Felix Paul Greve, deutscher Schriftsteller, Poet und bedeutender Übersetzer englischer, französischer und spanischer großer Literatur des ausgehenden 19. Jahrhunderts ( H.G. Wells, O. Wilde, H. Balzac, G. Flaubert, H. Murger, M. Cervantes), wurde am 14. Februar 1879 in Radomno (ehemals Westpreußen, heute Polen) geboren, machte an der Gelehrtenschule des Johanneums in Hamburg Abitur, studierte in München, Bonn und Rom Klassische Philologie und Archäologie und starb nach abenteuerlichem Leben am 19. August 1948 als m...
Friedrich von Hagedorn, geboren 23.04.1708 in Hamburg, gestorben 28.10.1754 ebd., Sohn des dänischen Konferenz- und Staatsrates Hans Statius von Hagedorn und der Hamburger Kaufmannstochter Anna Maria Schomaker. Nach Jurastudium in Jena 1729-1731 Privatsekretär des dänischen Gesandten in London, danach als Hofmeister tätig. Seit 1733 Sekretär am English Court in Hamburg. 1737 Heirat mit der Schneiderstochter Elisabeth Butler. Bedeutendster norddeutscher Dichter des literarischen Rokoko mit umfangreichem Lyrikwerk im...
Der am 18. März 1813 in Wesselburen, dem damals dänischen Dithmarschen, geborene Maurersohn Friedrich Hebbel starb als berühmter Dramatiker und Träger des Schillerpreises am 13. Dezember 1863 in Wien. Sein Aufstieg begann in Hamburg, unterstützt und lange gefördert durch die Schriftstellerin Amalie Schoppe. Als Herausgeberin der Zeitschriften „Neue Pariser Modeblätter“ und der Jugendzeitschrift „Iduna“ hatte Friedrich Hebbel seine Gedichte an sie geschickt und auf ihre Initiative hin einen Briefwechsel begonnen, in...
Der Sohn des Küfers und Weinhändlers August Hocker wuchs zunächst in Boizenburg auf und kam als Zehnjähriger mit der Familie nach Hamburg. Nach Abschluss seiner Lehre arbeitete er bis 1834 weiterhin in der väterlichen Weinhandlung. Von 1835 bis 1838 betätigte er sich in Berlin als Küfer. Zurück in die Hansestadt erhielt Hocker im Januar 1839 das Bürgerrecht. Im April 1840 wurde er zum Weinmakler gewählt, und 1844 eröffnete er eine große Weinhalle in der Poststraße / Ecke Neuer Wall. Seit 1834 betätigte er sich schr...
Friedrich Gottlieb Klopstock, geboren 2.7.1724 in Quedlinburg, gestorben 14.3.1803 in Hamburg, Sohn des in Quedlinburg ansässigen Juristen Gottlieb Heinrich Klopstock und der Kaufmannstochter Anna Maria Schmidt aus Langensalza. Nach theologischem Studium in Jena Hinwendung zum Dichterberuf; durch Titularanstellung und Gehaltszahlung seitens des dänischen Königs von Brotberuf befreit, seit 1751 als Dichter in Kopenhagen, seit 1770 in Hamburg ansässig. 10.6.1754 erste Heirat mit der Hamburger Kaufmannstochter Margare...
Margareta (Meta) Moller, geb. 16.03.1728 in Hamburg, gest. 28.11.1758 ebd., Tochter des Hamburger Kaufmanns Peter Moller und der Katharina Persent. Erste Ehefrau des Dichters Friedrich Gottlieb Klopstock, vermählt am 10.06.1754. Von Klopstock in seinen Oden als "Cidli" besungen. Selbst schriftstellerisch tätig.
Gotthold Ephraim Lessing wurde als Sohn des Predigers Gottfried Lessing und seiner Frau, der Pastorentochter Justina Feller, am 22. Januar 1729 in Kamenz, heute im Landkreis Bautzen, Sachsen, geboren. Mit dem Abitur auf der Fürstenschule St. Afra in Meißen 1746 endete auch die bürgerliche Kontinuität seines Lebens. Als er sein wechselvolles Studium mit dem akademischen Grad als Magister der freien Künste 1752 abschloss, war er schon längst zum Schriftsteller geworden; hatte Gedichte, Erzählungen und auch schon die...
