Wahrgenommen wurde Ruwoldt seiner zahlreichen im öffentlichen Raum aufgestellten Skulpturen wegen vor allem als Tierbildhauer. Er schuf jedoch auch zahlreiche Grafiken, Zeichnungen und Aquarelle, und vor allem in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg konzentrierte er sich auf das Motiv des weiblichen Aktes, besonders des Doppelaktes. Später fand er dann zum Tiermotiv: im Hagenbeck-Tierpark studierte er exotische Tiere, wie Panther und Affen, die beide zu seinen besonders geschätzten Motiven gehörten. Geboren in Hamburg...
Bekannt wurde Anita Rée vor allem durch ihre Porträts und Bildnisse, mit denen sie auch schon Zeit ihres Lebens für Aufsehen sorgte. Sie malte zahlreiche Selbstportraits, aber auch Freunde und Modelle, darunter auch bekannte Persönlichkeiten der damaligen Kulturlandschaft, wie etwa Gustav Pauli und seine Frau Magdalena, Eleonora Duse, Gräfin Kalckreuth, Marietta Warburg und Agnes Holthusen, gerne auch die Kinder ihrer Freunde oder Dienstmädchen. War sie zunächst noch dem Naturalismus verpflichtet, begann sie (wohl...
Friedrich Schaper, geb. 13.11.1869 in Braunschweig, gest. 21.02.1956 in Hamburg. Nach Dekorationsmalerlehre in Hamburg 1889-1890 Studium an der Kunstgewerbeschule in Hamburg, 1890-1894 an der Kunstgewerbeschule und an der Akademie in Berlin. 1894 Rückkehr nach Hamburg, 1897 Gründungsmitglied des Hamburger Künstlerclubs. Seit 1902 Lehrtätigkeit an verschiedenen Hamburger Ausbildungsstätten, zuletzt an der Landeskunstschule. Ab 1923 freischaffend tätig.
Rosa Schapire wurde als viertes von fünf Kindern einer angesehenen jüdischen Familie in Ostgalizien geboren. Sie studierte als eine der ersten Frauen Kunstgeschichte. Rosa Schapire verdiente sich ihr Studium mit Übersetzungen und Sprachunterricht und promovierte in Heidelberg. Sie wurde passives Mitglied der Künstlergruppe die „Brücke“, die 1905 von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Bleyl gegründet worden war. 1908, nach einigen unruhigen Wanderjahren, die Rosa Schapire auch nach...
Matthias Scheits ist einer der wichtigsten Künstler Hamburgs des 17. Jahrhunderts. Unter seinen Gemälden finden sich biblische Szenen, Schilderungen der Gesellschaft aber auch des Volkslebens. Viele seiner Zeichnungen wurden als Vorlagen für Kupferstiche benutzt. Einfluss auf sein Werk hatten neben Rembrandt besonders Adriaen van Ostade und David Teniers mit ihren genrehaften Schilderungen des bäuerlichen Lebens. Im Jahr 1640 oder 50 reiste Scheits nach Holland, um unter anderem beim Maler Philips Wouvermann zu ler...
Otto Schirop, geb. 20.01.1904 in Hamburg, gest. 09.11.1958 ebd. Nach künstlerischer Ausbildung in Hamburg hier als Maler und Grafiker tätig. Zahlreiche Reisen vor allem in den Balkan und nach Skandinavien. Sein Schaffen geprägt durch die Auseinandersetzung mit dem Kriegserlebnis und den Nachkriegskrisen.
Robert Schmidt-Hamburg malte größtenteils Schiffe auf hoher See, auch wenn er unter dem Titel „Maler des Hamburger Hafens“ bekannt wurde, gehören Hafenszenen zum geringeren Teil seines Werkes. Kennzeichnend sind oft besonders leuchtende Farben und ein kräftiger Pinselduktus, teilweise mit impressionistischen Anklängen. Robert Schmidt wurde 1885 als Sohn eines Korbmachermeisters geboren, der sich selbstständig gemacht hatte und eine kleine Fabrik in Berlin besaß. Schon früh interessierte ihn die Seefahrt, und so arb...
Als Motive wählte Schnars-Alquist ausschließlich Seestücke und Hafenbilder, gerne Großsegler auf hoher See. Seine beliebten Werke wurden auch als Grafiken vervielfältigt. Schnars-Alquist wurde 1855 in Hamburg geboren und arbeitete – als Sohn einer Kaufmannsfamilie – vorerst auch als Export- und Bankkaufmann in Hamburg. Das Malen erlernte er zunächst autodidaktisch, von 1886–1889 war er anschließend Meisterschüler an der Berliner Akademie bei Hans Gude. 1890 ging Schnars-Alquist (der Namenszusatz „Alquist“ diente ih...
