Helmut Echternach wirkte als Pastor, Systematischer Theologe und Schriftsteller in Hamburg. Von 1925 bis 1930 studierte er in Königsberg, Basel, Berlin und Greifswald Evangelische Theologie, Philosophie und Indische Philologie. 1928 wurde er in Königsberg zum Dr. phil., 1930 in Greifswald promoviert. Dort habilitierte er sich 1931 für Systematische Theologie und Religionsphilosophie; 1938 legte er seine venia legendi nieder. 1929 absolvierte er in Königsberg die erste, 1932 in Stettin die zweite theologische Prüfun...
Friedrich „Fritz“ Engelke war ein lutherischer Theologe und Pastor sowie Leiter des Rauhen Hauses. Nach Erhalt des Reifezeugnisses in Schleswig 1898 studierte er bis 1899 Theologie in Berlin, im Sommersemester 1899 Theologie und Philosophie in Straßburg, 1899 bis 1900 Philosophie in Berlin. 1901 arbeitete er Hauslehrer in Konstantinopel, anschließend studierte er von 1902 bis 1903 Theologie in Kiel. Im Oktober 1904 legte er dort die erste Theologische Prüfung ab. 1904/1905 leistete er den einjährigen Militärdienst...
Hans Engelland war ein lutherischer Pastor und Professor für Systematische Theologie. Engelland legte 1923 am Gymnasium in Rendsburg die Reifeprüfung ab. Anschließend studierte er Evangelische Theologie in Tübingen, Göttingen und Berlin. Vom Herbst 1928 bis zum Frühjahr 1931 war er Assistent Karl Heims in Tübingen, bei dem er am 10. Mai 1930 mit Auszeichnung promoviert wurde und sich im selben Jahr mit einer Arbeit über Glauben und Handeln bei Melanchthon habilitierte. Bis 1932/33 hielt er systematisch-theologische...
Hans-Werner Engels war ein Historiker und Lehrer, der vor allem durch seine Forschungen zur französischen Revolution bekannt wurde. Nach dem Abitur studierte Engels von 1962 bis 1968 in Münster und Hamburg Germanistik und Geschichte. In Hamburg bestand er das erste Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien. Auf Anregung des Historikers Walter Grab setzte sich Engels mit der Französischen Revolution auseinander. Eine erstes Ergebnis waren die von Engels zusammengestellten „Gedichte und Lieder deutscher Jakobiner“ (1...
Immanuel Estermann wurde am 31.03.1900 in Berlin geboren. An der 1919 gegründeten Hamburger Universität gehörte Estermann zu den ersten 10 Studierenden, die ein Examen in Chemie ablegten. Er promovierte 1921 in Hamburg bei Max Volmer mit der Arbeit „Über den Verdampfungskoeffizienten und seine Beziehung zur Ostwaldschen Stufenregel“ 1922 war er Assistent bei Otto Stern in Roststock und folgte ihm schließlich an die Universität Hamburg. In der Arbeitsgruppe von Otto Stern war Estermann an Experimenten beteiligt, die...
Wilhelm Flitner studierte von 1909 bis 1913 Germanistik, Anglistik, Geschichte und Philosophie in München und Jena, wo er in der freiakademischen Jugend aktiv war und zum „Sera-Kreis“ um den Verleger Eugen Diederichs zählte. 1912/13 wurde Flitner mit einer Arbeit über den Philosophen und Fichte-Schüler August Ludwig Hülsen promoviert. Nach dem Staatsexamen für das höhere Lehramt in den Fächern Deutsch, Englisch, Geschichte und philosophische Propädeutik begann er 1914 seine Referendarzeit, nahm dann aber von 1914 b...
Helmut Folwart (bis 1936 Folwartschny) wirkte als Philosoph an der Universität Breslau und als Pastor sowie Philosophiedozent in Hamburg. Nach dem Abitur studierte er von 1921 bis 1930 Deutsch, Geschichte und Philosophie in Breslau, Berlin und Heidelberg. 1930 wurde er mit einer Arbeit über Friedrich Schlegel in Breslau zum Dr. phil. promoviert, 1931 legte er die wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen ab. 1932 erwarb er die deutsche Staatsangehörigkeit und ließ 1936 seinen Namen in Folwart änd...
Walter Freytag war ein international einflussreicher protestantischer Missionswissenschaftler und 1953 der erste Lehrstuhlinhaber für Missionswissenschaft und ökumenische Beziehungen der Kirchen an der Universität Hamburg. 1924 legte er beide theologische Examina ab und wurde 1925 in Hamburg promoviert. 1926 wurde er Sekretär, 1928 Direktor der Deutschen Evangelischen Missionshilfe in Berlin und 1929 Hanseatischer Missionsdirektor in Hamburg, der er bis 1953 blieb. 1946 wurde er Vorsitzender des Deutschen Evangelis...
