Adolf IV. Graf von Schauenburg, geboren vor 1205, gestorben 8.7.1261 in Kiel, Sohn des Grafen Adolf II. von Schauenburg und der Gräfin Adelheid von Querfurt. Verheiratet mit der Gräfin Heilwig von der Lippe. Unter seiner Regierung 1227 durch den Sieg in der Schlacht bei Bornhöved die Wiedergewinnung der Grafschaft Holstein für die Schauenburger und wirtschaftliche Förderung Hamburgs. Gründung der Bettelordensklöster in Hamburg und Kiel. 1238 Teilnahme am Kreuzzug in Livland, 1239 Eintritt in den Franziskanerorden.
Siegfried Albrecht war Politiker und Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft Er wurde am 29.10.1819 in Hamburg geboren und stammte aus einer Kaufmannsfamilie, die aus Dessau eingewandert war. Nach seiner Schulzeit am Johanneum studierte er Rechtswissenschaften in Heidelberg. Anschließend arbeitete er in Hamburg als Rechtsanwalt sowie in den Jahren 1846 bis 1849 als Kriminalhilfsaktuar bei der Hamburger Polizeibehörde. Zusätzlich war Albrecht als Redakteur bei den Hamburger Nachrichten tätig. In den Jahren 1848/49 g...
Rudolf war des erste von neun Kindern des aus den Niederlanden nach Hamburg geflüchteten Kaufmanns Willem Amsinck (1542-1618) und Henrica, geb. van de Rouse. Er betätigte sich als Kaufmann und wurde 1618 Mitinhaber der väterlichen Assekuranzfirma "Rudolf und Arnold Amsinck". Zwischen 1615 und 1619 gründete er eine Drahtmühle in Grönwohld bei Trittau/Holstein. 1619 wurde er Ratsherr, Senator und Mitbegründer der Hamburger Bank. Er wurde 1623 Prätor (oberster Gerichtsherr) und gehörte der im selben Jahr gegründeten A...
Wilhelm Amsinck, geboren 19.7.1793 in Hamburg, gestorben 4.1.1874 ebd., Sohn des Bürgermeisters Wilhelm Amsinck und der Elisabeth Schuback. Nach Studium der Rechte Promotion zum Dr. jur. und Niederlassung als Advokat in Hamburg. 1824 Ernennung zum Richter am Niedergericht, 1827 zum Senatssyndikus. Vermählt 9.11.1824 mit Marie von Schwartz.
Johann Anderson d. Ä., geb. 14.3.1674 in Hamburg, gest. 3.5.1743 ebd., Sohn des Kaufmanns Ammon Anderson und dessen zweiter Frau, der Ratsapothekerstochter Gesa Stahl. Nach Studium der Theologie und dann der Jurisprudenz in Halle 1697 Promotion in Leiden. 1702 Ratssekretär, 1708 Ratssyndicus mit umfangreicher Gesandtentätigkeit, seit 1723 Bürgermeister in Hamburg. Erste Eheschließung 17.5.1700 mit der Domdechantentochter Margaretha Katharina Westermann (gest. 1702), zweite Heirat mit der Bürgermeisterstochter Marga...
Johann Anderson d. J., geb. 30.09.1717 in Hamburg, gest. 12.01.1790 ebd., Sohn des Johann Anderson d. Ä. und dessen zweiter Ehefrau Margarethe von Lengerke. Nach Studium der Rechte in Halle 1741 Promotion in Utrecht. 1748 Ratssekretär in Hamburg, 1751 Ratsherr, seit 1783 Bürgermeister. 13.05.1749 Heirat mit der Oberaltentochter Gesa Matfeldt.
Landherr der Hamburger Marschlande, Senator im Rath der Stadt Nach seiner Promotion 1808 kam der in Minden geborene Arning nach Hamburg, um sich hier als Advokat nieder zu lassen. Am 15. April 1835 wurde er Senats-Mitglied im Rath der Stadt, dem er bis zu seinem Tode angehörte. Johann Carl Gottlieb Arning war verheiratet mit Henriette Wilhelmine, geb. Oppenheimer. Sie war die Tochter des Hamburger Kaufmanns Jacob Amschel Oppenheimer (1778-1845) und seiner Frau Esther, geb. Heckscher. Ihr Sohn war der spätere Landge...
Hermann Baumeister wurde am 4.1.1806 als Sohn einer Hamburgischen Kaufmannsfamilie geboren. Er studierte Rechtswissenschaften in Tübingen und arbeitete danach als Advokat. Zwischen 1835 und 1859 war er als Richter am Niedergericht tätig. Seine Entscheidung Richter zu werden, hing vor allem damit zusammen, dass er sich vermehrt wissenschaftlichen und politischen Themen widmen wollte und dies in seiner Position als Richter besser verfolgen konnte. Ab 1859 bis zu seinem Tod war er Richter am Obergericht. 1876 wurde er...
