des Kaufmanns Detlef von Leesen und der Rosina Elisabeth Reder; Kaufmann in Hamburg, in zahlreichen bürgerlichen Ehrenämtern tätig; vermählt 7.12.1833 mit Mathilde Meyer, nach deren Tod zweite Eheschließung 18.1.1839 mit Auguste Amalie Loehr.
Rahel Liebeschütz-Plaut war die erste Frau, die 1923 im Fach Physiologie an der Medizinischen Fakultät des Krankenhauses Eppendorf in Hamburg habilitiert wurde. Vor ihr waren dies nur Adele Hartmann (1918 in Anatomie in München) und Selma Meyer (1922 im Fach Kinderheilkunde in Düsseldorf) gelungen. Als Rahel Plaut 1924 den Historiker Hans Liebeschütz heiratete, verlor sie auf Grund eines Doppelverdienerbeschlusses des Hamburger Senats ihre Forschungsstelle. Als Privatdozentin blieb sie dem Physiologischen Institut...
Albrecht Lorenz Lorenz-Meyer, geb. 16.06.1891 in Hamburg, gest. 22.07.1960 in Bad Gastein, Sohn des Hamburger Kaufmanns Eduard Lorenz Lorenz-Meyer und der Alice Sieveking. Kaufmann in Hamburg. Heirat 26.05.1922 mit der niederländischen Admiralstochter Constantia Margareta Wilhelmina Umbgrove. Setzte die Kunstpflege seiner Familie fort; Initiator der Stiftung Lorenz-Meyer im Museum für Hamburgische Geschichte.
Nachdem Eduard Lorenz-Meyer seine kaufmännische Lehrzeit bei Schlüter & Maack absolviert hatte, wurde er Anfang 1879 Angestellter bei Behn, Meyer & Co. in Singapur. 1885 avancierte er zum Partner. Drei Jahre später ging er zurück nach Hamburg und wurde Teilhaber der Firma Arnold Otto Meyer. Diese betrieb vor allem Export- und Import-Produktengeschäfte (u.a. Kopra und Pfeffer). Neben seiner geschäftlichen Tätigkeit engagierte sich Lorenz-Meyer im kulturellen Leben Hamburgs. Er betrieb genealogische Forschungen,...
Arnold Otto Meyer, geb. 01.09.1825 in Hamburg, gest. 12.03.1913 ebd., Sohn des Hamburger Kaufmanns Georg Christian Lorenz Meyer und der Caroline Antoinette Gerste; Kaufmann und Mitglied der Bürgerschaft in Hamburg, setzte die Kunstsammlertradition seiner Familie fort; 25.09.1855 Heirat mit der Hamburger Kaufmannstochter Luise Caroline Ferber.
1870 geboren in Hamburg; Vermutlich Handwerkslehre; Besuch der Hamburger Baugewerkschule; Baut zahlreiche Kontorhäuser; Arbeitet teilweise mit Franz Bach bzw. Alfred Löwengard zusammen; 1922 Tod in Hamburg
Friedrich Ludwig Wilhelm Meyer - genannt der "Barmstedter Meyer" - war Schriftsteller, Bibliothekar, Publizist, Jurist, Gelehrter - Professor der Philosophie. Als Sohn eines Oberpostmeisters besuchte er das Johanneum in Hamburg und studierte zunächst an der Universität Kiel. 1776 schrieb sich Meyer in Göttingen ein, um Jura zu studieren. 1783 nahm er in Stade die Stelle des Regierungsauditors an. Hier traf er wieder mit Friedrich Ludwig Schröder zusammen, mit dem er seit längerem befreundet war. Ab 1788 begann für...
Georg Christian Lorenz Meyer, geb. 18.1.1787 in Hamburg, gest. 24.8.1866 ebd., Sohn des Weinhändlers und Kunstsammlers Johann Valentin Meyer und der Margarethe Amalia Bausch. Weinhändler in Hamburg. Nach verschiedenen bürgerlichen Ehrenämtern 1821-1860 Senator in Hamburg. Heirat 10.9.1816 mit Caroline Antoinette Gerste.
