Willi Bartels war in Hamburg unter dem Spitznamen „König von Sankt Pauli“ bekannt. Als Besitzer zahlreicher Immobilien in diesem Stadtteil, vor allem auf der Reeperbahn, prägte er den Kiez bis in die 1980er Jahre stark. Begründet im Jahr 1937 mit der Übernahme des Vergnügungslokals „Tanzpalast“ von seinem Vater, wuchs Bartels Immobilienimperium im Laufe der Jahre immer mehr an. Zu den bekanntesten Grundstücken und Gebäuden gehören unter anderem das Schmidts Tivoli, das Dollhouse sowie das Hotel Hafen Hamburg und da...
Dr. der Rechte, Senator und Erster Bürgermeister von Hamburg Binder studierte ab 1803 in Tübingen, Göttingen und Heidelberg Rechtswissenschaften. 1808 wurde er in Lübeck als Notar zugelassen. Ein Jahr später übernahm er die Funktion als städtischer Archivar und Prokurator. Zur Zeit der französischen Besatzung ging er 1811 nach Hamburg, um sich hier an dem neu errichteten Kaiserlichen Gerichtshof zu betätigen. 1815 wurde ihm das Bürgerrecht zugesprochen. Zu dieser Zeit heiratete er Helene Franziska Margarethe Henrie...
Friederike (Fides) Brach, geborene Feist-Belmont, entstammte einer Familiendynastie, die die Sektkellerei Feist-Belmont gegründet hatte. 1866 heirate sie Rudolph Brach. Dieser war nach einer Kaufmannslehre beim Mainzer Eisenhandelsunternehmen Gebr. Goldschmidt 1848 nach Amerika gegangen und dort als bewaffneter Händler an der texanisch-mexikanischen Grenze zu Wohlstand gekommen. 1866 kehrte er nach Europa zurück, lebte zunächst in Paris und seit 1868 mit seiner Ehefrau in Hamburg. Das Ehepaar hatte vier Kinder. Fri...
Christian Charlybaeus war lutherischer Pastor in Hamburg und Schleswig-Holstein. Nach dem Abitur 1895 studierte er evangelische Theologie in Halle, Tübingen, Berlin und Kiel. 1899 legte er das erste, 1902 das zweite theologische Examen in Kiel ab. 1903 wurde er in Flensburg ordiniert und war dort in der Kirchengemeinde St. Marien zunächst Hilfsgeistlicher und ab dem 26. Mai 1908 Pastor. 1918 wechselte er als Pastor nach Nienstedten. Von dort wurde er 1934 an die Ansgar-Kirchengemeinde in Kiel versetzt, da man ihm p...
Otto Ernst, eigentlich Otto Ernst Schmidt, geboren am 07.10.1862 in Ottensen, gestorben am 05.03.1926 in Groß Flottbek, Sohn eines Zigarrenarbeiters. Nach Lehrerseminarausbildung bis 1900 als Volksschullehrer in Hamburg tätig, seitdem als freier Schriftsteller. Verfasser von Gesellschaftsdramen und -romanen sowie genrehafter Erzählungen und Kindergeschichten. Vermählt 1892 mit Helmine Scharge.
Eduard Johns, geb. 11.8.1803 in Hamburg, gest. 23.12.1885 ebd., Sohn des Kaufmanns Christian Jakob Johns und der Charlotte Wilhelmine Jürgens. Kaufmann, zugleich in zahlreichen bürgerlichen Ehrenämtern tätig, seit 1861 Senator. Erste Eheschließung 30.1.1830 mit Anna Louise Schönhütte (gest. 1834), zweite Eheschließung 14.11.1835 mit Maria Schmidt.
Friedrich Gottlieb Klopstock, geboren 2.7.1724 in Quedlinburg, gestorben 14.3.1803 in Hamburg, Sohn des in Quedlinburg ansässigen Juristen Gottlieb Heinrich Klopstock und der Kaufmannstochter Anna Maria Schmidt aus Langensalza. Nach theologischem Studium in Jena Hinwendung zum Dichterberuf; durch Titularanstellung und Gehaltszahlung seitens des dänischen Königs von Brotberuf befreit, seit 1751 als Dichter in Kopenhagen, seit 1770 in Hamburg ansässig. 10.6.1754 erste Heirat mit der Hamburger Kaufmannstochter Margare...
Jenny Lind, geboren 06.10.1820 in Stockholm, gestorben 02.11.1887 in Malvern Wells bei London, Tochter des schwedischen Fabrikanten Nils Johan Lind und der Anna Maria Fallborg. Ausbildung zur Sängerin durch die Oper in Stockholm, später bei dem Gesangspädagogen Manuel Garcia in Paris. Gefeiert in ganz Europa als die „schwedische Nachtigall“; seit ihrem ersten Auftritt in Hamburg 1845 von den Musikfreunden der Stadt enthusiastisch umschwärmt. Seit 1852 verheiratet mit dem Hamburger Pianisten Otto Goldschmidt. Vermac...