Otto Robert Frisch wurde am 1. Oktober 1904 in Wien geboren. 1922 studierte er Physik, Philosophie und Mathematik an der Universität Wien und promovierte 1926 mit der Arbeit „Einwirkung von Kathodenstrahlen auf Steinsalz“. Von 1927 bis 1930 war Frisch als Stipendiat des Physikalischen Instituts der Universität Berlin beschäftigt. Ab 1930 war er ,wissenschaftlicher Hilfsarbeiter‘ in der Arbeitsgruppe von Otto Stern in Hamburg. Am 31.7.1933 wurde Frisch, der einen jüdischen Hintergrund hatte, von den Nationalsozialis...
Friedrich Glitza - bis 1848 hieß er Glitz - war ein Hamburger Pädagoge und Politiker, der seit 1828 an der neu gegründeten Hamburger Taubstummenanstalt als Lehrer arbeitete. Ab 1841 übernahm er die Direktion dieser Einrichtung und entwickelte die von Samuel Heinicke erfundene "Methode der Gehörlosenpädagogik" erfolgreich weiter. Aufgrund seines Engagements wurde die Taubstummenanstalt eine weit über Hamburgs Grenzen hinaus bekannte pädagogische Institution. Von 1849 bis 1853 betätigte sich Glitza als Privatlehrer u...
Leonard Goppelt war Professor für Theologie mit neutestamentarischem Arbeitsschwerpunkt. Der Lehrersohn studierte nach dem Abitur von 1931 bis 1932 in München zunächst Naturwissenschaften und Philosophie. Nach einem Jahr wandte er sich der evangelischen Theologie zu, die er von 1932 bis 1934 in Erlangen und Tübingen studierte. 1935 und 1938 legte er die theologischen Examina in Ansbach ab. 1936 war er Repetent an der Evangelisch-theologischen Fakultät in Erlangen, wo er 1939 zum Lic. theol. promoviert wurde. Von 19...
Eduard Grimm war ein evangelisch-lutherischer Theologe und Hauptpastor der St. Nikolai-Kirche in Hamburg. Er war prominenter Vertreter theologisch liberaler Positionen. Der Sohn eines Theologieprofessors studierte von 1867 bis 1870 Theologie und Philosophie in Jena. 1870/71 war er Kriegsfreiwilliger. 1872 legte er in Hamburg das theologische Examen ab und wurde in Jena zum Dr. phil. promoviert. Von 1872 bis 1878 war er Lehrer in Hamburg, ab 1878 Pastor in Bürgel bei Jena und ab 1881 Archidiakonus in Weimar. 1892 wu...
Wolfgang Grünberg war Professor für Theologie in Hamburg. Nach der Reifeprüfung 1959 studierte er evangelische Theologie in Tübingen (1959/60), Berlin (1960-1962 und 1963-1965), Heidelberg (1962) und Hamburg (1962/63). In den Semesterferien absolvierte er eine Tischlerlehre und bestand 1964 die Gesellenprüfung. 1965 legte er in Bielefeld das erste theologische Examen ab. Von 1965 bis 1968 war er Assistent für Praktische Theologie bei Martin Fischer an der Kirchlichen Hochschule Berlin. Das Vikariat absolvierte er i...
Johannes Gurlitt war ein Hamburger Philologe, Pädagoge und Lehrer. Als Sohn des Schneidermeisters Johann Georg Gurlitt und seiner Ehefrau Johanna Christiane, geb. Carnal, wuchs er in Leipzig auf, wo er die Thomasschule besuchte. Ab 1772 studierte er hier vor allem klassische orientalische Sprachen. Nach Abschluss des Studiums ging er nach Magdeburg und lehrte am benachbarten Kloster Berge Latein, Griechisch, Geschichte und Philosophie. An dieser Schule übernahm er ab 1796 die Direktion des Pädagogikums. 1802 wurde...
Gerhard Günther war in der Weimarer Republik ein prominenter Vertreter der „Konservativen Revolution“ und in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg Leiter der Evangelischen Akademie in Hamburg. Günther hatte das Studium der Theologie und Philosophie 1912/13 mit den beiden theologischen Prüfungen abgeschlossen und wurde zunächst Hilfspfarrer bei Gelnhausen. Im Ersten Weltkrieg war er als Feldgeistlicher tätig. Nach Kriegsende ließ er sich zunächst beurlauben und schied 1920 auf eigenen Antrag aus der Landeskirche Hesse...
Anton Bernhard Carl Hagedorn wurde am 23. April 1856 in Lübeck als Sohn eines Beamten, der bei der Lübeck-Büchener Eisenbahngesellschaft arbeitete, geboren. Zu Ostern 1876 verließ er das dortige Katharineum, um an der Universität Erlangen Theologie zu studieren. Hier entschied er sich nach kurzer Zeit zum Geschichtsstudium zu wechseln. Ab 1877 ging er nach Berlin zu dem bekannten und bereits erblindeten Historiker Leopold von Ranke, um dessen Diktate zur "Weltgeschichte" zu dokumentieren. 1880 wechselte Hagedorn na...