Jacob Schuback, geboren 8.2.1726 in Hamburg, gestorben 15.5.1784 ebd., Sohn des Hamburger Bürgermeisters Nikolaus Schuback und der Hamburger Ratsherrentochter Elisabeth John. Nach Jurastudium in Göttingen als Jurist in Hamburg tätig, seit 1760 Senatssyndicus. 10.2.1753 Heirat mit der Hamburger Richterstochter Margaretha Johanna Volckmann. Musikliebhaber, Kunstsammler, Autor von zahlreichen juristischen, religiös-erbaulichen und musiktheoretischen Schriften sowie Kompositionen.
Johanna Schütz-Wolff, geb. Wolff war eine in Hamburg wirkende Künstlerin. Sie schloss 1913 das Lyzeum in Halle ab, besuchte dort ein Seminar für Handarbeitslehrerinnen und nahm in Weimar Zeichenunterricht. Nach dem freiwilligen Dienst beim Roten Kreuz besuchte sie die von 1915 bis 1918 die Handwerkerschule in Halle, von 1918/19 studierte sie an der Münchner Kunstgewerbeschule. Von 1920 bis 1925 baute sie die Textilwerkstatt der Burg Giebichenstein auf und schuf ihre ersten großformatigen figürlichen Gobelins. 1925...
Arthur Siebelist war vor allem vom späten französischen Impressionismus geprägt, den er auf die norddeutsche Landschaft übertrug. Neben Gemälden entstanden auch Zeichnungen und Lithographien. 1884 begann Arthur Siebelist, der in Hamburg aufwuchs, eine Lehre als Kunstgewerbezeichner bei Georg Hulbe. Im Jahre 1890 folgte ein Studium an der Kunstgewerbeschule in München. Zu Studienzwecken reiste Siebelist in der Folgezeit viel und besuchte Amsterdam, Florenz, Rom, Paris, London und Kopenhagen; wieder in Hamburg, gehör...
Von Dominicus van der Smissen sind vor allem Bildnisse bekannt, er schuf wohl auch Landschaften und Stilleben, die jedoch sich jedoch nicht erhalten haben. Nach dem Tode Balthasar Denners war er Hamburgs und Altonas führender Bildnismaler. Die Familie van der Smissen stammte ursprünglich aus Brabant und hatte sich – als Angehörige des mennonitischen Glaubens – in Altona angesiedelt, welches schon seit 1601 freie Glaubensausübung für Mennoniten gewährte. Dominicus van der Smissen erlernte das Malen beim bekannten Ba...
Geb. 9.7.1812 in Hamburg, gest. 14.5.1861 ebd. Erste künstlerische Ausbildung in Hamburg bei Gerdt Hardoff d. J., 1832-1838 Studium an der Akademie in München. 1840-1848 Aufenthalt in Paris, seitdem in Hamburg ansässig; auch als Lithograf und Radierer tätig.
K. R. H. Sonderborg, der als Kurt Rudolf Hoffmann geboren wurde und sich nach seinem dänischen Geburtsort benannte, war in Deutschland einer der prägendsten Künstler der gegenstandslosen Malerei. Neben Werken in Tempera, Tusche und später in Acryl entstanden auch zahlreiche Zeichnungen. Ab den späten 1950er Jahren entwickelte er seine typisch dynamische und bewegungsbetonte Malweise, schuf seine Werke schnell und eruptiv, und näherte sich dabei auch dem Action Painting an. Die Musik – Sonderborg war sein Leben lang...
Otto Speckter, geb. 09.11.1807 in Hamburg, gest. 29.04.1871 ebd., Sohn des Hamburger Lithografen Johann Michael Speckter. Künstlerische Ausbildung im Speckter- und Gensler-Kreis in Hamburg. 1834 Übernahme der lithografischen Anstalt des Vaters. Berühmt vor allem als feinsinniger Illustrator, speziell im Kinder- und Tiergenre.
Hermann Steinfurth, geb. 18.5.1823 in Hamburg, gest. 7.2.1880 ebd. Nach erster künstlerischer Ausbildung in Hamburg bei Gerdt Hardorff d.Ä. seit 1841 Studium an der Akademie in Düsseldorf bei Carl Sohn und Wilhelm von Schadow. 1852 Studienreise durch die Niederlande und Italien. Seitdem in Hamburg ansässig; bedeutendster Hamburger Porträtmaler der zweiten Jahrhunderthälfte.
