Der Sohn des Küfers und Weinhändlers August Hocker wuchs zunächst in Boizenburg auf und kam als Zehnjähriger mit der Familie nach Hamburg. Nach Abschluss seiner Lehre arbeitete er bis 1834 weiterhin in der väterlichen Weinhandlung. Von 1835 bis 1838 betätigte er sich in Berlin als Küfer. Zurück in die Hansestadt erhielt Hocker im Januar 1839 das Bürgerrecht. Im April 1840 wurde er zum Weinmakler gewählt, und 1844 eröffnete er eine große Weinhalle in der Poststraße / Ecke Neuer Wall. Seit 1834 betätigte er sich schr...
Gottfried Friedrich Heinrich August Holthusen war Kaufmann und Hamburger Senator. Er wurde am 6.3.1848 in Flögeln geboren, wuchs dort auf und begann 1862 eine kaufmännische Ausbildung in der Firma seines älteren Bruders Justus in Hamburg. Dort arbeitete er acht Jahre, bis er einem Infanterie-Regiment der Preußischen Armee beitrat, um im Deutsch-Französischen Krieg zu dienen. Nach Kriegsende kehrte Holthusen zurück und wurde Mitinhaber der Firma. Im Jahre 1872 heiratete er Maria Henriette Wehber (1852-1873), die jed...
Gotthilf Egmont von Hosstrup, geb. 01.10.1813 in Hamburg, gest. 14.06.1876 ebd., Sohn des Oberalten Gerhard Carsten Jacob von Hosstrup und der Sophie Henriette Elisabeth Seyler. Nach Studium der Rechte und Staatswissenschaften in Göttingen und Heidelberg 1835 Promotion zum Dr. jur. Seitdem in Hamburg als Mitarbeiter und später Leiter der Börsenhalle tätig, ab 1852 als Rentier lebend mit zahlreichen sozialen und kulturellen Ehrenämtern. 12.04.1845 Heirat mit der Kaufmannstochter Caroline Augusta Tesdorpf.
Johann Matthias von Hosstrup, geb. 14.6.1785 in Hamburg, gest. 14.12.1825 ebd., Sohn des Hamburger Kaufmanns Jacob von Hosstrup und der Maria Antoinette Hoppe. Kaufmann in Hamburg. Unvermählt.
Senator in Hamburg Bereits in seiner Jugend wurde Michael Hudtwalker Mitglied des Freundeskreises, der sich um Georg Heinrich Sieveking gebildet hatte. Hier kam er erstmalig mit den Gedanken der Aufklärfung in Verbindung. Seine stark sozial geprägte Geisteshaltung zielte auf eine Erziehung zur Selbsthilfe bei gleichzeitiger eigener vorbildlicher Lebensführung hin. Als Mitglied der Patriotischen Gesellschaft engagierte er sich für die Förderung der Gemeinnützigkeit. Hudtwalker hat sich um die Polizeiverwaltung und G...
Seit 1892 in Mexiko beim Bankhaus H. Scherer & Cie., Teilhaber ab 1903. 1910 Rückkehr nach Deutschland. Seit 1. Januar 1911 Vorstandsmitglied der Deutsch-Südamerikanischen Bank, Berlin und Direktor ihrer Hamburger Niederlassung. Seit November 1911 Direktor der Dresdner Bank und Leiter der Hamburger Filiale. Verschiedene Aufsichtsratsposten. Seit 1919 in der Handelskammer, 1927-1931 Präses.
Hermann Victor Hugo Hübbe, Sohn von August Cornelius Hübbe. Ab Juli 1921 eine dreijährige Tätigkeit in der Filiale der Deutsch-Südamerikanischen Bank in Buenos Aires. Seit 1932 Direktor der Hamburger Niederlassung der Bank, 1937-1966 in deren Vorstand, 1967-1972 im Aufsichtsrat. Am 16. Juni 1933 wurde Hermann Victor Hugo vom Senat zum Präses der Handelskammer Hamburg bestellt. Sein Präsidiat dauerte bis zum 6. April 1937, als er nach Berlin übersiedelte. Er war langjähriges Mitglied des Außenwirtschafts-Ausschusses...
Seine Lehrzeit verbrachte Carl Wilhelm Ludwig Jacob bis 1851 in Halberstadt bei der Firma Meier & Co. Er arbeitet ab 19. September 1852 als Commis in der Göttinger Tuchhandlung des Kaufmanns Louis Laporte und schied im Dezember 1855 aus dieser Firma aus, um seinen Militärdienst in Preußen zu leisten. Ab 1859 wohnte er in Hamburg und war bei der Firma H. C. Bock beschäftigt, die 1825 gegründet worden war und ein Lager von Leinen, Tuchen und Manufakturwaren unterhielt. Am 8. November 1862 erhielt er Prokura in dieser...
