Peter Siemsen, geb. 06.10.1787 in Hamburg, gest. 29.10.1854 ebd., Sohn des Kaufmanns Lüppe Siemsen und der Margaretha Keetmann. Kaufmann in Hamburg. Seit 1833 Senator in Hamburg, der erste hamburgische Senator reformierter Konfession. Vermählt 1815 mit der Dom-Sekretärs-Tochter Catharina Amalia Beckmann.
Karl Sieveking, geb. 08.11.1863 in Hamburg, gest. 02.05.1932 ebd., Sohn des Hamburger Senatssekretärs Dr. jur. Hermann Sieveking und der Hamburger Kaufmannstochter Maria Merck. Nach Studium in Leipzig, Genf und Berlin Promotion zum Dr. jur., danach in preußischen Diensten in der Verwaltung im Elsaß tätig. Seit 1913 letzter außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister der drei Hansestädte in Berlin. 1920 Eintritt in den Ruhestand. Heirat am 12.04.1890 mit Luise Back.
Kurt Sieveking wurde am 21.2.1897 in Hamburg geboren. Nach seiner Kriegsteilnahme absolvierte er ein Jurastudium. Anschließend machte er ein Referendariat im Bankwesen und in der Amerikastelle des Berliner Auswärtigen Amtes, das er mit Promotion abschloss (1924). 1925 trat er einer Anwaltssozietät bei, die vor allem im Bereich Seeversicherungen tätig war. Außerdem war er politisch in der DVP aktiv, in der 1929 die Dezember-Gemeinschaft unter Führung von Sieveking und Eric Warburg entstand. Zusammen mit Warburg, de...
Geboren am 15. Juni 1676, Urgroßneffe des Senators Jacob Sillem (1620-1693), kehrte er nach Studium und Reisen 1708 nach Hamburg zurück, wurde 1710 vierter Syndikus und führte 1712 und 1713 umfangreiche Maßnahmen zur Bekämpfung der damals hier ausgebrochenen Pest durch. Die notleidende Bevölkerung versorgte er mit Ärzten, Heil- und Nahrungsmitteln; die Kranken ließ er in besonderen Händen pflegen. Anschließend oblag ihm die Pflege der auswärtigen Beziehungen: auf Gesandtschaften zu Königen und Fürsten sorgte er ste...
Seit 1653 wurde Barthold Moller von dem Spross einer angesehenen Hamburger Kaufmanns- und Senatorenfamilie, Jacob Sillem (Syllm) tatkräftig unterstützt. Dieser hatte sich nach eingehenden juristischen Studien und ausgedehnten Reisen durch ganz Europa seit 1645 als Lizentiat der Rechte unterhalb der Senatsebene um das öffentliche Wohl verdient gemacht. Als Senator oblag ihm zunächst die Verwaltung des an der Elbmündung liegenden Amtes Ritzebüttel, dann als Prätor die innerstädtische Rechtspflege bis er 1659 als Gesa...
Martin Garlieb Sillem, geb. 18.6.1769 in Hamburg, gest. 24.2.1835 ebd., Sohn des Hamburger Syndicus Garlieb Sillem und der Hamburger Senatorentochter Johanna Margarethe Schele. Kaufmann in Hamburg. Seit 1814 Senator, seit 1829 Bürgermeister in Hamburg. 16.5.1825 Heirat mit Charlotte Dorothea Pechlin, verw. Schuback.
Johann Heinrich Simon d. Ä., geboren 24.1.1641 in Hamburg, gestorben 3.4.1713 ebd., Sohn des Predigers Franz Simon und dessen erster Ehefrau, der Predigerstochter Elisabeth Pape. Nach Studium der Theologie in Jena Wechsel zum Jurastudium mit Promotion 1667 in Straßburg. Seit 1670 als Advokat in Hamburg tätig, 1689 Berufung zum Senatssyndicus. Erste Eheschließung 15.6.1674 mit der Bürgermeisterstochter Elisabeth Maria Pauli, nach deren Tod zweite Heirat 1693 mit der Bürgermeisterstochter Gertrud Meurer.
