Franz Anton Joseph W. Biancone, um 1790 nach Hamburg eingewandert, hatte 1793 mit Siegmund Lohmann ein eigenes Geschäft unter dem Namen Biancone & Lohmann gegründet, in dem sein Sohn Peter Franz schon vor Ablegung des Bürgereides im Dezember 1828 gearbeitet hat. Am 1. Januar 1830 wurde er zusammen mit seinem Vetter G. H. Büsch, dem späteren Senator, Teilhaber der Firma, die daraufhin in Biancone & Co. umbenannt wurde. Zunächst wurde mit Kaffee und Kolonialwaren gehandelt, doch bereits ab 1844 lässt sich eine Reeder...
Am 16. September 1852 eröffnete Emilie Bieber in der Großen Bäckerstraße 26 ein daguerreotypisches (photographisches) Atelier, welches sich hoch oben unter dem Dach des Hauses befand. In dieser Frühzeit des Mediums Photographie arbeiteten fast ausschließlich Männer in diesem Metier. Der Beruf der Photographin entwickelte sich erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Emilie Bieber d avancierte zu einer erfolgreichen Portraitphotographin, deren Spezialität handkolorierte Portraits waren. Am 31. Oktober 1872 ernannte Fri...
Frans Detlof war das dritte von elf Kindern der Eltern Johann Nikolaus Bieber (1725-1808) und Cäcilia Maria, geb. Tummel (1734-1805). Er wurde in Hamburg gewählt an die: Brot-Ordnung, Wein-Accise, Vorhöckerei und an den Schoß. In der Stadt hat er sich mit unterschiedlichen öffentlichen Tätigkeiten hervorgetan: 1808 Armen-Vorsteher und Kriegs-Kommissar, 1809 an die Commerz-Deputation und 1816 deren Altadjunkt, 1810 an das Niedergericht, am 27. Mai 1814 Mitglied der Zwanziger, am 20. Oktober 1814 Militairkommissair,...
Johann Ehlert wurde in Hamburg als erster Sohn von sechs Kindern des Obersprützenmeisters und Besitzer der Glockengießerei, Johann Diederich Bieber (1766-1841) und Katharina Elisabeth, geb. Leisner (1765-1822) geboren. Als junger Mann trat er in die Fußstapfen seines Vaters und übernahm von ihm den Gießereibetrieb, der sich am seinerzeitigen Schweinemarkt befand. Ebenfalls engagierte er sich in der Hamburger Feuerwehr, die er von 1841 bis 1856 als Oberspritzenmeister leitete. Ein Jahr nach seiner Amtsübernahme zum...
Nach der Lehrzeit in Lübeck und Bremen besuchte Hermann Blohm die Höheren Technischen Lehranstalten in Hannover, Zürich und Berlin zum Studium der Ingenieurwissenschaften und machte Anfang 1872 Examen. 1873 ging er für drei Jahre nach England bevor er 1877 mit dem Ingenieur Ernst Voss die Werft Blohm & Voss gründete (zunächst „Kuhwärder Schiffswerft“). Diese entwickelte sich nach schweren Anfangsjahren bis 1914 durch ihre Bauten für die deutsche Handelsmarine, vor allem für die HAPAG, und für die kaiserliche Marine...
Heinrich Edmund Bohlen begann 1864 eine kaufmännische Lehre bei der Firma Burmester & Stavenhagen, nach der er sich zur weiteren Ausbildung in England, Frankreich und den Niederlanden aufhielt. Nach der Teilnahme am deutsch-französischen Krieg 1870/71 trat er in die väterliche Firma Bohlen & Dohrn ein, in der am 28. Dezember 1875 zum Prokuristen bestellt wurde. Am 1. Januar 1878 trat er als Gesellschafter in die Firma ein, die am 11. Oktober 1882 aufgelöst wurde. Schon im Januar 1881 hatte er zusammen mit Otto Chri...
August Bolten, geb. 23.01.1812 in Kloddram/Mecklenburg, gest. 19.07.1887 in Hamburg, Sohn des Dr. jur. Johann Joachim Bolten und der Anna Margaretha Rentzel. 1831 Eintritt in das Schiffsmaklergeschäft in Hamburg, dann auch als Reeder tätig. Mitbegründer der HAPAG und Teilhaber an zahlreichen anderen Reedereien der Stadt. Verheiratet seit 1860 mit der Pastorentochter Mathilde Büsch.
Die Familie Borgnis stammt aus Santa Maria in Oberitalien; sie gelangte im 19. Jahrhundert über Mainz und Frankfurt nach Hamburg. Am 20. März 1827 wurde Alexander August Borgnis in Frankfurt / Main geboren. Borgnis, verschwägert mit Freiherrn Ernst v. Merck, kam 1857 nach Hamburg und wurde am 30. Dezember 1861 Prokurist der Firma H. J. Merck & Co., einer 1799 gegründeten Firma, die sich zunächst dem Handel mit englischen Baum-wollgarnen widmete, 1817 eine Filiale in Manchester eröffnete und auch bald in den Kreis d...