Bernhard Lohse zählte zu den international bedeutendsten deutschen Kirchenhistorikern. Sein Schwerpunkt lag auf der Reformationsgeschichte und dem Wirken Martin Luthers. Von 1963 bis 1992 war er Professor an der Universität Hamburg. Nach der Reifeprüfung studierte Lohse von 1947 bis 1951 in Heidelberg, Göttingen und – durch ein Stipendium des Ökumenischen Rates der Kirchen – in Bristol bzw. Cambridge. 1951 legte er in Hamburg das erste, 1953 nach dem Vikariat an St. Johannis das zweite theologische Examen ab. 1954...
Eduard Lohse war ein evangelisch-lutherischer Theologe, Landesbischof und Ratsvorsitzender der EKD. Eduard Lohse war das älteste von vier Kindern des Studienrats Dr. Walther Lohse und seiner Frau, der Dozentin Dr. Wilhelmine Lohse (1896–1980). Sein jüngster Bruder war der Kirchenhistoriker Prof. Dr. Bernhard Lohse (1928–1997). Nach der Reifeprüfung 1942 und dem Kriegsdienst konnte Eduard Lohse 1945 das Studium der Evangelischen Theologie an der Kirchlichen Hochschule Bethel aufnehmen und wechselte ein Jahr später a...
Klaus-Joachim Lorenzen-Schmidt (genannt „Lori“) war einer der bedeutendsten norddeutschen Landeshistoriker. Nach Abitur und Wehrdienst studierte er von 1969 bis 1974 Geschichte, Soziologie, Ethnologie sowie Ur- und Frühgeschichte an der Universität Hamburg. Dort legte er 1974 die Magisterprüfung ab. 1979 wurde er mit einer Studie zur Sozial- und Wirtschaftsstruktur schleswig-holsteinischer Landstände zwischen 1500 und 1550 zum Dr. phil. promoviert. Er falsifizierte darin das von der DDR-Geschichtswissenschaft aufge...
Carl Malsch war ein evangelisch-lutherischer Theologe und von 1965 bis 1981 Hauptpastor der Hamburger Kirche St. Petri. Seine Eltern waren Anhänger der pietistisch ausgerichteten Landeskirchlichen Gemeinschaft Friedrich Heitmüllers (1888-1965). In der zugehörigen Sonntagsschule wurde Malsch durch den Jugendbund für entschiedenes Christentum geprägt, dessen Mitglieder sich als Bruderschaft mit dem Motto „Für Christus und die Kirche“ verstanden. Die Annäherung Heitmüllers an die Nationalsozialisten 1933 führte dazu,...
Carsten Nicolaisen war ein Kirchenhistoriker, der an der Hamburger Universität die Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte des Kirchenkampfes mit aufbaute und wichtige Beiträge zur Kirchengeschichte der Stadt publizierte. Ab 1954 studierte er drei Jahre Evangelische Theologie, Germanistik, Philosophie und Pädagogik in Göttingen, wo er im Februar 1957 das Philosophikum bestand. Seit dem Sommersemester 1957 setzte er das Studium der Theologie und Germanistik in Hamburg fort und legte dort im Juli 1959 das er...
Karl Opfermann war sowohl als Bildhauer als auch als Graphiker tätig. Bereits in seiner Ausbildung an der Flensburger Werkschule zeigt sich seine Neigung zum Material Holz. Besonders durch seine Verbindung zu Richard Luksch fand er zur formschönen Eleganz der Wiener Schule, die in Frühwerken und Tierplastiken um 1930 sichtbar ist. Nach dem ersten Weltkrieg fertigte er vorwiegend expressive Holz- und Linolschnitte an, welche von seiner Kriegserfahrung sowie der Hoffnung auf einen Neubeginn geprägt sind. Ab 1920 entw...
1919-1922 Gärtnerausbildung bei Schnackenberg und Siebold in Klein Flottbek. 1922-1924 Gehilfenjahre bei Schnackenberg und Siebold. 1924 - 1926 Studium an der Staatlichen Kunstgewerbeschule Lerchenfeld in Hamburg bei Prof. Richard Schmidt. 1926 Studium an der Technischen Hochschule München am Institut für Städtebau. 1927-1930 Anstellung bei dem Gartenarchitekten Heiler in Kempten. 1930-1935 Anstellung im Gartenamt Hamburg. 1933 Hochzeit mit Paula Lühr. 1935 Eröffnung der von ihm geleiteten und gestalteten "Niederde...
Johann Georg Rademin, geb. 30.06.1783 in Hamburg, gest. 12.06.1812 ebd., Sohn des Hamburger Apothekers Johann Rademin und der Anna Maria Schmidt. Nach Studium der Medizin 1809 Promotion zum Dr. med. in Göttingen. Seitdem als Arzt in Hamburg tätig. 1811 Heirat mit Maria Henriette Bostelmann.