Wilhelm Stapel war einer der einflussreichsten völkischen Publizisten der Weimarer Republik, der insbesondere auf die evangelische Kirche Einfluss hatte. Nach dem Abitur 1905 studierte er Kunstgeschichte, Germanistik, Theologie, Philosophie und Volkswirtschaft in Göttingen, München und Berlin, u.a. bei Edmund Husserl (1859-1938) und Gustav Schmoller (1838-1917). 1911 wurde er in Göttingen zum Dr. phil. promoviert. Als Redakteur arbeitete er 1911 für die liberal-demokratische Zeitung „Der Beobachter“ in Stuttgart, w...
Gustav Sthamer wurde am 24.11.1856 in Groß Weeden bei Ratzeburg geboren. Seine Familie zählt zu den alten Hamburger Familien. Sthamer studierte Jura und promovierte 1878 in Göttingen. 1879 ließ er sich in Hamburg als Anwalt nieder. 1892 wählte man ihn den Vorstand der Hamburger Anwaltskammer und 1900 in das Präsidium der Oberschulbehörde. Er war ab 1901 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft, bis er 1904 in den Senat gewählt wurde. Während des Ersten Weltkrieges wurde er beurlaubt und übernahm das Amt des Präsidenten...
Justus Strandes war ein erfolgreicher Geschäftsmann und einflussreicher konservativer Politiker, der sich nachhaltig in und für Hamburg engagierte. Er absolvierte von 1875 bis 1878 eine kaufmännische Ausbildung im Hamburger Handelshaus Hansing & Co, war ab 1879 Kommis und von 1882 bis 1888 Leiter der Hansingschen Niederlassung in Sansibar. 1885 wirkte er am Abschluss des Handelsvertrages zwischen dem Deutschen Reich und dem Sultan von Sansibar mit. 1890 kehrte er als Prokurist bei Hansing & Co. nach Hamburg zurück,...
Käthe Schlichting wurde am 2.4.1903 in Hamburg geboren. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Gymnastiklehrerin und leitete diverse Gruppen im sozialdemokratischen Arbeiter-, Turn- und Sportbund. Außerdem arbeitete sie im Hamburger Gewerkschaftshaus, wo sie für die Bäckergewerkschaft frauenpolitische Arbeit übernahm. Später arbeitete sie im Metallarbeitergewerkschaft, wo sie ihren Mann Richard Tennigkeit kennenlernte. Zusammen hatten sie einen Sohn. Als Mitglieder der kommunistischen Hamburger Widerstandsgruppe Bästl...
Friedrich Karl Freiherr von Tettenborn, geboren 19.2.1778 in Tettenborn/Grafschaft Sponheim, gestorben 9.12.1845 in Wien, Sohn des markgräflich badischen Jägermeisters von Tettenborn und seiner Gemahlin, geborene Gräfin Arz. Nach forstwirtschaftlicher Ausbildung und kurzem Studium in Göttingen und Jena seit 1794 militärische Laufbahn, seit 1812 in russischen Diensten, zuletzt im Range eines Generals; nach den napoleonischen Kriegen seit 1818 in badischen Diensten, wiederholt als Gesandter tätig. Befreier Hamburgs 1...
Helmut Thielicke gehörte zu den gesellschaftlich einflussreichsten Theologen und christlichen Publizisten der fünfziger bis siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Nach dem Abitur studierte er ab 1928 Evangelische Theologie und Philosophie in Greifswald, Marburg, Erlangen und Bonn. Zu seinen Lehrern gehörten so unterschiedliche Professoren wie Karl Barth und Paul Althaus. 1931 wurde er zum Dr. phil. promoviert und legte 1932 in Koblenz das erste und 1934 in Ansbach das zweite theologische Examen ab. 1934 erfolgte die...