Friederike (Fides) Brach, geborene Feist-Belmont, entstammte einer Familiendynastie, die die Sektkellerei Feist-Belmont gegründet hatte. 1866 heirate sie Rudolph Brach. Dieser war nach einer Kaufmannslehre beim Mainzer Eisenhandelsunternehmen Gebr. Goldschmidt 1848 nach Amerika gegangen und dort als bewaffneter Händler an der texanisch-mexikanischen Grenze zu Wohlstand gekommen. 1866 kehrte er nach Europa zurück, lebte zunächst in Paris und seit 1868 mit seiner Ehefrau in Hamburg. Das Ehepaar hatte vier Kinder. Fri...
Wilhelm Breymann, gebürtig aus Oker im Harz, kam 1874 nach Hamburg und eröffnete unter seinem Namen ein Maschinen-Export und Mineralschmieröl-Import-Geschäft. 1877 nahm er Friedrich Wilhelm Hübener in seine Firma auf, die seitdem Breymann & Hübener hieß. Diese exportierte u.a. Salpeterfabriken, Lokomotiven und landwirtschaftliche Maschinen. Neben dem Exportgeschäft kümmerte sich Breymann auch um die Förderung technischer Innovationen. In den 1890er Jahren trat Hübener wieder aus der Firma aus und Breymann war forta...
1863 übernahm Martin Bromberg das 1845 in Porto Alegre gegründete Handelshaus Holzweissig & Cia. und benannte es in Bromberg & Cia. um. 1870 besaß die Firma bereits vier Filialen und mehrere Beteiligungen. In diesem Jahr eröffnete Brombergs Mitgesellschafter Jacob Rech in Hamburg eine Niederlassung, die europäische Waren für die überseeischen Filialen einkaufte. 1873 siedelte auch Bromberg in die Hansestadt über, wohin sich nunmehr der Schwerpunkt der Firmentätigkeit verlagerte. Er gründete weitere Handelsfirmen un...
Helly Bruhn-Braas, Tochter des Gründers der Braas Gruppe Rudolf H. Braas, war die erste Frau, die den Hamburger Arbeitgeberverband für Groß- und Außenhandel (AGA) führte. Dessen Präsidentin war sie von 2003 bis 2008 und wurde dann dessen Ehrenpräsidentin. Dem Präsidium der AGA gehörte sie schon seit 1995 an. In ihrer Amtszeit als Präsidentin gelang ihr 2006 die Vereinigung der AGA mit der WGA Schleswig-Holstein. Gelernt hatte sie den Beruf der Industriedolmetscherin, außerdem hatte sie in England eine Ausbildung fü...
Aus einer wohlhabenden jüdischen Familie stammend, war Henry (ursprünglich Heinrich) das dritte von sieben Kindern des Wertpapierhändlers Moritz Budge. 1866 wanderte Heinrich in die USA aus, gründete zunächst mit Leo Lehmann und Jacob Schiff die Firma „Budge, Schiff und Co.“ und trat dann 1876 in das Bankhaus L. Hallgarten & Co ein, dessen Teilhaber er 1883 wurde. Budge war Fachmann für die Sanierung von Eisenbahnen und brachte es zu einem Millionenvermögen. 1879 lernte er Emma Lazarus kennen, die einer alteingeses...
Johann Justus Ludwig Busse, geboren 9.4.1767 in Einbeck, gestorben 14.11.1830 in Hamburg, Sohn des hannöverschen Kapitänleutnants Johann Christoph Busse und der Dorothea Louise Friederike Meyenburg. Kaufmann in Hamburg, seit 1819 Besitzer und Betreiber des Gartenlokals "Trichter" in St. Georg. 3.6.1794 Heirat mit der Braunschweiger Gelbgießertochter Johanna Sabine Christine Winckler.
Johann Georg Büsch war ein deutscher Nationalökonom, Pädagoge und Aufklärer, der Hamburg nicht nur als Leiter der „Handlungs-Akademie“ ab 1771 entscheidend geprägt hat. In zahlreichen Schriften widmete er sich außerdem verschiedensten Problemen aus den Bereichen der Wirtschaftstheorie und -praxis und gab die „Hamburgischen Anzeigen und Urtheile von gelehrten Sachen“ sowie – gemeinsam mit Christoph Daniel Ebeling – die „Handlungsbibliothek“ heraus. Darüber hinaus gehörte Büsch zu den Mitbegründern und engagiertesten...
Nachdem er seine Reifeprüfung an der Königlichen Realschule in Berlin bestanden hatte, ging Alfred Calmon bei C. Wilezinski in die Lehre. Der Betrieb hatte sich auf den Import amerikanischer und kanadischer Maschinen spezialisiert. Seine technische Ausbildung absolvierte Calmon bei W. Ritter, einer Maschinenfabrik in Altona. 1886 gründete er ein technisches Gummiwaren- geschäft unter dem Namen Alfred Calmon. 1894 wandelte er das Unternehmen in Gemeinschaft mit der AEG in eine GmbH um, zwei Jahre später in die Asbes...