Rosa Schapire wurde als viertes von fünf Kindern einer angesehenen jüdischen Familie in Ostgalizien geboren. Sie studierte als eine der ersten Frauen Kunstgeschichte. Rosa Schapire verdiente sich ihr Studium mit Übersetzungen und Sprachunterricht und promovierte in Heidelberg. Sie wurde passives Mitglied der Künstlergruppe die „Brücke“, die 1905 von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Bleyl gegründet worden war. 1908, nach einigen unruhigen Wanderjahren, die Rosa Schapire auch nach...
Arno Schmidt, am 18. Januar 1914 in Hamburg-Barmbek geboren, war einer der bedeutendsten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts. Von seinem 1949 erschienenen ersten Band mit expressionistischen Erzählungen „Leviathan“ über das Hauptwerk „Zettels Traum“ (1970) bis zu seinem letzten 1975 veröffentlichten Roman „Abend mit Goldrand“ hatten die schöpferische Kraft seiner Sprache und sein nie versiegender kühner Einfallsreichtum sein Schreiben geprägt. Nach zahlreichen Umzügen und wirtschaftlicher Not zog der Sprachgewal...
Wundarzt, Schauspieler, Dramatiker und Theaterdirektor. Als Sohn eines königlich hannoverschen Zolleinnehmers wuchs er behütet unter zwölf Geschwistern auf. Von 1788-91 betätigte sich Schmidt als chirurgischer Handlanger beim dortigen Kreisphysikus. Gegen den Willen seines Vaters ging er am 22. Januar 1792 nach Braunschweig ans Theater und wurde hier Mitglied einer Wandertruppe, mit der er auf Bühnen in ganz Norddeutschland gastierte. Am 5. Januar 1795 schrieb Schmidt sich am neugegründeten Stadttheater in Magdebur...
Bundeskanzler a.D. Dr. h.c. mult. Helmut Schmidt war der fünfte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Helmut Schmidt wurde am 23. Dezember 1918 in Hamburg geboren. Er legte 1937 an der Lichtwarkschule in Hamburg Abitur ab. Während des Zweiten Weltkrieges war Schmidt Soldat der Wehrmacht und stieg bis zum Oberleutnant auf. Im April 1945 geriet Schmidt in Kriegsgefangenschaft, aus der im Dezember 1945 entlassen wurde. Ab 1946 studierte er Volkswirtschaftslehre sowie Staatswissenschaft in Hamburg. Er schloss d...
Uwe Schmidt war Lehrer und Historiker sowie langjähriger Schulleiter des Gymnasiums Farmsen. Nach dem Abitur 1951 studierte er in Hamburg und Tübingen Geschichte, Latein, Philosophie und Erziehungswissenschaft. 1956 legte er in Hamburg das erste, 1959 das zweite Staatsexamen ab. Von 1959 bis 1969 unterrichtete er die Fächer Geschichte und Latein am Gymnasium Alstertal. Von 1961 bis 1963 nahm er an einem zweijährigen Grundkurs des Katechetischen Amtes der Hamburgischen Landeskirche für Religionslehrer ohne Fakultas...
Robert Schmidt-Hamburg malte größtenteils Schiffe auf hoher See, auch wenn er unter dem Titel „Maler des Hamburger Hafens“ bekannt wurde, gehören Hafenszenen zum geringeren Teil seines Werkes. Kennzeichnend sind oft besonders leuchtende Farben und ein kräftiger Pinselduktus, teilweise mit impressionistischen Anklängen. Robert Schmidt wurde 1885 als Sohn eines Korbmachermeisters geboren, der sich selbstständig gemacht hatte und eine kleine Fabrik in Berlin besaß. Schon früh interessierte ihn die Seefahrt, und so arb...
Antonie Westphal war die älteste Tochter von Carl Wilhelm Ludwig Westphal, Kaufmann und Mitinhaber der Teefirma G.W.A. Westphal Sohn & Co. Einer ihrer fünf Geschwister war der Senator Otto Westphal (Wirtschaft und Verkehr). 1871 heiratete sie den acht Jahre älteren Kaufmann und Harburger Fabrikanten Otto Traun. Durch ihren Onkel Adolf Meyer kam Antonie Traun mit der Politik in Berührung. Er nahm sie zu den ersten Reichstagssitzungen mit. Antonie Traun wurde glühende Bismarck-Verehrerin. Sie war konservativer Gesinn...
Walter Uhsadel war ein lutherischer Theologe, Pastor und Religionspädagoge. Er studierte von 1920 bis 1924 Theologie und Philosophie in Marburg und Berlin. Nach den theologischen Examina (1924/1926) war er Hilfsprediger in Hamburg Alt-Barmbek und beim Kirchlichen Jugendamt, bis er 1928 Pastor an St. Gertrud wurde. Nach der Ausbombung im August 1943 vertrat er eine Pfarrstelle in Alt-Cuxhaven, die er von 1944 bis 1950 fest übernahm. 1932 gründete Uhsadel die norddeutsche Sektion der Gemeinschaft „Arzt und Seelsorger...