Hellmut Kruse war das erste von drei Kindern des Hamburger Kaufmanns und Senators Hans Emil Bernhard Kruse (1891-1968). Nach erfolgreichem Studium der Literaturgeschichte und Philosophie an den Universitäten Hamburg und Fribourg/Schweiz, betätigte er sich zunächst als Exportkaufmann im väterlichen Betrieb Wiechers & Helm, Hamburg. Dieses Unternehmen leitete er von 1954 bis 1961 als persönlich haftender Gesellschafter und ab 1989 als geschäftsführender Gesellschafter. 1961 trat er bei der Beiersdorf AG mit Zuständig...
Hugo Krüss war ein Hamburger Physiker, Unternehmer und Präsident des Kirchenrates. Der Sohn des Optikers Edmund Johann Krüss und seiner Frau Agathe Auguste wurde in das 1796 gegründete Familienunternehmen, die optisch-mechanischen Werkstätten A. Krüss hineingeboren. Nach dem Besuch der Privatschule Dr. Schuster absolvierte er eine entsprechende Ausbildung in Altona und München, wo er anschließend an der Ludwig-Maximilians-Universität studierte und 1873 mit einer Arbeit über die „Vergleichung einiger Objectiv-Constr...
Ferdinand Kugelmann machte sich, nachdem er in den 1860er Jahren für die Firmen H. C. Meyer und Heinrich Ad. Meyer tätig gewesen war, 1871 unter dem Namen Ferd. Kugelmann selbstständig. Die Firma (ab 1892: Ferd. Kugelmann GmbH) betrieb Ex- und Importgeschäfte. Exportiert wurde nach Afrika, Australien, Indien und vor allem nach Lateinamerika, und zwar u.a. Baumaterialien, Glaswaren, Lebensmittel und Maschinen. Importiert wurden u.a. Elfenbein, Perlen, Kaffee und Hanf. Von 1881 bis 1885 war Kugelmann Konsul der Argen...
Clemens August Freiherr von Kurtzrock-Wellingsbüttel, geboren 14.1.1745 in Wellingsbüttel, gestorben 4.5.1822 in Hamburg, Sohn des Theobald Josef Freiherr von Kurtzrock-Wellingsbüttel und der Maria Anna Freiin von Weichs-Sarstedt. Herr auf Wellingsbüttel, schleswig-holsteinischer Geheimer Rat und Kammerherr; 1789-1805 und 1814-1820 als fürstlich thurn und taxischer Oberpostdirektor in Hamburg tätig. 1819 Erhebung in den erblichen österreichischen Grafenstand. Vermählt 1778 mit Maria Theresia Charlotte Freiin von Ca...
Kurt A. Körber war ein bekannter deutscher Stifter und bedeutender Unternehmer im Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus. 1928 schloss er sein Studium im Bereich der Elektrotechnik in Mittweida ab. Im Jahr 1946 gründete Körber in Hamburg-Bergedorf die Hanseatische Universelle „Hauni Maschinenfabrik Körber & Co KG“, deren Maschinen weltweit rund 90 % aller Filterzigaretten hergestellten. Die insgesamt zwanzig Firmen umfassende Körber-Group beschäftigte rund 6800 Mitarbeiter. Körber machte sich auch als Kunststifter...
Carl Laeisz, geb. 27.4.1828 in Hamburg, gest. 22.3.1901 ebd., Sohn des Kaufmanns und Reeders Ferdinand Laeisz und der Johanna Ulrike Catharina Creutzberg. Nach kaufmännischer Lehre Kaufmann und Reeder in Hamburg. 1852 Heirat mit der Schiffsmaklertochter Sophie Christine Knöhr. Stifter der Hamburger Musikhalle.
Carl Ferdinand Laeisz wurde am 10. August 1853 in Hamburg geboren. Die Familie stammte aus Schwaben und ist seit ungefähr 1760 in Hamburg ansässig. Der Großvater Ferdinand Laeisz hatte den Wechsel vom Buchbinder zum Reeder unternommen und die Firma zu einer bedeutenden Segelschiffsreederei ausgebaut. Sie engagierte sich auch im Seeversicherungsgeschäft, so dass die drei Laeisz (Ferdinand, Carl und Carl Ferdinand), die bis zum Jahre 1887 die Reederei gemeinsam leiteten, als die führenden Männer des Hamburger Seevers...
John Hermann Langnese, geb. 13.10.1828 in Hamburg, gest. Januar 1877 ebd., Sohn des Kaufmanns Vincent Elias Hermann Langnese und der Hanna Eleonora Dorothea Benett. Kaufmann und Reeder in Hamburg. 1853 Heirat mit Wilhelmina Petronella Beck.
