Nach Beendigung der Lehre war Eduard Weber von 1849 bis 1851 zunächst bei verschiedenen Firmen in England beschäftigt. 1852 ging er in die chilenische Hafenstadt Valparaiso, wo er 1856 die Im- und Exportfirma Weber, Münchmeyer & Co. gründete, die ab 1861 unter Weber & Cia. firmierte und sich zu einer der größten Firmen der südamerikanischen Westküste entwickelte. 1862 kehrte er in seine Geburtsstadt Hamburg zurück und errichtete das auf Salpeter spezialisierte Handelshaus Ed. F. Weber. 1877 wurde er Konsul für die...
Ab 1901 zeichnete Friedrich Ernst Martin Wield erste Aktstudien, die noch durch den Stil Rodins geprägt waren, und fertigte später Radierungen sowie Holzschnitte an, die teils in jugendstilnaher Gestaltung ausgeführt waren. Erste Anerkennung als Künstler erfuhr er mittels seiner Porträtbüsten bekannter Hamburger Persönlichkeiten. An diesen lässt sich ein stilistischer Wandel ablesen; waren sie zunächst klassisch, wurden sie zunehmend flächig formalisiert und abstrakt. Sein Ziel innerhalb dieses Wandels blieb, Plast...
Julius Wohlers spielte nicht nur als Maler, sondern auch als Kunsterzieher und enger Berater Alfred Lichtwarks eine bedeutende Rolle im damaligen Kulturleben Hamburgs. Künstlerisch konzentrierte er sich besonders auf die norddeutsche Landschaft, zunächst noch impressionistisch geprägt, später auch mit expressiver Farbigkeit. Sein Kunststudium absolvierte Julius Wohlers von 1886-1889 an der Akademie in Berlin, wo er sich vor allem mit der Kunst des Radierens beschäftigte. 1890 ging er für kurze Zeit nach Kopenhagen,...
Obwohl die Malerin und Grafikerin Gretchen Wohlwill keineswegs unbekannt war und mit Anita Rée und Alma del Banco zu den sehr erfolgreichen weiblichen Mitgliedern der Hamburgischen Sezession zählte, geriet ihr Werk nach ihrem Tod, bzw. schon zur Zeit ihrer Emigration, etwas in Vergessenheit. Zu Beginn ihrer Schaffenszeit entstanden vor allem Grafiken, die sich an ihrem Lehrer Arthur Illies orientierten, gerne Szenen mit Arbeitern in der Umgebung des Hafens. Bald ließ sie sich, vor allem auf Ansichten, vom Kubismus...
Mit seinen satirischen und bitter-kritischen Zeichnungen wurde Johannes Wüsten zu einem der bedeutendsten Antipoden des NS-Regimes. Unter seinem Pseudonym Peter Nikl veröffentlichte er diese im Prager Exil bei mehreren Zeitschriften wie „Gegenangriff“, „Deutsche Volkszeichnung“ und „Prager Mittag“. Vor dem zweiten Weltkrieg malte er zunächst dunkeltonige Figurenbilder, in denen er seelische Zustände sowie körperliche Defekte verbildlichte und philosophische als auch religiöse Themen aufgriff. Gleichzeitig stellte e...
Hermann de Boor, geb. 12.12.1848 in Hamburg, gest. 30.11.1889 ebd., Sohn des Hamburger Juristen Claus de Boor und der Kaufmannstochter Amalie Siemers. Künstlerische Ausbildung bei Wilhelm Camphausen in Düsseldorf, in dessen Nachfolge ausschließlich als Schlachtenmaler tätig, zunächst in Düsseldorf, seit 1880 in Hamburg, mit ausgedehnten Reisen zu den Schlachtfeldern der Napoleonischen Kriege von 1813-1815 und des deutsch-französischen Krieges 1870/71. Heirat 1888 mit der Malerin Julie Unna, verw. Ploos van Amstel.