Nach einer kaufmännischen Ausbildung kam Ferdinand Jacobson 1848 nach Hamburg und gründete das Handelshaus Ferdinand Jacobson, nachdem er vorher ein Bankkonto eröffnet und 750 Kurantmark dafür entrichtet hatte. Dieses Geschäft wurde 1895 in ein Bankhaus umgewandelt, das noch bis 1940 bestand. Jacobson wurde am 9. Mai 1951 Hamburger Bürger. Mit Beginn des Jahres 1858 wurde Jacobson in die Commerzdeputation gewählt. Sein Präsidiat in der Commerzdeputation dauerte vom 1. Januar 1861 bis zum 31. Dezember 1861. Mit sein...
1678 in Hamburg als Sohn eines Kaufmanns geboren, ergriff Georg Jencquel selbst auch diesen Beruf, den er sehr erfolgreich ausübte. Von 1712 an war er er Reihe nach Comemrzdeputierter, Kriegscommissair, Waisenhausprovisor, Bürger an der Admiralität, Fortification, Artillerie und Banco. Der Commerzdeputation stand er von 1715 bis 1716 als Präses vor. Am 28. Mai 1729 wurde er zum Senator gewählt. Bei seinem Tod war er mit fast 80 Jahren der älteste Senator und Protoscholar.
Als Sohn eines Rechtsgelehrten in Hamburg geboren, widmete sich Jacob Hinrich Jencquel jedoch wie sein Großvater Georg Jencquel dem Handel. Als Mitglied der bürgerlichen Kollegien übte er seit 1791 eine ganze Reihe von Ämtern aus. So war er Kriegscommissairs, Bürger am Niedergericht und am Kalkhof, Banco- und Admiralitätsbürger. Vor seiner Amtszeit als Präses der Commerzdeputation (1802-1803) gehörte er dem Gremium als Deputierter an, später als Alter. Nach der Wiederbefreiung Hamburgs machte er sich verdient in de...
Martin Johann Jenisch, Sohn und Enkel von Senatoren, wurde schon 1785 zu bürgerlichen Ehrenämtern gewählt. Seit 1794 Commerzdeputierter, war er im April 1798 bereits zum Präses gewählt worden, als die Berufung zum Senator ihn zwang, das Amt aufzugeben. An seine Stelle trat Luer Anton Prösch. In seinen 29 Jahren als Senator leistete Jenisch seiner Vaterstadt zahlreiche Dienste, teils im Senat, teils bei Gesandtschaften. Auch als Handels- und Finanzmann war er sehr erfolgreich. Er heiratet in Hamburg am 7. Dezember 1...
Eduard Johns, geb. 11.8.1803 in Hamburg, gest. 23.12.1885 ebd., Sohn des Kaufmanns Christian Jakob Johns und der Charlotte Wilhelmine Jürgens. Kaufmann, zugleich in zahlreichen bürgerlichen Ehrenämtern tätig, seit 1861 Senator. Erste Eheschließung 30.1.1830 mit Anna Louise Schönhütte (gest. 1834), zweite Eheschließung 14.11.1835 mit Maria Schmidt.
Otto Jonas entstammte einer wohlhaben- den jüdischen Familie, die seit dem 18. Jahr- hundert eine Gold-und Silberscheideanstalt in der Hamburger Neustadt besaß. Nach der Lehre ging er nach England und kehrte Ende der 1870er Jahre in die Hansestadt zurück, um im großväterlichen Geschäft, der 1826 gegründeten Privatbank Jonas & Co., zu arbeiten. Bereits 1882, im Alter von nur 24 Jahren, machte ihn sein schwer erkrankter Vater zum Teilhaber des Bankhauses, welches überwiegend im Bereich Wertpapiergeschäfte und der Ver...
Georg Hinrich Justus, geb. 9.5.1761 in Hamburg, gest. 10.3.1803 ebd., Sohn des Hamburger Kaufmanns und Tabakfabrikanten Friedrich Justus und der Elisabeth Gertrud Büsch. Führte die Firma seines Vaters weiter. 16.10.1792 Heirat mit Maria Carolina to der Horst.
Carl Rudolph Jänisch, geb. 10.10.1786 in Altengamme, gest. 5.1.1838 in Hamburg, Sohn des Hamburger Pastors Rudolph Jänisch und der Charlotte Christiane Encke. Kaufmann in Hamburg, vorübergehend in Rußland und Ostasien tätig.