Detlev (eigentlich Friedrich Adolph Axel Freiherr) von Liliencron, geboren 03.06.1844 in Kiel, gestorben 22.07.1909 in Alt-Rahlstedt, Sohn des dänischen Zollbeamten Louis von Liliencron und der Generalstochter Adeline von Harten. Nach militärischer Laufbahn 1878 bis 1886 im preußischen Verwaltungsdienst in Schleswig-Holstein tätig, danach als freier Schriftsteller, seit 1901 in Alt-Rahlstedt ansässig. Erste Heirat 08.10.1878 mit der Oberstleutnantstochter Helena von Bodenhausen (Ehe 1885 geschieden), zweite Vermähl...
Edgar Maass war, vor allem in den fünfziger Jahren, mit seinen Romanen „Der Arzt der Königin“ (1950, über eine Million verkaufte Exemplare), „Der Fall Daubray“ (1957) oder „Kaiserliche Venus“ (1952) ein vielgelesener Schriftsteller aus Hamburg, der in den USA lebte. Berühmt geworden ist er schon in den dreißiger Jahren mit seinem Frühwerk, den Erzählungen „Novemberschlacht“ (1935) und „Der Auftrag“ (1936) und seinem ersten Roman „Verdun“, in dem er die gnadenlosen Schrecken des 1.Weltkriegs durch Kameradschaft, die...
Der Kaufmannssohn Joachim Maass, geboren am 11.September 1901 in Hamburg, gestorben am 15.Oktober 1972 in New York, gehört, obwohl heute fast vergessen, zu den wichtigsten Autoren der Hamburger Literatur. Mit der einfühlsamen impressionistischen Eleganz seiner Sprache zählt er zugleich zu den wichtigen Autoren der deutschen Literatur der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Das große Thema seines Werkes ist das Werden des Menschen aus Kindheit und Jugend sowie die Unaufhebbarkeit der Moral. Maass war unbedin...
Der Schauspieler, Schauspiellehrer und Märchenerzähler im NDR Eduard Marks (1901 - 1981) stammte zwar aus Düsseldorf, wurde aber zu einer bekannten Hamburger Persönlichkeit, denn seine Karriere als Schauspieler und Sprecher begann und endete in Hamburg, und in der Hansestadt hat er auch seine unverwechselbaren künstlerischen Spuren hinterlassen.
Wilhelm Marr, geboren 16.11.1819 in Magdeburg, gestorben 17.7.1904 in Hamburg, Sohn des Schauspielers Heinrich Marr und der Henriette Catharina Becherer. Nach kaufmännischer Ausbildung in Hamburg, Bremen und Wien, 1841 in der Schweiz, dort Beginn der Aktivität als politischer Schriftsteller, deswegen aus der Schweiz verwiesen. Seit 1845 wieder in Hamburg, Fortsetzung der Tätigkeit als politischer Journalist der radikalen Richtung mit stark antisemitischer Tendenz; 1847 Gründung der Zeitschrift „Mephistopheles“. 185...
1930-1932 Studium an der TH Dresden 1932-1935 Studium an der TH Berlin bei Hans Poelzig. Meisterschüler im Atelier Poelzig 1935 Diplom Dipl. Ing. 1935-1936 Angestellter im preußischen Staatshochbauamt Berlin und Lüneburg 1937 selbständiger Architekt 1939-1945 Militärdienst 1943 Promotion 1945 selbständiger Architekt in Hamburg 1945-1953 gemeinsames Büro mit Arnold Pinnekamp in Lüneburg 1950-1980 Tätigkeit im Vorstand des BDA Hamburg 1953 Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung 1964-1973 Vors...
Friedrich Ludwig Wilhelm Meyer - genannt der "Barmstedter Meyer" - war Schriftsteller, Bibliothekar, Publizist, Jurist, Gelehrter - Professor der Philosophie. Als Sohn eines Oberpostmeisters besuchte er das Johanneum in Hamburg und studierte zunächst an der Universität Kiel. 1776 schrieb sich Meyer in Göttingen ein, um Jura zu studieren. 1783 nahm er in Stade die Stelle des Regierungsauditors an. Hier traf er wieder mit Friedrich Ludwig Schröder zusammen, mit dem er seit längerem befreundet war. Ab 1788 begann für...
Johann Friedrich Lorenz Meyer, geboren 22.1.1760 in Hamburg, gestorben 21.10.1844 ebd., Sohn des Hamburger Kaufmanns Johann Lorenz Meyer und dessen zweiter Frau Catharina Maria Kern. 1777-1782 Jurastudium in Göttingen mit abschließender Promotion. Nach ausgedehnten Auslandsreisen seit 1785 als Domherr in Hamburg ansässig. Vermählt 12.4.1785 mit der Professorentochter Friederike Amalie Sophie Boehmer. Umfangreiche literarische und gemeinnützige Tätigkeit. Johann Friedrich Lorenz Meyer publizierte u. a. 1801-02 die „...