Walter Beckhoff wurde 1648 als Sohn des ursprünglich aus Bremen stammenden Kaufmanns Johannes Beckhoff geboren. Sein Vater sorgte dafür, dass er nicht nur eine gute Schulbildung erhielt, sondern auch in allen Kenntnissen und Fertigkeiten ausgebildet wurde, die ein Kaufmann für seine Tätigkeit benötigte. Dazu gehörte nicht nur die lateinische Sprache, sondern auch moderne Sprachen, die Grundlagen der Rechenkunst und Handelslehre. Um den Erfolg seiner auswärtigen Geschäfte zu erweitern, ging er 1683 erst nach Belgien...
Emmy Beckmanns Mutter starb nach der Geburt der Zwillinge Emmy und Hanna an Kindbettfieber, der Vater ging eine neue Ehe ein. Zu den drei Kindern (es gab noch einen älteren Bruder, der später Pastor wurde) kamen im Laufe der Zeit vier weitere Geschwister hinzu. Emmy und Hanna Beckmann wurden Lehrerinnen und blieben unverheiratet. Nach ihrem Examen für die Lehrbefähigung an mittleren und höheren Schulen war Emmy Beckmann von 1900 bis 1906 als Lehrerin tätig, studierte dann in Göttingen und Heidelberg Geschichte, Eng...
Christian Daniel Benecke, geb. 7.5.1768 in Mönchsroth/Bez. Dinkelsbühl, gest. 5.3.1851 in Hamburg, Sohn des Oberamtmanns Johann Jacob Benecke und der Wilhelmine Tröltsch. Nach kaufmännischer Ausbildung in Augsburg und Amsterdam seit 1796 in Hamburg als Kaufmann ansässig. Zahlreiche bürgerliche Ehrenämter, seit 1814 Senator, seit 1835 Bürgermeister.
Ferdinand Beneke wurde am 1.8.1774 in Bremen geboren. Sein Vater war Kaufmann. Als seine Familie nach Minden umzog, wurde er auf die Ritterakademie in Rinteln geschickt. Dort machte er durch eine Freimaurerloge erste Bekanntschaft mit Anhängern der Französischen Revolution. Während seines Jurastudiums in Halle trat er in die „Loge zu den drei Degen“ ein. Nach einer kurzen Anstellung als Referendar in der preußischen Provinzialregierung in Minden erwarb er an der Univerität in Göttingen 1795 den Titel Dr. jur. Ein J...
Achim-Helge Marquard Freiherr von Beust war Politiker, Gründungsmitglied und Ehrenmitglied des CDU-Landesverbandes. Er wurde am 16.3.1917 in Lübeck geboren. Der gelernte Jurist war Mitbegründer der CDU Hamburg und amtierte als erster Landesvorsitzender der Jungen Union. Über 20 Jahre war von Beust Leiter des Bezirksamts in Wandsbek, welches damals das einzige CDU-geführte Bezirksamt im sonst SPD-regierten Hamburg darstellte. Von Beust war auch als der „Schwarze Baron von Wandsbek“ bekannt. Er war verheiratet mit Ha...
Adolf Biedermann wurde am 30.3.1881 in Hamburg geboren. Als sein Vater früh verstarb, musste seine Mutter ihn in ein Waisenhaus geben, da sie nicht in der Lage war, ihn neben den anderen fünf Kindern und der Weiterführung des väterlichen Malerbetriebs zu versorgen. Zunächst machte Biedermann eine Ausbildung zum Schlosser und ging dann auf Wanderschaft. Nach einer zweijährigen Militärzeit kehrte er nach Hamburg zurück, wo er neben seinem Beruf Abendkurse im örtlichen Arbeiterbildungsverein belegte. 1907 trat er der...
Dr. der Rechte, Senator und Erster Bürgermeister von Hamburg Binder studierte ab 1803 in Tübingen, Göttingen und Heidelberg Rechtswissenschaften. 1808 wurde er in Lübeck als Notar zugelassen. Ein Jahr später übernahm er die Funktion als städtischer Archivar und Prokurator. Zur Zeit der französischen Besatzung ging er 1811 nach Hamburg, um sich hier an dem neu errichteten Kaiserlichen Gerichtshof zu betätigen. 1815 wurde ihm das Bürgerrecht zugesprochen. Zu dieser Zeit heiratete er Helene Franziska Margarethe Henrie...
Hans Friedrich Blunck war Schriftsteller und NS-Kulturfunktionär. Er ist vor allem als erster Präsident (1933-1935) und Altpräsident der Reichsschrifttumskammer und als Mitglied des Reichskultursenats in der Zeit des Nationalsozialismus bekannt. Er galt als namhafter Vertreter der „nordischen Renaissance“ und der niederdeutschen Volkstumsbewegung. Seine Tendenz zum Mythologischen und zur Verklärung der deutschen Geschichte machten ihn schon in der Weimarer Republik zum führenden Repräsentanten der völkisch-nati...