Robert Kayser, von Beruf Kaufmann, ging 1829 nach Chile. Im Jahre 1839 kehrte er wieder nach Hamburg zurück und legte vier Jahre später den Bürgereid ab. Bis zum 6. September 1843 war er Teilhaber einer Handlungssozietät unter dem Namen Kayser, Hayn & Co. in Matzatlán. Am 30. Juni 1843 gründete er zusammen mit Kunhardt und Hayn eine Handlungsgesellschaft in Valparaiso, die bis zum 16. Mai 1849 bestanden hat. Als Neugründung entstand im Dezember 1846 in Hamburg die Handlung Kunhardt, Kayser & Hayn, die nach Kunhardt...
Annie Kienast wuchs mit fünf Geschwistern im Arbeitermilieu auf - der Vater war Kesselschmied, die Mutter ein ehemaliges Dienstmädchen, beide SPD-Mitglieder. Annie Kienasts Bildungslaufbahn entsprach dem eines Mädchen aus der Arbeiterschicht: Volksschule, danach Lehre als Textil-Verkäuferin. Geprägt durch ihre Eltern wurde auch Annie Kienast Mitglied der SPD (ab 1918) und der Gewerkschaft. Sie engagierte sich im „Zentralverband der Handlungsgehilfen“ (ZdH) bzw. dessen Nachfolgeorganisation, dem „Zentralverband der...
Nach dem Abitur in Hamburg begann Elso Klöver 1912 in Tübingen ein Studium der Staats- und Rechtswissenschaften. Am 7. Juli 1920 wurde er in Hamburg zum Dr. rer. pol. promoviert wurde. Als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter begann er am 1. Januar 1921 den Dienst bei der Handelskammer, die ihn ab 1. Juli 1921 zum wissenschaftlichen Assistenten und ab 1. Dezember 1928 zum stellvertretenden Syndikus ernannte. Mit Wirkung vom 18. September 1933 wurde Klöver zum Syndikus, ab 1. März 1934 zum 1. Syndikus ernannt. Ab 15. Ma...
Hans Schierven Knoph, geb. 24.5.1766 in Hedemarken/Norwegen, gest. 29.2.1848 in Hamburg. Nach Ausbildung im Münzwesen 1784-1791 Münzwardein in Altona und an der Silberschmelze in Poppenbüttel, seit 1791 Bevollmächtigter der Münze in Altona. 1805-1842 letzter hamburgischer Münzmeister. Vermählt 23.1.1808 mit Wilhelmine Charlotte Eimbcke.
Johann Daniel Koch, geb. 26.8.1742 in Goslar, gest. 26.4.1829 in Hamburg, Sohn des Goslarer Bürgermeisters Johann Philipp Koch und seiner Ehefrau, geb. Sternberg. 24.4.1771 Heirat mit Johanna Elisabeth Henriette Funck. Jurist, seit 1799 Senator, seit 1821 Bürgermeister von Hamburg.
Ernst Koehne, geb. 13.12.1856 in Berlin, gest. 14.3.1933 in Hamburg, Sohn eines Berliner Kaufmanns. In Hamburg als Kaufmann tätig. Mitbegründer des Hamburger Deutschen Schauspielhauses und 1900-1928 dessen Verwaltungsdirektor und verantwortlicher Geschäftsführer.
Carl Johannes Koyemann entstammt einer niederländischen Familie, die um 1580 nach Hamburg gekommen ist. Am 6. März 1828 wurde er in Hamburg geboren. Seine Lehrzeit verbrachte er in der Firma Wilhelm Röper. Ab 1. Januar 1852 arbeitete er als Commis bei J. P. L. Bartels & Co., 1863 wurde er Teilhaber. Im Juli 1878 trat er aus diesem Geschäft aus und gründete 1879 die Firma Koyemann & Sohn. Von 1901 bis 1902 war er Partner in der Firma Paul Nirrnheim. Am 29. Dezember 1866 wurde Koyemann in die Handelskammer gewählt, d...
Carl Vincent Krogmann wurde am 3.3.1889 als Sohn einer Hamburger Kaufmannsfamilie in Hamburg geboren. Er war Mitinhaber des Handelshauses Wachsmuth und Krogmann. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde Krogmann politisch aktiv. Im März 1933 wurde er Mitglied des Hamburger Senats und trat im Mai 1933 der NSDAP bei. Mit Krogmanns Wahl zum Ersten Bürgermeister versprach man sich eine engere Bindung der Hamburger an die Partei und die Ideologie der Nationalsozialisten. Eine Umsetzung dieser Ideologie errei...