Heinrich Steinhagen schuf zahlreiche Grafiken, darunter auch Zyklen, sowie Zeichnungen und Aquarelle, aber auch Gemälde, welche ihn zu einer führenden Persönlichkeiten des Hamburger Expressionismus machten. Thematisch setzte er sich, vor allem nach den traumatischen Erlebnissen des Ersten Weltkrieges, mit religiösen Sujets auseinander. Darüber hinaus malte er aber auch Ansichten Hamburgs, Porträts sowie Motive aus dem Arbeiter- und Bauernleben. Heinrich Steinhagen wurde als Sohn eines Pastors in Wismar geboren, wo...
Christoffer Suhr, geboren 29.5.1771 in Hamburg, gestorben 13.5.1842 ebd.. Erste künstlerische Ausbildung in Hamburg bei Franz Conrad Löhr und Lorenz Lönberg, dann 1790-1792 bei Johann Friedrich Weitsch in Salzdahlum, 1792-1795 in Italien, auf der Rückreise Besuch in Dresden und Berlin. Seitdem in Hamburg ansässig; 1796 Ernennung zum Professor extraordinarius der Berliner Akademie. Tätig als Bildnismaler, vor allem aber bekannt durch seine als Aquatinta vervielfältigten Serien zum Hamburger Volksleben.
Ebba Tesdorpf, geboren 23.1.1851 in Hamburg, gestorben 22.2.1920 in Ahrweiler, Tochter des Kaufmanns Hans Peter Friedrich Tesdorpf und der Antoinette Karoline Mohrmann, verwitwete Abendroth. Schülerin von Bernhard Mohrhagen und Johann Theobald Riefesell in Hamburg. Auf des letzteren Anregung hin zeichnerische Dokumentatorin des alten Hamburger Stadtbildes während der Abbruchphase in den 80er und 90er Jahren des 19. Jahrhunderts. 1898 Übersiedlung nach Düsseldorf und Studium an der dortigen Akademie unter Hermann Gr...
Johann Anton Tischbein, der auch als „Hamburger Tischbein“ bezeichnet wird, gehörte als Onkel des „Goethe-Tischbein“ Johann Heinrich Wilhelm zur ersten Generation einer der bekanntesten Künstlerfamilien seiner Zeit. Sein Œuvre war sehr vielfältig: Neben Bildnissen schuf er auch Landschaften und Historienbilder, ebenso wie Raumdekorationen oder Grafiken. Er arbeitete zunächst als Schreiber in Frankfurt und erlernte das Tapetenmalen in Paris. Zurück in Deutschland übte er in Frankfurt den Beruf des Tapetenmalers aus,...
Gertrud, geborene Mankiewicz, war die Ehefrau des Unternehmers und Mäzens Oscar Troplowitz. Dieser konnte – dank Gertruds Mitgift – 1890 das Kleinunternehmen des Apothekers Paul C. Beiersdorf aufkaufen und baute in der Folgezeit die Firma zu einem Betrieb auf, der weltweit aktiv war. Er entwickelte Produkte und Marken, die bis zum heutigen Tag weithin bekannt sind, so z. B. Leukoplast (1901), Labello (1909) und Nivea (1912). Grundlage für seinen wirtschaftlichen Erfolg war die außerordentliche kluge Auswahl seiner...
Tetjus (eigentlich Otto) Tügel, geboren am 18.11.1892 in Hamburg, gestorben am 24.10.1973 in Oese bei Bremervörde, Sohn des Hamburger Kaufmanns Ludwig Tügel. Seit 1909 in Worpswede als Maler ansässig, zugleich Betätigung als Schriftsteller, Schauspieler, Kabarettist und Komponist. 1918 Heirat mit der Dichtertochter Vera Dehmel. 1945 Übersiedlung nach Oese.
Adolf Vollmer, geb. 17.12.1806 in Hamburg, gest. 12.2.1875 ebd., Schüler von Christoffer Suhr und Friedrich Rosenberg in Hamburg, 1831-1833 Studium an der Akademie in Kopenhagen, von 1833-1839 in München, seitdem als Landschafts- und Marinemaler in Hamburg ansässig.
Otto Wagenfeldt hatte sich als Maler des frühen Barock besonders auf Darstellungen historischer, biblischer und christlicher Szenen spezialisiert, die er gern dramatisch und mit starkem Hell-Dunkel-Kontrast ausführte. Viele der Werke Otto Wagenfeldts wurden zunächst dem Hamburger Maler Matthias Scheits zugeschrieben, wie das bekannte „Das Vogelnest“, oder die sechs Emporenbilder der Hamburger Kunsthalle für St. Jacobi, welche erst durch Hermann Röver 1926 als Werke Wagenfeldts identifiziert wurden. Otto Wagenfeldt...