Jacob Mumsen war Arzt und Schriftsteller. 1766 schloss er in Leipzig sein Studium mit der Promotion ab. Daraufhin betätigte er sich in Hamburg (1766-1784), Kopenhagen (1784-1789) und ab 1789 im dänischen Altona als Physikus. Hier begann Mumsen medizinische Schriften zu veröffentlichen, zusätzlich betätigte er sich als Übersetzer. Ab 1789 war er zum Mitglied der Königlich Dänischen Akademie der Wissenschaften berufen.
Paul Neumann, geboren am 20.06.1880 in Chemnitz, gestorben am 17.08.1961 in Hamburg, Sohn eines Sängers. Als Schriftsteller in Hamburg tätig. Engagiert in der Arbeiterbildungspolitik; 1923 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft, 1925 Senator, 1933 des Amtes enthoben. Seit 1938 Leiter des Volksliedarchivs der Hansestadt Hamburg.
Erdmann Neumeister, geboren 12.05.1671 in Üchtritz/Thüringen, gestorben 18.08.1756 in Hamburg. Nach theologischem Studium in Leipzig als Prediger in Bibra bei Naumburg, am Hof zu Sachsen-Weißenfels und in Sorau/Niederlausitz tätig. Seit 1715 Hauptpastor an der Jacobikirche in Hamburg. 24.11.1697 Heirat mit Johanna Elisabeth Meister. Bedeutender Kirchenlieddichter des Spätbarock, Verfasser zahlreicher geistlicher Kantaten, die u. a. von Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach vertont wurden.
Ohne das Engagement der Verlegerin Heidi Oetinger hätte das Buch „Pippi Langstrumpf“ in Deutschland nicht solch großen Erfolg gehabt. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Friedrich Oetinger baute sie den Hamburger Friedrich Oetinger Verlag auf und entwickelte ihn zu einem bedeutenden Kinder- und Jugendbuchverlag. Aufgewachsen in Hamburg arbeitete sie zuerst als Anwaltsgehilfin in einer Seerechtskanzlei. 1948 wechselte sie als Sekretärin in den Verlag Friedrich Oetinger. Vier Jahre später heiratete sie in zweiter Ehe den Ver...
Karl Gottlieb Praetzel, geb. 2.4.1785 in Halbau/Oberlausitz, gest. 13.6.1861 in Hamburg, Sohn eines Gärtners. 1804-1807 Studium der Theologie in Leipzig. Seit 1807 als Hauslehrer in Hamburg, zugleich als Schriftsteller und Theaterkritiker tätig.
Die Lebensdaten von Elise (Margaretha Elisabeth) Reimarus, geb. am 22. Januar 1735 und gest. am 2. September 1805, führen in eine besondere Zeit des geistigen Aufbruchs in Hamburg. Heute gilt Elise als eine der wichtigsten und sicherlich auch eindrucksvollsten Frauen der deutschen Aufklärung. Ihre überaus erfolgreichen Tätigkeiten als Schriftstellerin, Übersetzerin und Pädagogin geben wahrscheinlich nur einen Bruchteil ihrer intellektuellen Bedeutung und Tätigkeiten wieder und sind darüber hinaus nicht direkt unter...
Peter Rühmkorf gilt als Hamburger Dichter mit einem ausgeprägten Lokalbezug, zumal er der Stadt bis zu seinem Lebensende treu geblieben ist. Er hat sich als in Gesellschaft und Zeit engagierter Intellektueller und mit seiner riskanten Artistik auf dem „Hochseil“ der Lyrik in die deutsche Literaturgeschichte eingeschrieben. Dabei verstand sich Rühmkorf als „Berufshamburger“. Den Blick aus seiner Wohnung in Övelgönne auf Elbe und Wanderweg beschrieb er in „Tabu I“. Elbe, Hafen und Huren gehören zu den Motiven seiner...
Von dem heute vergessenen Literaten Hermann Schiff (1801-1867) sollte im Gedächtnis bleiben, dass er das jüdische Leben des ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhunderts sozial engagiert in seinen Novellen und Romanen als bevorzugtes Thema gestaltet hat und damit neben seinen Stiefvetter Heinrich Heine (1797-1856) gestellt werden muss. Außerdem hat er mit seinen „Lebensbildern“ 1830 Honoré de Balzac (1799-1850) in Deutschland bekannt gemacht und damit den sozialrealistischen Blick der deutschen Schriftsteller und Poe...