Otto Hecht war ein in Hamburg wirkender Entomologe (Insektenkundler). Hecht studierte Zoologie und Chemie in München, wo er 1923 zum Dr. phil. promoviert wurde. Anschließend arbeitete er in einem Agrarversuchslabor in Landsberg, in der Chemischen Industrie in der Tschechoslowakei und bei der Hamburger Firma Tesch und Stabenow Internationale Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung. 1927 übernahm er die Stelle eines wissenschaftlichen Assistenten in der Entomologischen (Insektenkundlichen) Abteilung des Instituts für S...
Ludwig Heitmann war ein lutherischer Pastor und Mitbegründer der Evangelischen Michaelsbruderschaft in Hamburg. Nach dem Abitur studierte Heitmann von 1899 bis 1902 in Göttingen und Berlin Evangelische Theologie und legte 1903 in Hamburg das erste theologische Examen ab. Von 1903 bis 1904 war er im Candidatenverein Dresden und als Lehrer an der Lehr- und Erziehungsanstalt für Knaben in Blasewitz tätig. 1905 absolvierte er die zweite theologische Prüfung in Hamburg und wurde Hilfsprediger an St. Katharinen für den B...
Volkmar Herntrich war ein lutherischer Theologe und Hamburger Landesbischof. Herntrich entstammte einer Pastorenfamilie. Er legte 1927 in Flensburg das Abitur ab und wurde nach dem Theologiestudium in Tübingen und Berlin 1931 promoviert. Danach war er Vikar in Flensburg. Die zweite theologische Prüfung legte er im folgenden Jahr in Kiel ab, wo er auch ordiniert wurde. Noch 1932 erhielt er von der Theologischen Fakultät in Kiel die venia legendi für Altes Testament, während er parallel als Hilfsprediger arbeitete....
Richard Heydorn war ein Hamburger Afrikanist. Heydorn hatte die Schule zunächst ohne Abitur verlassen und als hochbegabter Pianist Musik am Vogtschen Konservatorium in Hamburg studiert. Bereits als Jugendlicher spielte er Orgel bei den gottesdienstlichen Veranstaltungen seines Vaters. Um später doch noch die Reifeprüfung ablegen zu können, besuchte er zur Vorbereitung die Unterrichtsanstalt Jessel, wo er die Tochter des Liberianischen Konsuls Fatima Massaquoi kennen lernte. Beide wohnten zeitweise unverheiratet zus...
Abraham Hinckelmann, Sohn des Döbelner Apothekers und Ratsherrn Martin Hinckelmann und seiner Frau Anna Dreißig, studierte von 1668 bis 1670 Theologie und Sprachwissenschaften an der Universität Wittenberg und erwarb dort den Grad eines Magisters. 1672 wurde er Rektor an der Schule in Gardeleben, 1675 am Katharineum in Lübeck. Zehn Jahre später, 1685, ging er als Diakon an die Kirche St. Nikolai in Hamburg. 1687 wurde er an der Universität Kiel zum Doktor der Theologie promoviert und vom Landgrafen Ernst Ludwig von...
Karl Horn war von 1916 bis 1934 Hauptpastor an St. Jacobi in Hamburg. Nach dem Abitur am Gymnasium Carolinum in Neustrelitz studierte er von 1887 bis 1891 Evangelische Theologie in Leipzig, Erlangen und Rostock. Von 1891 bis 1898 war er Erzieher des Mecklenburger Erbprinzen Adolf Friedrich von Mecklenburg-Strelitz. 1892 legte er das theologische Examen ab, 1898 wurde er ordiniert und als Pastor in Mirow/Mecklenburg-Strelitz eingeführt. 1902 wurde Horn in Leipzig zum Lic. theol. promoviert. 1902 wurde er Konsistoria...
August Wilhelm Hunzinger war ab 1912 Hauptpastor der Hamburger Kirche St. Michaelis und mit 159 Kriegspredigten einer der produktivsten Prediger im Ersten Weltkrieg. Der Mecklenburger Pastorensohn studierte nach dem Abitur in Greifswald und Rostock Evangelische Theologie. Nach dem ersten theologischen Examen in Rostock wirkte er von 1896 bis 1897 als Hauslehrer in Mecklenburg. 1898 wurde er in Rostock zum Dr. phil. promoviert. Nach dem zweiten theologischen Examen 1899 wurde er als Hilfsprediger an den Dom zu Güstr...
Walter Hävernick war der Sohn des Hamburger Kaufmanns Hans Hävernick und der Ella Kulow. Nach dem Studium der Geschichte, der Deutschen Altertums- und Volkskunde und der Kunstgeschichte wurde er 1929 in Hamburg mit der Arbeit "Der Kölner Pfennig im 12. und 13. Jahrhundert" zum Dr. phil. promoviert. Es folgte ein vierjähriges Volontariat am Museum für Hamburgische Geschichte. Seit 1935 war Hävernick Kustos des Herzoglichen Münzkabinetts in Gotha. 1937 wurde er bei Otto Lauffer, dem Direktor des Museums für Hamburgis...