Johann Friedrich Lorenz Meyer, geboren 22.1.1760 in Hamburg, gestorben 21.10.1844 ebd., Sohn des Hamburger Kaufmanns Johann Lorenz Meyer und dessen zweiter Frau Catharina Maria Kern. 1777-1782 Jurastudium in Göttingen mit abschließender Promotion. Nach ausgedehnten Auslandsreisen seit 1785 als Domherr in Hamburg ansässig. Vermählt 12.4.1785 mit der Professorentochter Friederike Amalie Sophie Boehmer. Umfangreiche literarische und gemeinnützige Tätigkeit. Johann Friedrich Lorenz Meyer publizierte u. a. 1801-02 die „...
Johann Lorenz Meyer, geb. 14.10.1696 in Obernbreit, gest. 12.08.1770 in Hamburg, Sohn des Peter Meyer und der Margarethe Zimmermann. Nach der Böttcherlehre in Marktbreit seit 1725 als Kaufmann in Hamburg tätig, hier 1728 Begründung der eigenen Weinhandelsfirma. Erste Eheschließung 28.02.1729 mit Anna Elisabeth Michels (gest. 1741), zweite Eheschließung 23.04.1743 mit Catharina Maria Kern.
Johann Valentin Meyer, geb. 5.1.1745 in Hamburg, gest. 16.10.1811 ebd., Sohn des Hamburger Kaufmanns und Weinhändlers Johann Lorenz Meyer und dessen zweiter Ehefrau, der Hamburger Weinhändlerstochter Catharina Maria Kern. Weinhändler in Hamburg, tätig in zahlreichen bürgerlichen Ehrenämtern, seit 1800 Ratsherr in Hamburg. 14.5.1771 Heirat mit der Hamburger Kaufmannstochter Margarethe Amalia Bausch. Einer der bedeutendsten Kunstsammler und Kunstmäzene der Stadt.
Ludolf Meyer, Geburtsdatum nicht bekannt, gest. 11.05.1902 in Hamburg. Zunächst Kapitän, seit 1886 als Schiffsinspektor bei der Hapag tätig, 1900-1902 Mitglied des Vorstandes der Hapag.
Der 1845 gegründeten Außenhandels- und Bankfirma H. Münchmeyer (seit 1855 Münchmeyer & Co.) gelang durch den Ausbau der von Carl Georg Heinrich Franz Hermann Münchmeyer zuvor auf Haiti angebahnten Handelsbeziehungen, die später den gesamten westindischen Raum einbezogen, der Einstieg in die Gruppe der merchant bankers. Alwin Münchmeyer, der Sohn, war von 1869 bis 1895 erfolgreicher Partner (von 1884-1895 auch Mitglied der Handelskammer; sein Vater Hermann von 1864-1866). Seit dem 2. Juli 1900 war der Enkel des Grün...
Franz Heinrich Neddermeyer, geboren 10.4.1790 in Hamburg, gestorben 7.10.1849 ebd., Sohn des Apothekers Joachim Bertram Neddermeyer und der Friederika Gossler. Nach Landwirtschaftslehre bis 1816 als Gutsverwalter in Schleswig-Holstein und Jütland tätig, dann Rückkehr nach Hamburg und hier seit 1820 Kanzlist des Hamburger Senats. Vermählt 21.4.1821 mit Edel Margaretha Bang.
Georg Balthasar Neumayer, seit 1900 Ritter von Neumeyer, war ein Geophysiker und Polarforscher. Nach dem Studium in München und der Promotion leitete er von 1857 bis 1864 das Flagstaff Observatorium für Geophysik, Magnetismus und Nautik in Melbourne und unternahm in diesen Jahren zahlreiche Expeditionen und Vermessungen im Inneren Australiens. Nach freier Forschungstätigkeit war er in den Jahren 1872 bis 1876 am Hydrographischen Amt in Berlin angestellt. 1876 gründete er die Deutsche Seewarte in Hamburg und leitete...