Der Bruder von Antonie Amsinck, wurde, nachdem er in Hamburg sowie in Spanien, Portugal und New York kaufmännische Kenntnisse erworben hatte, 1886 Teilhaber des Handelsunternehmens und Finanzhauses G. Amsinck & Co. in New York. 1901 kehrte er nach Hamburg zurück, lebte hier als Privatier und engagierte sich vor allem im sozialen Bereich. Der als fortschrittlich geltende Lattmann wurde 1912 Senator und bekleidete dieses Amt bis 1919. Er war u.a. Präses der Armenanstalt, der Behörde für öffentliche Jugendfürsorge und...
Carl von Leesen, geboren 1804 in Nienstedten, gestorben 6.5.1858 in Hamburg, Sohn des Kaufmanns Detlef von Leesen und der Rosina Elisabeth Reder; Kaufmann in Hamburg, in zahlreichen bürgerlichen Ehrenämtern tätig; vermählt 7.12.1833 mit Mathilde Meyer, nach deren Tod zweite Eheschließung 18.1.1839 mit Auguste Amalie Loehr.
Adolph Lewisohn wurde zwar in Hamburg geboren, verbrachte aber den größten Teil seines Berufslebens in den USA. 1867 ging er als Vertreter der väterlichen Hamburger Firma Samuel Lewisohn jr. nach New York, um dort seine beiden Brüder Julius und Leonhard zu unterstützen. Die Firma handelte u.a. mit Borsten. 1878 stiegen Adolph und Leonhard in den Kupferhandel ein und wandten sich auch der Produktion und der Verarbeitung von Kupfer zu. 1887 löste sich die New Yorker Filiale Lewisohn Brothers vom Hamburger Haupthaus....
Die Familie Lienau stammte ursprünglich aus Stade. Wie jedoch der Nekrolog seines bekannteren Sohnes, des Bürgermeisters Daniel Lienau berichtet, hatte sich die Familie bereits vor dessen Bürgermeisterwahl um die Stadt verdient gemacht. Schon Hinrich Christoph Lienau hatte zahlreiche Ämter in Hamburg inne. So war er unter anderem ab 1741 Adjunkt am Kirchenkollegium von St. Petri und gehörte ab 1742 dem Niedergericht an. Ab 1748 war er Kriegskommissar, an 1749 Fortifikationsbürger und ab 1751 Zuchthausprovisor. 1760...
Carl Robert wurde als Sohn eines Zigarettenfabrik-Arbeiters in Altona geboren. Er besuchte zusammen mit dem späteren Bürgermeister Max Brauer in Ottensen die Volks- und Realschule. Anschließend absolvierte er bis 1894 bei der Firma Wöhler, Bartning Sucesores (WB) seine Kaufmannslehre. Danach siedelte Linga als WB-Vertreter nach Mazatlán/Mexiko um. Ab 1904 setzte er selbstständig sein erfolgreiches und wechselvolles Leben im Zuckerhandel und als Reeder fort. Im Zuge des Ersten Weltkriegs kamen seine Geschäfte zum er...
Christian Heinrich Lohmann, geboren am 28.03.1747 in Glückstadt, gestorben am 08.01.1821 in Hamburg. Seit 1768 in Hamburg als Gewürzhändler tätig. Nach zahlreichen bürgerlichen Ehrenämtern seit 1814 Oberalter. Vermählt am 03.07.1771 mit Anna Catharina von der Neuenburg.
Albrecht Lorenz Lorenz-Meyer, geb. 16.06.1891 in Hamburg, gest. 22.07.1960 in Bad Gastein, Sohn des Hamburger Kaufmanns Eduard Lorenz Lorenz-Meyer und der Alice Sieveking. Kaufmann in Hamburg. Heirat 26.05.1922 mit der niederländischen Admiralstochter Constantia Margareta Wilhelmina Umbgrove. Setzte die Kunstpflege seiner Familie fort; Initiator der Stiftung Lorenz-Meyer im Museum für Hamburgische Geschichte.
Nachdem Eduard Lorenz-Meyer seine kaufmännische Lehrzeit bei Schlüter & Maack absolviert hatte, wurde er Anfang 1879 Angestellter bei Behn, Meyer & Co. in Singapur. 1885 avancierte er zum Partner. Drei Jahre später ging er zurück nach Hamburg und wurde Teilhaber der Firma Arnold Otto Meyer. Diese betrieb vor allem Export- und Import-Produktengeschäfte (u.a. Kopra und Pfeffer). Neben seiner geschäftlichen Tätigkeit engagierte sich Lorenz-Meyer im kulturellen Leben Hamburgs. Er betrieb genealogische Forschungen,...