Nach dem Besuch des Johanneums wurde Otto Joachim de la Camp noch vor Beendigung der kaufmännischen Lehre Soldat. Seit 1924 war er Teilhaber der Firma Markwitz, de la Camp & Co., einer Firma, die sich vorwiegend mit dem Import von Häuten und Fellen beschäftigte. Seine Bestellung zum Plenarmitglied der Handelskammer erfolgte am 16. Juni 1933, nachdem er vom 17. April 1933 an als einer von vier Staatskommissaren vom Senat zur „Vorbereitung der Gleichschaltung“ der Handelskammer in deren Präsidium delegiert worden war...
Jaques Henri (Jacob Heinrich) war das dritte von sechs Kindern der Eheleute Jean Jaques de Chapeaurouge (1750-1789) und Marie Catherine, geb. de la Corbière (1756-1810). Vater Jean Jaques war der Bruder von Jaques (Jacob) de Chapeaurouge (1744-1805). Jaques Henri kam 1794 nach Hamburg, um sich hier kaufmännisch zu betätigen. Am 1. September 1803 wurde er Mitinhaber der Familien-Firma "De Chapeaurouge u. Co." und ab 1839 im Bankhaus "J. H. u. A. De Chapeaurouge". Er betätigte sich sehr engagiert in unterschiedlichen...
Jaques (Jacob) war das vierte von sieben Kindern der Eheleute Ami de Chapeaurouge (1703-1761) und Anne Elisabeth, geb. Boissier. Sein Bruder war Jean Jaques (1750-1789), Vater von Jaques Henri (1780-1854). Er kam 1764 nach Hamburg, um sich hier in dem Bank- und Reederei-Geschäft "Diodati u. Poppe" kaufmännisch zu betätigen. 1768 wurde er Teilhaber in dem nun firmierenden Unternehmen "Diodati, Poppe u. Co", später "Poppe, De Chapeaurouge u. Co.", und seit 1789 "Jacob De Chapeaurouge". Am 18. Januar 1769 legte er in...
Hildegard Claassen, geb. Brüggemann war die Tochter eines Pfarrers. Zwischen 1916 und 1920 studierte sie Germanistik, Romanistik und Kunstgeschichte an der Universität München und schloss ihr Studium mit der Promotion ab. Sie verfasste ihre Dissertation über Johann Gottfried Herder. Von 1921 bis 1925 war sie dann als Leiterin einer Kunstgalerie in München und Berlin beschäftigt. 1925 zog sie nach Frankfurt a. M. und heiratete Dr. Eugen Claassen, den Leiter des dortigen Societäts-Verlages. 1934 gründete das Ehepaar...
Joachim Coldorff, geb. 01.01.1657, gest. 23.11.1749 in Hamburg. Als Kaufmann in Hamburg tätig, seit 1710 Ratsherr in Hamburg. Vermählt 25.07.1688 mit Margareta Lütkens.
Gerhard Julius Cords erblickte im Haus Grimm 19 als jüngstes von sieben Kindern das Licht der Welt. Die Eltern waren der angesehene Weinhändler David Andreas und seine Frau Auguste Dorothea Wilhelmine Henriette, geb. Moers. Getauft und konfirmiert wurde der junge Cords in der Hauptkirche St. Katharinen. Im väterlichen Betrieb erlernte er als Kommis den Beruf des Weinhändlers. Sein Vater schickte ihn nach Bordeaux, um das Handwerk des Winzers zu studieren. 1859 leistete er vor der Stadt Hamburg den Eid als Großbürge...
Am liebsten wäre Crasemann Theologe geworden; eine akademische Laufbahn hätte seinen Neigungen mehr entsprochen. Aber er musste früh daran denken, Geld zu verdienen, um seine Eltern zu unterstützen, so dass er 1815 eine Lehre bei der Firma Parish & Co. begann. In dieser Firma blieb er bis 1827. Am 30. Mai 1866 erklärte Crasemann vor dem Handelsregister, seit 1834 in Gemeinschaft mit Christoph Adolph Crasemann (seinem Bruder) ein Geschäft unter dem Namen C. A. Crasemann zu betreiben, dessen alleinige Inhaber sie sei...
Sohn von Claes Christian Crasemann, Präses der Commerzdeputation 1860. Anstelle seines erkrankten Bruders Otto begann er eine kaufmännische Lehre in der Firma Ed. Müller G. W. & Sohn. Mit 18 Jahren wurde er seiner Lehrfirma Commis. Am 19. Juli 1860 leistete Crasemann den Bürgereid; am 20. Juli 1861 gründete er zusammen mit Ernst Friedrich Stavenhagen die Firma Crasemann & Stavenhagen. Nach dem Tod Stavenhagens trat Crasemanns jüngerer Bruder, Claes Christian Alfred, am 2. Januar 1976 in das Geschäft ein, das sich m...