Hubertus Wald war der Sohn eines Kunstmalers. Nach seinem Abitur, einer Lehre und dem Kriegsdienst war er im Kinogeschäft tätig. Dies war der Anfang seiner erfolgreichen Geschäftskarriere. Zudem war Wald als stiller Mäzen in Hamburg bekannt. Viele Jahre unterstützte er verschiedene Projekte mit Spenden. Im Jahr 1993 gründete er seine Stiftung, die „Hubertus-Wald-Stiftung“. Die gemeinnützige Stiftung fördert insbesondere medizinische und kulturelle Zwecke.
1863 wurde Moritz Warburg von seiner Mutter Sara, der eigentlichen Chefin Bankhauses M. M. Warburg & Co., als zweiter Teilhaber des 1798 gegründeten Geldinstituts eingesetzt. 1865 übernahm der Bankier jüdischen Glaubens gemeinsam mit seinem Bruder Siegmund dessen Leitung. Die Geschäftsaktivitäten blieben traditionell, da die Bank ein reines Kommissionsgeschäft, vornehmlich im Ausland, betrieb. Dies tat sie jedoch recht erfolgreich: 1898 war das Geschäftskapital auf 5,7 Millionen Mark gestiegen. Moritz Warburg unter...
Johann Hinrich Wichern war der älteste Sohn des Notars Johann Hinrich Wichern senior und dessen Frau Caroline Maria Elisabeth geb. Wittstock in Hamburg. Nach dem Besuch des Johanneums und des Akademischen Gymnasiums studierte Wichern mit einem Stipendium 1828–1831 in Göttingen und Berlin Evangelische Theologie. Nach seiner Rückehr nach Hamburg wurde Wichern Oberlehrer an der Sonntagsschule St. Georg. 1833 gründete Wichern in dem Dorf Horn, das damals noch nicht zu der Hansestadt gehörte, das „Rauhe Haus“, welches a...
Kurt Wiese war ein Psychologe, der in Hamburg die staatlichen Erziehungsberatungsstellen aufbaute. Nach dem Zweiten Weltkrieg, an dem er als Oberleutnant der Artillerie teilnahm, war er in Kriegsgefangenschaft. Er arbeitete zunächst als Dolmetscher und begann 1946 das Psychologiestudium in Hamburg, das er 1951 mit der Diplomprüfung abschloss. Anschließend war er als Hilfskraft und Assistent am Psychologischen Institut der Universität tätig, wo er 1956 bei Curt Bondy und Kurt Wilde über psychologische Testmethoden p...
Hildegard Wulff zählt zu jenen Hamburger Persönlichkeiten, die Bereiche des öffentlichen Lebens maßgeblich beeinflusst und die Geschichte der Stadt entscheidend mitgeprägt haben. Geboren wurde sie als Tochter eines begüterten Kaufmanns in Dortmund. Im Alter von zwei Jahren erkrankte sie an Kinderlähmung, von der sie eine lebenslange Behinderung zurück behielt. 1920 begann sie eine Ausbildung zur Heilpädagogin. Nach Abschluss der Ausbildung übernahm sie eine leitende Funktion in der von ihr und ihrem Vater ins Leben...
Emilie Wüstenfeld war eine bedeutende Frauenrechtlerin, die 1846 einen ökumenischen Frauenverein aufbaute. Zudem gründete sie mit Karl Friedrich Fröbel am 1. Januar 1850 die Hochschule für das weibliche Geschlecht in Hamburg. Es gab in dieser Zeit keine anderen Einrichtungen dieser Art in Deutschland. Zudem war Emilie Wüstenfeld auch die Gründerin des Vereins zur Förderung der weiblichen Erwerbstätigkeit. Auf ihre Initiative hin eröffnete am 1. Mai 1867 die Gewerbeschule für Mädchen.