Johann Hermann Luis, geb. 12.9.1683 in Hamburg, gest. 16.9.1741 ebd., Sohn des Hamburger Kaufmanns Hermann Luis und der Margaretha Sillem. 17.11.1711 Heirat mit Catharina Elisabeth Cronenburg. Kaufmann. Nach zahlreichen bürgerlichen Ehrenämtern 1719 Senator und seit 1739 Bürgermeister in Hamburg.
Johann Luis, geboren 15.11.1722 in Hamburg, gestorben 21.1.1788 ebd., Sohn des Hamburger Bürgermeisters Johann Hermann Luis und der Catharina Elisabeth Cronenburg. Kaufmann in Hamburg. Seit 1768 Ratsherr, seit 1784 Bürgermeister in Hamburg. Heirat 23.1.1748 mit Agatha Beckhoff.
Johann Diederich Luis, geboren am 28.03.1754 in Hamburg, gestorben am 22.12.1821 ebd., Sohn des Bürgermeisters Johann Luis und Agatha Beckhoff. Kaufmann in Hamburg, seit 11. Dezember 1818 Senator. Vermählt 04.06.1782 mit der Hamburger Kaufmannstochter Catharina Cäcilia Rücker. Johann Diederich Luis war seit 1782 in den meisten bürgerlichen departements tätig und gehörte auch zahlreichen Deputationen an, die die Bürgerschaft zu besondern Gelegenheiten wählte, etwa der Reorganisations-Deputation von 1814. Der Commerz...
Arthur Lutteroth besuchte bis 1862 die Schule in Hamburg, anschließend lebte er ein Jahr in Genf. Ab 1863 kaufmännische Lehre bei Helmcke & Kuhlenkamp, 1866-1867 Lehrzeit in der Firma Lewen & Sachs in London. Ab Dezember 1867 trat er als Prokurist in die Firma Lutteroth & Co. ein, im Januar 1869 wurde er Teilhaber. Am 30. September 1874 Wahl zum Mitglied der Handelskammer. Präsidiat vom 2. Mai 1879 bis zu seinem Ausscheiden aus der Kammer am 31. Dezember 1882. Am 31. Dezember 1892 erneut in die Handelskammer gewähl...
Nicolaus Gottlieb Lütkens, geb. 10.05.1716 in Billwerder, gest. 10.01.1788 in Hamburg, Sohn des Pastors Nicolaus Lütkens und der Catharina Elisabeth Kähler. Kaufmann in Hamburg und seit 1771 Senator. Erste Eheschließung 22.11.1745 mit Ilsabe Engelhardt (gest. 1760), 1761 zweite Heirat mit Cornelia Overmann.
Heinrich A. Mathies, geb. 23.11.1842, gest. 9.1.1931 in Hamburg. Textilkaufmann, seit 1869 als Inhaber eines Geschäftes für Manufakturwaren in St. Pauli ansässig. Mitglied der Bürgerschaft, langjähriges Mitglied des St. Pauli-Bürgervereins.
Johann Heinrich Wilhelm Mauke war ein Hamburger Buchhändler und Verleger des 19. Jahrhunderts. Er übernahm 1826 eine der ältesten Buchhandlungen in Hamburg, das Geschäft von Friedrich Perthes. Wilhelm Mauke führte das Unternehmen als Alleininhaber durch die schwierige Zeit des Vormärz, die für viele Hamburger Verleger Konflikte mit der Zensur mit sich brachte. Er rettete das Verlagshaus schließlich auch über die Katastrophe des Großen Brandes 1842 hinweg. Wilhelm Mauke und Rudolf Besser, der 1836 sein Geschäftspart...
1816 kam Meister aus Detmold nach Hamburg, wo er eine Stelle bei der Firma Franz Konrad Kohen in der Admiralitätsstraße fand, in der er bis zur Ablegung des Bürgereides am 14. Mai 1824 arbeitete. Am 1. Juli 1824 associierte er sich mit E. F. van Bargen unter der Firma Bargen & Meister. Diese Verbindung wurde am 1. September 1830 aufgelöst; stattdessen gründete er die Firma Carl L. D. Meister (ab Dezember 1856: Carl L. D. Meister & Co.). Diese galt als allgemeines Import- und Exportgeschäft, doch ließ Meister auch e...